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Ewige Profess bei den Kapuzinern
Am 27. Mai 2017 haben Br. Thomas Schied und Br. Christian Albert bei den Kapuzinern in Münster die Ewige Profess abgelegt und sich damit lebenslang an Gott und an den Orden gebunden.


Zwei junge Männer legen in Münster die Ewige Profess ab

Sie haben sich entschieden, gewählt und sich nun auch lebenslang gebunden: Bruder Thomas Schied und Bruder Christian Albert haben am 27. Mai 2017 bei den Kapuzinern in Münster die Ewige Profess abgelegt.


Ewige Profess: Bruder Thomas (li.) und Bruder Christian, Foto: © Mara Feßmann

Die Entscheidung für ein Leben im Kloster fällt niemandem leicht. Auch dann nicht, wenn der Ruf stark ist und das Ahnen, dass es mehr geben muss als das alltägliche Leben, fast schon Gewissheit. Das war bei Bruder Thomas und Bruder Christian nicht anders, wie sie im Gespräch mit der Münsterschen Kirchenzeitung „Kirche und Leben“ bekennen.

Da sind die Fragen: Ist das etwas für mich? Bin ich dafür geeignet? Ist das wirklich mein Weg? Ist es das, was Gott von mir will? Schaffe ich das – ein Leben lang? Und was sagen die Familie und die Freunde? Was ist mit meinem bisherigen Leben, mit all den Plänen, die ich mal hatte?



Bruder Christian hatte eine Banklehre absolviert und wollte ein Wirtschaftsstudium beginnen, als plötzlich die Fragen kamen, ob das denn das Richtige für ihn sei. Er nahm das Angebot der Kapuziner an, beim „Treffpunkt Entscheidung“ im Kloster Dieburg der Sache auf den Grund zu gehen – und die Kapuziner kennenzulernen. Sein Fazit damals: „Für mich ist das nichts“, berichtet „Kirche und Leben“.

Auch Bruder Thomas war sich anfangs nicht sicher, ob das Ordensleben das Richtige für ihn sei. Der Krankenpfleger, der in der Chirurgie und Notaufnahme eines großen Klinikums arbeitete, spürte eine Sehnsucht nach geistlichem Leben und interessierte sich für den heiligen Franziskus und die franziskanische Spiritualität. Mit 33 war ihm dann klar: „Wenn ich es jetzt nicht probiere, wird diese Frage für immer bleiben“, so „Kirche und Leben“. – Bruder Christian war 22, als er an diesen Punkt kam.

Familie und Freunde reagierten bei beiden überwiegend erstaunt bis entsetzt, berichten sie der Münsterschen Bistumszeitung. Es gab Tränen, Zweifel, Skepsis. Aber auch Stimmen, so Bruder Thomas gegenüber dem Blatt, die sagten: „Eigentlich passt das genau zu dir.“

Nach Postulat, Noviziat und Juniorat haben Bruder Thomas und Bruder Christian nun die Ewige Profess abgelegt und sich damit ein Leben lang an den Orden gebunden. Sie freuen sich auf ihr weiteres Leben in der Gemeinschaft der Kapuziner – und besonders darüber, dass die zur franziskanischen Familie gehörenden Ordensmänner nicht abgeschottet und weltfremd hinter Klostermauern leben, sondern mitten unter den Menschen und dabei auch ihrem Beruf nachgehen, meist einer seelsorglichen Tätigkeit.

Den Beitrag von „Kirche und Leben“ können Sie hier nachlesen: https://www.kirche-und-leben.de/artikel/zwei-maenner-sagen-ja-zum-ordensleben

Text: Hildegard Mathies
Fotos: © Mara Feßmann

Quelle: www.kapuziner.de

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Letzte Aktualisierung: 15.06.2017 18:41