Der Zweite Orden
Klarissen, Kapuziner-Klarissen
und Schwestern der hl. Klara

Im Jahre 1212 nahm Klara von Assisi die „franziskanische“ Lebensform an. Die gesellschaftlichen und kirchlichen Verhältnisse des 13. Jh. machten ein apostolisches Wanderleben nach dem Beispiel der Brüder unmöglich.
Klara setzte daher die franziskanischen Ideale innerhalb der schwesterlichen Gemeinschaft im Rahmen der vorgegebenen Klausur um. Bis zu ihrem Tod 1253 hielt Klara unerschüt-terlich an der absoluten Armut als einem Kernstück ihrer Lebensweise und ihrer Regel (der ersten von einer Frau verfassten Ordensregel) fest. In der Frage des Besitzes ereilte dann die Frauengemeinschaft dasselbe Schicksal wie der Männerorden. P. Urban IV. erließ 1263 eine neue Regel, die Besitz erlaubte. Fortan gab es die „Armen Klarissen“ und die „Reichen Klarissen“ (Urbaniten). Auch innerhalb der Klarissen gab es immer wieder Reformbemühungen, so durch Coleta von Corbie im 15. Jh.

In Abhängigkeit von den Brüdern des Ersten Ordens entstanden Observanten-Klarissen, Minoriten-Klarissen und Kapuziner-Klarissen.

Die selbständigen Klöster haben sich zu Föderationen (Klarissen) und einer Unio (Kapuziner-Klarissen) zusammengeschlossen. Die meisten Gemeinschaften richten sich heute wieder nach der ursprünglichen Klara-Regel.

Als ein neuer Zweig des Zweiten Ordens sind seit 1983 die „Schwestern der hl. Klara“ entstanden, die in kleinen Gemeinschaften eine neue Form des kontemplativen Lebens nach der Regel der hl. Klara gefunden haben.

Das gemeinsame Charisma der Mitglieder des Zweiten Ordens liegt in der kontemplativen Dimension. Ihre Sendung erwächst aus dem zweckfreien Dasein in der Ausrichtung auf Gott in der Feier der Liturgie, in Gebet, Stille und Meditation.

Nähere Informationen unter
www.klarissen.de

Bericht über das Leben im Klarissen-Kloster Kevelaer
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Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:32