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Sr. Beatrix Kaczmarek verstorben
Am 05. Dezember 2016 verstarb die Dillinger Franziskanerin Sr. Beatrix Kaczmarek in Lohr am Main. Sie wurde 90 Jahre alt. Von 1982-1986 gehörte sie den beiden ersten Vorständen der damals neu gegründeten Interfranziskanischen Arbeitsgemeinschaft (INFAG) an. Neben ihrem Beruf als Lehrerin war sie in der Exerzitienarbeit und in der Junioratsbegleitung tätig. Manchen ist sie durch die Erneuerungskurse in La Storta in Rom bekannt.


Sr. Beatrix Kaczmarek OSF gestorben

In den frühen Morgenstunden des 05.12.2016 verstarb Sr. Beatrix (Barbara) Kaczmarek OSF, Dillinger Franziskanerin der Provinz Bamberg, in Lohr am Main. Sr. Beatrix‘ letzte Lebensjahre waren gezeichnet von Krankheit und zunehmender Erblindung.

Sr. Beatrix wurde am 04. Juli 1926 in Meseritz – Obrawalde, Mark Brandenburg, geboren. Die ersten Kindheitsjahre verbrachte sie in ihrer Heimat. Bereits als 16-Jährige kam sie nach Berlin zur schulischen Ausbildung. Wegen verstärkter Bombardierung Berlins musste sie ihre Ausbildung abbrechen. Von 1944 – 1945 wurde sie vom nationalsozialistischen Regime zum Reichsarbeitsdienst einbestellt. Als Betreuerin im Kinderlandverschickungs-Lager im Kloster Maria Medingen, wohin sie kriegsdienstverpflichtet war, lernte Sr. Beatrix die Dillinger Franziskanerinnen kennen. Bis zu ihrem Eintritt in die Gemeinschaft vergingen Jahre. Erst 1949 begann sie das Noviziat und feierte ein Jahr später Profess.

Vor dem Noviziat konnte Sr. Beatrix in München das Abitur nachholen. Damit war der Weg frei für ihr Studium der Theologie, Germanistik und Geschichte. Über viele Jahre unterrichtete Sr. Beatrix am ordenseigenen „Deutschen Gymnasium“ in Dillingen. 1973 zog sie als Provinzvikarin nach Bamberg in die neu errichtete Provinz der Dillinger Franziskanerinnen.

Am Institut für Missionarische Seelsorge (IMS) in Frankfurt ließ sie sich als Exerzititen- und Meditationsleiterin ausbilden und besuchte in den Folgejahren immer wieder Kurse am Institut an der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Franziskaner und Kapuziner in Münster. Weil sie sich selbst beständig fortbildete und sich auf Neues einließ, konnte sie auch andere weiterbilden. Über Jahrzehnte war sie als Junioratsbegleiterin in den drei deutschen Provinzen tätig.

Über die Grenzen der eigenen Kongregation hinaus wurde Sr. Beatrix bekannt als Exerzitienbegleiterin und vor allem durch die Erneuerungskurse in Rom - La Storta, im ehemaligen Generalat der Dillinger Franziskanerinnen. Noch heute schätzen viele Schwestern – nicht nur aus der franziskanischen Familie – diese vierwöchigen Kurse.

Engagiert brachte sich Sr. Beatrix 1982 in die neu gegründete „Interfranziskanische Arbeitsgemeinschaft“ (INFAG) als Vorstandsmitglied über zwei Amtszeiten (1982-1986) ein. Die franziskanische Idee und die Vernetzung der Gemeinschaften untereinander waren ihr bis zuletzt ein großes Anliegen.

Wir sind dankbar für das Leben und Wirken von Sr. Beatrix, die ihre Gaben und Begabungen mit anderen selbstverständlich teilte. Sie wurde auf dem Schwesternfriedhof in Lohr/Sendelbach beigesetzt.

Sr. Pernela Schirmer

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Letzte Aktualisierung: 2016/12/08 21:11