Die Planung des Osterkapitels 2012 sowie Klärungen und Planungen im Zuge des Wechsels der Infag-Geschäftsführerin bildeten die Schwerpunkte der Sitzung des Infag-Gesamtvorstands vom 09.-11. September 2011 bei den Tertiarschwestern des hl. Franziskus in Brixen.
Osterkapitel 2012
Das Osterkapitel vom 10.-13. April 2012 in Reute greift das Klarajubiläum auf. Unter dem Titel „Bewegtes Leben – Klarianische Vielfalt: 800 Jahre Klara und ihre Schwestern“ werden die klarianischen Zweige vorgestellt – sowohl ihre historische Entwicklung als auch ihre spirituelle Ausformung heute. Jeweils eine Referentin der Klarissen, der Kapuziner-Klarissen und der Schwestern der hl. Klara werden ihre Gemeinschaft vorstellen und die spezifischen Akzente herausarbeiten. Ein Nachmittag wird der Feier von „30 Jahre Infag“ gewidmet sein. Das Chawwerusch-Theater wird anlässlich des Jubiläums der Interfranziskanischen Arbeitsgemeinschaft das Stück „Wo bitte liegt Assisi?“ aufführen. Zum Osterkapitel sind alle Interessierten herzlich eingeladen.
Der INFAG-Gesamtvorstand auf der Seiser Alm
Neubesetzung Geschäftsstelle
Am 01. September 2011 hat Sr. Christina Mülling ihre Stelle als neue Infag-Geschäftsführerin angetreten. Für sie war es die erste offizielle Sitzung mit dem Gesamtvorstand, nachdem sie bereits an einem Teil der letzten Sitzung in Olpe anwesend war, in dem ihr Arbeitsauftrag konkretisiert wurde. In diesem Zusammenhang wurden eine Reihe verwaltungstechnischer Fragen besprochen, die u.a. die Präsenz- und Büroöffnungszeiten und die technische Ausstattung betreffen. Geplant wurden die kommenden Ausgaben der Infag-Nachrichten.
Projekte
Die inhaltliche Arbeit von Sr. Christina orientiert sich weitestgehend an den derzeit laufenden Projekten, die in unterschiedlicher Intensität durchgesprochen wurden: Gebetskette, Osterkapitel (s.o.), Bildungsprogramm 2012, Franziskanischer Spiritualitätsweg, Multiplikatorenschulung, Strategiegruppe „Veränderungsprozesse und Fusionen in Orden“, Franziskusausstellung Paderborn, Forschungsprojekt Säkularisierung, Kooperation mit Franziskanischen Einrichtungen und Institutionen usw.
Franziskanischer Spiritualitätsweg
Ein Projekt sei hier speziell aufgegriffen, da es bereits gut vorangeschritten ist: Eine Reihe von Modulen des „Spiritualitätswegs“ ist von den Mitgliedern der entsprechenden Arbeitsgruppe erstellt worden. Während einer Sitzung am 01. Juli 2011 in Würzburg wurden diese Module redaktionell bearbeitet. Der nächste Schritt besteht in einem gemeinsamen Layout, das in den kommenden Wochen durch Sr. Christina Mülling gestaltet und umgesetzt wird. Die ersten Themenbausteine werden vermutlich bis Ende des Jahres über unsere Homepage ins Internet eingestellt.
Erholung nach arbeitsamer Sitzung
Multiplikatorenschulung
Am 26. August 2011 hat sich die bei der Mitgliederver-sammlung initiierte Arbeitsgruppe „Multiplikatorenschulung“ zum zweiten Mal in der Akademie Schönbrunn getroffen. Dabei wurde über die Interessenslagen der Gemeinschaften und Einrichtungen gesprochen. Als Zielgruppe wurden sowohl Ordensleute als auch interessierte Laien definiert, die bereit sind, für ihre Einrichtungen entsprechend tätig zu werden. Ein Kernteam soll bis Ende des Jahres ein Curriculum für die Multiplikatorenschulung erarbeiten, das der Initiativgruppe bei ihrem nächsten Treffen am 10. Januar 2011 vorgelegt wird.
