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Franziskaner und Reformation
2017 wird dem 500-jährigen Jubiläum der Reformation gedacht. Begangen wird es ökumenisch als Christusfest.

Die Zeitschrift FRANZISKANER widmet sich in ihrer vierten Ausgabe des vergangenen Jahres dem Thema Franziskaner und Reformation. Der Franziskanerorden erinnert sich an die offizielle Trennung in Konventualen und Observanten 1517. So gilt „ecclesia semper reformanda“ ebenso für die franziskanischen Ordensgemeinschaften.


Franziskaner und Reformation

Jubiläen lenken den Blick zurück in die Geschichte. Das gilt auch für das Jahr 2017, in dem an den Beginn der Reformation vor 500 Jahren erinnert wird. Im Zentrum steht nicht nur die Frage, welche Motivationen das komplexe Geschehen »Reformation« ausgelöst und in seinem Verlauf beeinflusst haben, sondern vor allem auch dessen ungeheure Wirkungsgeschichte bis heute.



Große Schätze werden da neu ans Tageslicht kommen, aber auch viele Verletzungen und Erinnerung an Unrecht und Gewalt. Was vor 500 Jahren begann, ist beides: Reform der Kirche und Kirchenspaltung. Im Zeitalter der Reformation haben die christlichen Kirchen den Schulterschluss mit den Mächtigen gesucht, um ihre Relevanz zu sichern. Dabei haben sie Macht missbraucht und wurden missbraucht.

Ob wir Christen künftig noch eine Bedeutung haben, wird davon abhängen, wie es uns gelingt, gemeinsam die befreiende Kraft des Evangeliums erfahrbar zu machen. Geschichte ist wichtig. Sie schafft Identität. Aber es darf nicht beim historischen Erinnern bleiben. Identität auf Kosten anderer ist ein beliebtes Modell, doch es ist überholt. Identität formt sich an den Fragen der Gegenwart. Und hier stehen katholische und protestantische Christen heute vor Herausforderungen, denen sie, wenn überhaupt, nur gemeinsam begegnen können. Im Blick auf die Zukunft interessieren keine konfessionellen Unterschiede, sondern die Frage, ob Jugendliche in unserem Land morgen noch Christus kennenlernen. Der Einsatz für Menschen am Rand, der Schutz des Lebens, Gerechtigkeit, Frieden, Solidarität, die Bewahrung der Schöpfung, interreligiöse Verständigung – diese Themen gehen alle Christen an. Und an ihnen wird man uns messen, egal welches Gesangbuch wir benutzen.

Erinnerungen heilen - Jesus Christus bezeugen

„Die Erinnerung an die Vergangenheit ist kein Selbstzweck. Sie dient immer auch der Orientierung in der Gegenwart und der Gestaltung der Zukunft“, heißt es in dem gemeinsamen Wort der Katholischen und Evangelischen Kirche in Deutschland zum Jahr 2017. Es trägt den programmatischen Titel: „Erinnerungen heilen – Jesus Christus bezeugen“. Christus bezeugen, das Evangelium leben, darum ging es auch Franz von Assisi, der noch der ungeteilten abendländischen Kirche angehört.

Die Zeitschrift FRANZISKANER 4-2016 fragt nach den historischen Bezügen, dem Verhältnis von Franziskus und Luther sowie der Bedeutung für heute.

Inhalt:

Franziskaner und Reformation
Stefan Federbusch ofm

Die Franziskaner in der Reformation
Johannes Schlageter ofm

Johannes Duns Scotus – Vordenker reformatorischer Ideen
Stefan Federbusch ofm

Franziskus und Luther – Freunde über die Zeit?
Sr. Nicole Grochowina

Mit Luther auf dem Weg zur Wiedervereinigung
Heinz-Meinolf Stamm ofm

Die Chancen des Reformationsjubiläums für die Ökumene
Margot Kässmann

Kommentar: Herzlichen Glückwunsch zum Reformationsjubiläum?!
Stefan Federbusch ofm

Weitere Themen
Weihnachten – das Fest aller Feste?
• Aktuelles: Flüchtlinge – aus den Augen, aus dem Sinn?
• Franziskaner sein – Interview mit Bruder Marco Nobis
• Spiritualität – der franziskanische Wegbegleiter
• Kleines theologisches Wörterbuch: gerechtfertigt


Bestelladresse
Sie können die Zeitschrift als (kostenlose) Druckausgabe bestellen:
Provinzialat, Zeitschrift Franziskaner,
Sankt-Anna-Strasse 19, 80538 München.
Tel.: 089 211 26-150, Frau Röckenwagner
eMail: zeitschrift@franziskaner.de


Br. Stefan Federbusch

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Letzte Aktualisierung: 2017/01/08 11:23