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Renovierung der Franziskanerkirche Paderborn
Die Kirche der Franziskaner in Paderborn war mehrere Monate geschlossen und innen eingerüstet. Sie hat in dieser Zeit eine komplett neue Wandfassung erhalten von dem Rottweiler Künstler Tobias Kammerer, der bereits auch die Hauskapelle der Brüder gestaltet hat.


Die Franziskanerkirche in Paderborn wurde in den Jahren 1668 bis 1671 erbaut und ist dem heiligen Josef geweiht. Sie wurde während eines Bombenangriffs im Zweiten Weltkrieg 1945 zerstört und in den 1950er Jahren mit einer sehr einfachen Innenaustattung wieder aufgebaut. Zuletzt wurde die Kirche 1985 renoviert und die Gewölbe im franzisischen Régencestil (Übergang vom Barock zum Rokoko) ausgemalt. Der Chorraum und die Innenbemalung blieben aber bis zuletzt ein Provisorium, das nun endlich Gestaltung fand.


Der neu gestaltete Chorraum

Warme Farbtöne in verschiedenen Nuancen erfüllen den neugestalteten Kirchenraum der Franziskanerkirche in der Paderborner Innenstadt. Es finden nach historischem Vorbild echte Erdfarben, wie Ocker und Ziegelrot Verwendung. Der Sockel im Kirchenschiff wurde mit lichtem gelbem Ocker gearbeitet und verleiht dem Raum ein warmes Ambiente. Auf dem Chorbogen erhielten die Figuren der Muttergottes Maria und des heiligen Antonius von Padua einen himmelblauen Hintergrund. Blau als Farbe des Himmels steht für Gottesfrieden und himmlische Weisheit. Zudem gilt das transzendente Blau als Ausdruck von Geistigkeit und Wissen. Seine Transzendenz macht es auch zum Synonym der Durchlässigkeit der Welten von Diesseits und Jenseits. Blau ist zu allen Zeiten das Farbsymbol des Geistigen, Fernen und Erhabenen gewesen.

Vom Tabernakel im Chor ausgehend, strebt ein erdfarbenes Band empor, das sich nach oben hin auflöst. Die spannungsreiche, aber auch verbindende Wirkung zwischen den Ausdruckswerten des vitalen Rot und des transzendenten Blau kommt im hier zum Ausdruck. Eine feine Linie in Goldocker begleitet das Band. Ein eleganter Schwung zitiert wiederum das Flechtwerk der Deckensegel. In seiner bewegten Dynamik hat es den Anschein, als würde es das Kreuz emporschweben lassen. So zieht sich die Neugestaltung durch den gesamten Innenraum und lädt ein zu verweilen.

Quelle: www.franziskaner.de

























































Historie

Das Franziskanerkloster Paderborn wurde bereits 1657 gegründet. Die Grundsteinlegung des Klosters erfolgte 1663, die der Klosterkirche im Jahre 1668. Trotz Säkularisation blieb das Kloster Paderborn bestehen. Lediglich im Kulturkampf wurde es von 1875 bis 1887 aufgehoben. Während des ersten Weltkriegs wurden die Gebäude als Lazarett genutzt. 1945 wurden Kloster und Kirche während eines Bombenangriffs auf Paderborn zerstört. Unmittelbar nach dem Krieg begann der Wiederaufbau von Kloster und Kirche, so dass die Kirche bereits 1948 und das Klostergebäude drei Jahre später wieder eröffnet werden konnten. Bis 1970 war Paderborn Studienhaus für Theologiestudenten des Ordens. Von 2005 bis 2006 fanden umfangreiche Umbau- und Modernisierungsmaßnahmen statt. Das Kloster liegt mitten in der Paderborner Fußgängerzone und erfreut sich großer Beliebtheit und reger Frequenz.

Die in Paderborn lebenden Brüder widmen sich der Gesprächs- und Beichtseelsorge an der Klosterkirche, Schwesternseelsorge, Exerzitienarbeit und der Krankenhausseelsorge.

Quelle und weitere Bilder: www.klosterlandschaft-owl.de

Bildnachweis: Br. Michael Blasek


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Letzte Aktualisierung: 2011/09/28 12:27