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Habit und Zingulum
ZingulumDas franziskanische Ordensgewand (Habit) erinnert von der Schnittform her an das Taukreuz, das von Franziskus als Zeichen des Segens verwendet wurde (vgl. Artikel zum Taukreuz).

Zu seiner Zeit wählte Franziskus für sich als Gewand die Kleidung der einfachen Leute vom Land. Er hält seine raue Kutte aus ungefärbter Wolle mit einem schlichten Strick als Gürtel zusammen. Zunächst trug er das Gewand eines Einsiedlers, nachdem er jedoch das Evangelium von der Aussendung der Jünger gehört hatte, „machte er sich ein sehr schmuckloses Gewand, warf den Riemen weg und nahm als Gürtel einen Strick“ (Dreigefährtenlegende).

Aus der einfachen Kutte ist im Laufe der Zeit das heutige Ordensgewand geworden, das in brauner, schwarzer oder grauer Farbe getragen wird. Gemeinsam ist allen Mitgliedern der franziskanischen Familie das weiße Zingulum mit den drei Knoten darin. Diese Knoten sind ein Spezifikum der franziskanischen Ordenstracht, das andere Ordensgemeinschaften nicht haben. Die Knoten stehen für die drei Ordensgelübde Gehorsam, Armut und Ehelosigkeit. Gelübde sind ein Versprechen, dass zunächst auf Zeit (1–3 Jahre), in der Feierlichen Profess [= Bindung] dann für die Zeit des gesamten Lebens abgelegt wird. Durch die Gelübde bindet sich das Ordensmitglied an Gott und an die jeweilige Gemeinschaft.


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Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:32