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Obdachlosenwallfahrt nach Rom
Aus ganz Europa haben sich vom 11. bis 13. November 2016 Obdachlose auf den Weg zu Papst Franziskus nach Rom gemacht. Unter den rund 600 Teilnehmenden aus Deutschland waren 150 Wohnungslose aus dem Erzbistum Köln. Begleitet wurden sie von 23 Betreuern, u.a. von Schwester Franziska Passeck und Bruder Markus Fuhrmann aus der franziskanischen Familie.


Vom 11. bis 13. November machen sich Obdachlose aus ganz Europa auf den Weg zu Papst Franziskus nach Rom

Aus ganz Europa werden sie sich vom 11. bis 13. November auf den Weg zu Papst Franziskus nach Rom machen. Die 6000 Obdachlosen, die Ausgegrenzten, die Menschen mit einem schweren Lebensschicksal. Darunter befinden sich 150 Wohnungslose aus dem Erzbistum Köln. Begleitet werden sie von 23 Betreuern. Mit dabei sind Schwester Franziska Passeck und Bruder Markus Fuhrmann aus der franziskanischen Familie. Beide arbeiten in der Obdachlosenseelsorge und engagieren sich in Gubbio, dem ehemaligen Franziskanerkloster, besonders für die vom Leben benachteiligten und der Gesellschaft ausgegrenzten Menschen.


Bruder Markus im Gespräch mit Menschen am Rande der Gesellschaft [Foto: Pressedienst des Erzbistums Köln]

Alle gemeinsam feiern sie mit dem Papst im Jahr der Barmherzigkeit das Jubiläumsfest „Fratello“. Die Pilgerreise soll auf die Situation obdachloser Menschen in den Städten Europas hinweisen und ihr Leben am Rande der Gesellschaft stärker ins öffentliche Bewusstsein bringen.

Unter den wohnungslosen Wallfahrern sind 600 Bedürftige aus vier deutschen Bistümern. Mit 150 Pilgern kommt die größte Gruppe dabei aus dem Erzbistum Köln. Sie kommen unter anderem aus den stationären Wohnhilfen im Prälat-Schleich-Haus in Bonn, aus Einrichtungen des Sozialdienstes katholischer Männer im Rhein-Sieg-Kreis oder wurden über die Wohnungslosenseelsorge Gubbio in Köln vermittelt.


v.l.n.r.: Schwester Franziska, Rainer Wissmann, Gerti Wirtz, Weihbischof Puff und Bruder Markus (nicht im Bild) begleiten gemeinsam mit 18 Betreuern die Wallfahrer nach Rom.
[Foto: Pressedienst des Erzbistums Köln]


Unter der Leitung von Weihbischof Ansgar Puff und Andreas Sellner, Organisator der Wallfahrt und Leiter der Gefährdetenhilfe beim Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln, machen sich die Gläubigen via Flugzeug, Bus und Bahn auf den Weg nach Rom. Weihbischof Ansgar Puff erklärt: „Ich freue mich sehr auf diese Reise, weil ich mit den richtigen Menschen auf dem Weg nach Rom unterwegs bin.“ Der Weihbischof kennt einige der Obdachlosen bereits: „Es wird eine sehr intensive Erfahrung werden, weil viele Obdachlose sehr gläubige Menschen sind und wirklich als Pilger auf der Suche nach Gott unterwegs sind“.

Die Wallfahrt bietet den Obdachlosen aber auch die Gelegenheit, sich gegenseitig kennenzulernen und auszutauschen. „Papst Franziskus erinnert uns mit seiner Einladung daran, dass Arme, Schwache und an den Rand gedrängte Menschen nicht nur unter materieller Not, sondern auch an sozialer Ausgrenzung und an fehlender Zuneigung leiden“, so Andreas Sellner vom Kölner Diözesan-Caritasverband. Auch die Pilger selbst freuen sich auf die Reise. „Ich fühle mich von Papst Franziskus eingeladen und fahre deswegen mit“, betont Teilnehmerin Gerti Wirtz im Vorfeld.

Finanziert wird die Wallfahrt durch Beiträge des Domkapitels und der Kölner CaritasStiftung. Der Restbeitrag durch Spenden. Um die Ernsthaftigkeit der Wallfahrt zu betonen, zahlt jeder Pilger einen Unkostenbeitrag von 50,- Euro.

Unter den 600 deutschen Pilgern befinden sich 18 aus dem Erzbistum Berlin. Dort, in Berlin-Pankow unterhalten die Franziskaner eine Suppenküche samt Kleiderkammer und Hygienestation. Der 86 jährige Sven mit seinem bewegten Lebenslauf ist einer von 6 Teilnehmern, die aus dem direkten Umfeld der Suppenküche kommen. Er kann noch gar nicht recht glauben, dass er das Glück hat, zu jenen zu gehören, die zu Papst Franziskus reisen dürfen. Für ihn ist es fast wie ein „Lottogewinn“.

Quelle: http://franziskaner.net

Nähere Informationen auch unter www.fratello.org

Obdachlose kommen in den Vatikan

Dieses Vatikan-Wochenende steht im Zeichen von Menschen am Rande der Gesellschaft oder in prekären Lebenssituationen: Franziskus empfängt am Freitagmittag (11. November) Obdachlose in der Audienzhalle – die Begegnung ist zugleich Auftakt einer dreitägigen internationalen Obdachlosenwallfahrt nach Rom, deren Abschluss eine Papstmesse im Petersdom am Sonntag bildet.

Passend zum Heilig-Jahr-Thema Barmherzigkeit wird Samstagabend (12. November) der Star-Komponist Ennio Morricone für Obdachlose in der vatikanischen Audienzhalle ein Konzert dirigieren. Die musikalische Darbietung mit und für mittellose Menschen ist bereits die zweite Ausgabe einer Vatikaninitiative, die im Zeichen der Solidarität und Fürsorge für arme Menschen steht. Mit den Spenden werden eine Kathedrale in Uganda und eine Agrarschule in Burkina Faso finanziert.

Quelle: http://de.radiovaticana.va

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Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:36