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Infag-Mitglieder-versammlung 2010
Die Vertretungen der Mitgliedsgemeinschaften der Infag wählten auf der Mitgliederversammlung vom 20.-24. September 2010 in Reute einen neuen Gesamt-Vorstand und beschlossen Leitlinien für die zukünftige Ausrichtung der Infag.


Profil der INFAG

Der Gedanke des Profils der Infag bildete die Klammer der Mitgliederversammlung. Ein Reifen und eine Reifenspur lud in der Einstiegsphase ein, über das eigene Persönlichkeitsprofil nachzudenken und sich miteinander beim Kennenlernen in Form eines Kugellagers darüber auszutauschen.

Eine meterlange Banderole mit Prospekten, Bildern und Informationen ließ die letzten drei Jahre Infag lebendig werden. Die Teilnehmenden waren gebeten, im Anschluss daran, einen eigenen Papier-Fußabdruck an die Reifenspur zu legen, auf dem eigene Erfahrungen mit der Infag sowie Erwartungen standen.




Drei Einheiten unter der Moderation von Franz-Josef Wagner waren der Konkretion des Profils gewidmet. Der Gesamt-Vorstand hatte im Vorfeld Leitlinien für die zukünftige Ausrichtung der Interfranziskanischen Arbeitsgemeinschaft ausgearbeitet, die dem neuen Vorstand als Leitplanken seiner Arbeit dienen sollen.

In einem mehrschrittigen Prozess haben sich durch verschiedene Veranstaltungen wie
- Schriftliche Befragung aller Mitgliedsgemeinschaften im Frühjahr 2007
- Mitgliederversammlung im September 2007 mit Satzungsänderung
- Zukunftswerkstatt im Februar 2008
- Außerordentliche Mitgliederversammlung im April 2008 mit Wahl des Infag-Gesamtvorstands und des Infag-Regionalvorstands DLB sowie der Initiierung verschiedener Projekte
- Entwicklung der Leitlinien 2009-2010

7 Kernelemente herausgeschält.



Leitlinien

Die Leitlinie 1 benennt als Kernziel der Infag, die franziskanische Spiritualität in Orden, Kirche und Gesellschaft lebendig zu halten und die franziskanische Familie in ihrer Vielfalt erlebbar zu machen.

Die Leitlinie 2 stellt unter der Überschrift „Zielgruppen“ dar, dass die Infag den Mitgliedsgemeinschaften als Plattform zur Begegnung, für einen lebendigen Austausch, zur Zusammenarbeit, zur Fortbildung sowie zur Interessensvertretung dient. Unterstrichen wird als Schwerpunktsetzung: „Ganz bewusst richten wir unseren Blick auf die assoziierten Mitglieder, die Mitarbeitenden der franziskanischen Einrichtungen sowie die am franziskanischen Geist Interessierten“.

Diese Schwerpunktsetzung wirkt sich auf die Art der Bildungsangebote (Leitlinie 3) aus, die sich auch im Sinne der Multiplikatorenschulung verstehen. Mit Blick auf die genannte Zielgruppe wird die Arbeit am „Franziskanischen Spiritualitätsweg“ fortgesetzt, der auch „Laien“ einen guten Zugang zur Franziskanischen Spiritualität eröffnen soll und im Laufe des kommenden Jahres in ersten Bausteinen zur Verfügung stehen wird. Je ein weiterer Strang an Bildungsangeboten betrifft zum einen die Leitungsver-antwortlichen in den Mitgliedsgemeinschaften, zum anderen die älteren Schwestern und Brüder, die nicht mehr so mobil sind. Verschiedene Elemente, die sich in den vergangenen Jahren bewährt haben wie Franziskanische Impulse oder die Gebetskette können und sollen eine Fortsetzung finden.
Die Leitlinie 3 sieht die Homepage der INFAG als wichtiges Kommunikationsmedium und Fundgrube franziskanisch-klarianischer Spiritualität / franziskanisch-klarianischer Impulse (z.B. die Bildungsbörse) an, die gepflegt und weiter ausgebaut wird. Hierbei kommt den INFAG-Beauftragten in den einzelnen Mitgliedsgemeinschaften eine wesentliche Bedeutung zu.

Die Leitlinie 4 widmet sich dem INFAG-Gesamtvorstand.
Er fungiert neben seinen funktionalen Aufgaben im Bereich von Personal und Finanzen vorrangig als inhaltlicher Impulsgeber. Er verantwortet die Umsetzung und Weiterentwicklung der Leitlinien, stößt Projekte an und sorgt (in enger Verzahnung mit den Regionalvorständen) für die Durchführung der von der Mitgliederversammlung beschlossenen Vorhaben.

