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Neubeginn auf dem Frauenberg Fulda
Wie kann es weiter gehen? Eine Frage gerade für Ordensgemeinschaften, die große Immobilien haben, die einer veränderten Nutzung zugeführt werden müssen. In Fulda wurde eine enge Kooperation zwischen dem Franziskanerkloster auf dem Frauenberg und dem antonius-Netzwerk Mensch geschlossen. Geplant ist u. a. ein inklusives Wohnprojekt für Menschen mit und ohne Handicap.


Kooperation zwischen antonius-Netzwerk Mensch und Franziskanern auf dem Frauenberg geschlossen

Nachdem die Kooperation zwischen antonius – Netzwerk Mensch und den Franziskanern in diesem Jahr geschlossen werden konnte, informierten die Verantwortlichen über die Konzepte, die zukünftig auf dem Frauenberg geplant sind.

Der neue Guardian Bruder Claudius Groß verkündete freudig, dass der neue Konvent nun komplett sei. Die personellen Entscheidungen wurden im Mai auf dem Provinzkapitel in München getroffen und insgesamt leben nun zehn Brüder in dem Kloster. Die Kooperation mit antonius war eine Voraussetzung dafür, dass die Franziskaner in Fulda bleiben.


Bild: Freuen sich auf eine gemeinsame Zukunft auf dem Frauenberg: Bruder Christoph Kreitmeir, Guardian Claudius Groß, antonius-Geschäftsführer Rainer Sippel, Rosemarie Müller, Bruder Othmar Brüggemann und der projektverantwortliche Michael Becker.
[Bild von antonius-Netzwerk Mensch]


Gemeinsam soll der Frauenberg nun bewirtschaftet werden und sich spirituell für die Bürgerschaft öffnen. „Die ersten Bewohner von antonius ziehen bereits in wenigen Tagen ein“, berichtete Rosemarie Müller von antonius, die an den Frauenberg wechseln wird. Geplant ist ein inklusives Wohnprojekt für Menschen mit und ohne Handicap. Neben den bestehenden Angeboten wie dem Gästehaus mit 25 Zimmern, können weitere Räumlichkeiten für Seminare genutzt werden. Die Verantwortlichen von antonius hoffen, dass der Frauenberg als besonderer Ort mit seiner klösterlichen Atmosphäre auch weiterhin für Tagungen gebucht wird.

Antonius-Geschäftsführer Rainer Sippel stellt ein gastronomisches Angebot in Aussicht, dass derzeit überlegt wird aber im Gesamtkonzept keine primäre Rolle spielen soll. „Wir wollen gemeinsam mit den Franziskanern neue Wege gehen und Menschen Raum für Begegnungen geben“, so Sippel.

Wie der projektverantwortliche Michael Becker berichtete, sollen auch Arbeitsplätze für Bewohner von antonius entstehen, die u.a. den Klostergarten pflegen werden. Aber auch die Wäscherei und die Schneiderei bieten Möglichkeiten für Ausbildung und Arbeit. Führungen durch die historischen Räumlichkeiten sind ebenfalls geplant.


v.l.n.r.: Bruder Christoph Kreitmeir, antonius-Geschäftsführer Rainer Sippel, Guardian Bruder Claudius Groß, der projektverantwortliche Michael Becker und Bruder Othmar Brüggemann.
[Bild von antonius-Netzwerk Mensch]


„Der Frauenberg soll Anlaufpunk für jedermann sein. Die Franziskaner sichern weiterhin das spirituelle Angebot auf dem Frauenberg wie Gottesdienste, Beichtgespräche oder Trauungen“, ergänzt Bruder Othmar Brüggemann, der dem Konvent angehört und seit zwei Jahren als Seelsorger bei antonius tätig ist. Die Franziskaner, die nun schon seit fast 400 Jahren auf dem Frauenberg wirken, und antonius freuen sich auf die Kooperation und die künftige Zusammenarbeit.

Quelle: franziskaner.net

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Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:36