Die Multiplikatorenschulung wird regional angeboten. „Das Referententeam eröffnet regional Erfahrungsräume, in denen franziskanische Spiritualität kennen gelernt, erlebt und Erfahrungen gesammelt werden können. Es gibt den Teilnehmern auch Werkzeuge an die Hand, die es den Teilnehmenden ermöglichen, in ihrem Lebens- oder Arbeitsumfeld selber kleine Erfahrungsräume zu eröffnen. Ziel ist es, eigene Erfahrungen zu machen und andere auf diesem Weg mitzunehmen“ (Protokollauszug). Eine Materialbörse soll die Umsetzung in den unterschiedlichen Arbeits- und Lebensräumen (Krankenhäuser, Altenpflege, Behinderteneinrichtungen, Schulen, Betriebe usw.) erleichtern. Die Multiplikatorenschulung wird also so angelegt sein, dass sie eine praxisnahe Einführung in die Module des Spiritualitätswegs ist, die eine Umsetzung vor Ort ermöglicht. Das genaue Verfahren der Veröffentlichung inklusive Werbung, Ort- und Zeitfestlegung wird noch geklärt.
Berichte aus den Regionen
Ein stetig wieder kehrender Tagesordnungspunkt sind die Berichte aus den Regionen. Die wesentlichen Ereignisse werden auf der Homepage der Gesamtinfag, der Homepage Infag-Österreich, der Homepage des Tauteams für die Schweiz, den Homepageseiten der Franziskanischen Gemeinschaft sowie in den Infag-Nachrichten veröffentlicht.
Besuch und Abschied
Nach dem offiziellen Teil beehrte
P. Anton Beikircher ofmcap den Infag-Vorstand. Zusammen mir
Sr. Elisabeth Thurtschenthaler ist P. Anton der verantwortliche Koordinator für die Region Südtirol.


Beim Kaffeetrinken kam es zum lebhaften Austausch über die Situation der Gemeinschaften.
Inzwischen war auch
Sr. Marianne Jungbluth dazugestoßen, die nach Ende ihrer Amtszeit als Geschäftsführerin zu einem gemeinsamen Abschluss mit dem Gesamtvorstand eingeladen war. Sr. Elisabeth und P. Anton nutzten die Gelegenheit, ihr im Namen der Infag Südtirol mit einem Präsentkorb für ihren Dienst zu danken.
Sr. Elisabeth Tschurtschenthaler (links) und P. Anton Beikircher (rechts) danken Sr. Marianne Jungbluth (Mitte) für ihren Dienst
Mehr als Sitzung
Neben der Zeit für die Sitzung hatten die Mitglieder des Vorstands Zeit für ein Besichtigungs- und Freizeitprogramm eingeplant.
Ein Nachmittag diente dem Besuch des „franziskanisch-klarianischen Zentrums“ – in Brixen liegen die Klöster von Klarissen, Franziskanern, Kapuzinern und Tertiarschwestern fast direkt nebeneinander in einer Straße, ein Tag der Auffahrt auf die Berge.
Die Seiser Alm bot bei strahlendem Sonnenschein herrliche Ausblicke auf die Tiroler Bergwelt.
Auf der Rückfahrt erfolgte ein kurzer Abstecher nach Castelruth, wo der Friedhof durch seine Gestaltung der Grabkreuze - alle in Metall, aber sehr individuell - ein besonderer Blickfang ist.
Zur abendlichen Rekreation nahmen uns die Brüder Franziskaner freundlich auf.
Wir bedanken uns bei den Tertiarschwestern der hl. Elisabeth in Brixen für ihre herzliche Gastfreundschaft!
Br. Stefan Federbusch