Leitlinie 5 schreibt die verstärkte Vernetzung und Kooperation mit den unterschiedlichen franziskanischen Organisationen und Institutionen wie
- Comprehensive Course on the Franciscan Mission Charism/ Grundkurs zum franziskanisch-missionarischen Charisma (CCFMC),
- Fachstelle Franziskanische Forschung (FFF),
- Franciscans International (FI),
- Franziskanische Bildungshäuser, Internationale Franziskanische Konferenz der Brüder und Schwestern des Regulierten Dritten Ordens des hl. Franziskus (IFK-TOR),
- Initiative „Miteinander für Europa“, Missionszentrale der Franziskaner (MZF) ,
- Philosophisch-Theologische Hochschule (PTH) Münster
,
- u.a. fest.

Die Leitlinie 6 gibt die zentralen Aufgaben der Stellenbeschreibung der zum 1. September 2011 neu einzustellenden Geschäftsführung wider: den administrativen (Verwaltung) und den inhaltlichen Part (Bildungsarbeit). Beide Teile können ggf. von einer Personalstelle wahrgenommen werden. Angestrebt wird die Anbindung der Geschäftsstelle an eine franziskanische Institution.

Die letzte Leitlinie 7 hält fest, dass in Zeiten zurückgehender Mitgliederzahlen die Finanzierung der Infag die besondere Aufmerksamkeit des INFAG-Gesamtvorstands sowie das verantwortungsvolle Mittragen durch alle Mitgliedsgemeinschaften erfordert.

Die vom Gesamtvorstand vorgelegten Leitlinien wurden intensiv diskutiert, von der Mitgliederversammlung verändert und ergänzt und dann einstimmig verabschiedet.

Projekte

In verschiedenen Neigungsgruppen wurden einige Projekte vertieft angeschaut und die nächsten Schritte erörtert. Dies betrifft die weitere Arbeit am „Franziskanschen Spiritualitätsweg“, die Bildungsangebote für interessierte Laien und Multiplikatoren, die Kooperation mit anderen franziskanischen Einrichtungen, die Weiterführung der Franziskanischen Monatsimpulse sowie die Gewinnung weiterer Infag-Beauftragter in den Mitgliedsgemeinschaften.

Wahlen

Bei den Wahlen zum Infag-Gesamtvorstand wurden Br. Ulrich Schmitz als Vorsitzender und Sr. Magdalena Krol als stellvertretende Vorsitzende (bei je einer Enthaltung) einstimmig bestätigt. Von Seiten der Regionen wurden in den Gesamt-Vorstand entsandt:
Br. Stefan Federbusch (Deutschland – Luxemburg – Belgien)
Sr. Hildegard Zäch (Schweiz)
Sr. Franziska Bruckner (Österreich)
Sr. Elisabeth Tschurtschenthaler (Südtirol)
Fr. Margrit Birchler-Hediger (Franziskanische Gemeinschaft).



Studientag

Ein Vormittag der Mitgliederversammlung war einem Studienteil gewidmet. P. Johannes Schneider ofm führte kompetent in die Franziskus-Quellen und das Arbeiten mit ihnen ein. Der Akzent lag dabei auf „Klara in den Franziskus-Quellen“. Die Ausgabe der „Klara-Quellen“ in der Verantwortung von P. Johannes wird voraussichtlich 2012 erscheinen.

Abendgestaltung

Maria Längert alias „Donata“ erzählte als Hofnärrin aus dem Leben der hl. Klara. Dabei schlüpfte sie gekonnt in die acht verschiedenen Rollen von Donata, Offreduccio (Vater), Ortulana (Mutter), Chiara (älteste Tochter), Catarina (mittlere Tochter), Beatrice (jüngste Tochter), Monaldo (Onkel) und Francesco. Das rund einstündige Ein-Frau-Stück begeisterte alle in seiner Tiefe und Spielkunst.


Ein weiterer Abend wurde als „Abend der Talente“ aus den kreativen Fähigkeiten und Beiträgen der Teilnehmenden gestaltet. Dabei wurde der regionale Lokalkolorit auf herzerfrischende Weise deutlich. Die Lachmuskeln kamen ordentlich in Schwingung.


Abschlussgottesdienst

Der Abschlussgottesdienst sammelte die Eindrücke und Ergebnisse der Tage ein. In eine Schatzkiste kamen die Impressionen der Teilnehmenden.
Br. Stefan bat die Teilnehmenden, sich ihren eigenen Fußabdruck wieder aus der Mitte zu nehmen und einen Schritt darauf zu schreiben, den sie konkret daheim für die Mitgestaltung der Infag tun wollten. Das Evangelium vom Sämann ließ die Hoffnung aufkeimen, dass der Samen der Tage dreißig-, sechzig- oder auch hundertfach aufgehen möge. Ein kleiner Beitrag dazu sind die Sonnenblumenkerne, die die Schwestern und Brüder als kleine Mitgabe im kommenden Jahr erblühen lassen können.

Die Mitgliederversammlung war als Ort der Begegnung Ermutigung für alle Beteiligten, die Zukunft der Infag in den kommenden drei Jahren lebendig mit zu gestalten.

Bilder und Text: Br. Stefan Federbusch


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Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:34