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Jahresbericht 2017 von Franciscans International
Seit fast 30 Jahren versucht Franciscans International (FI) als NGO der Franziskanischen Familie, die Aufmerksamkeit der politischen Entscheidungsträger auf Menschenrechtsfragen zu lenken. Dabei stehen jene Belange im Zentrum, mit denen die Partner vor Ort – sowohl Laien wie Ordensleute – tagtäglich zu tun haben. In Zusammenarbeit mit ihnen und den Zivilgesellschaften in über 30 Ländern auf vier Kontinenten setzt sich FI mit einigen der dringendsten Menschenrechtsfragen unserer Zeit auseinander.


FI-Jahresbericht 2017

Seit fast 30 Jahren versucht Franciscans International (FI), die Aufmerksamkeit der politischen Entscheidungsträger auf Menschenrechtsfragen zu lenken. Dabei stehen für uns jene Belange im Zentrum, mit denen unsere Partner vor Ort – sowohl Laien wie Ordensleute – tagtäglich zu tun haben. In Zusammenarbeit mit ihnen und den Zivilgesellschaften in über 30 Ländern auf vier Kontinenten setzt sich FI mit einigen der dringendsten Menschenrechtsfragen unserer Zeit auseinander. Die Überzeugung, dass alle Menschen die gleiche Würde haben, steht im Mittelpunkt der Arbeit von FI. Dies verpflichtet uns zum Schutz und zur Bewahrung der Menschenrechte und der Umwelt. Wir nutzen die Advocacy-Arbeit (Lobbyarbeit für die Entrechteten bei den Vereinten Nationen), um Menschenrechtsverletzungen zu bekämpfen. Es geht uns darum, den Menschenrechten die zentrale Rolle bei der Formulierung und Gestaltung nationaler und internationaler öffentlicher Politik zu geben. Wir glauben, dass die Menschenrechte im Mittelpunkt aller politischen Prozesse stehen müssen, insbesondere wenn es um die internationale Entwicklung, die Umwelt und die Sicherheit geht.



FI hat mit Büros an den UN-Standorten Genf und New York eine wichtige Rolle bei der Aufdeckung von Menschenrechtsverletzungen und bei der wirksamen Unterstützung von Menschenrechtsverteidigerinnen und Menschenrechtsverteidigern. Neben der Advocacy-Arbeit leisten wir Diskussionsbeiträge und stellen Ressourcen bereit, damit unsere Partner die erlittenen Menschenrechtsverletzungen direkt bei den Vereinten Nationen vortragen können. Wir erfüllen dadurch unsere Aufgabe, soziale und ökologische Gerechtigkeit und Frieden zu fördern.

Im Jahr 2017 brachte sich FI außerdem bei der UN-Klimakonferenz in Bonn (COP 23) und im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen im Rahmen von internationalen Debatten zum Zusammenhang von Klimawandel und Menschenrechten ein. Dabei konzentrierte FI die Bemühungen vor dem Hintergrund des Klimawandels und der deutlicher werdenden Umweltkrise auf den Problembereich »Vertreibung und Migration«. Außerdem problematisierte FI die Kriminalisierung von sozialen Protesten als Antworten auf die globalen Migrationsbewegungen und die weltweite Armut.

Franciscans International arbeitet unter der Trägerschaft der Konferenz der Franziskanischen Familie (CFF) bestehend aus den Generalministern der Franziskaner-Minoriten (OFM Conv.), der Kapuziner (OFM Cap.), der Franziskaner (OFM), des Regulierten Dritten Ordens (TOR) und der Franziskanischen Gemeinschaft (OFS) sowie der Vorsitzenden der Internationalen Franziskanischen Konferenz der Schwestern und Brüder des Regulierten Dritten Ordens (IFC-TOR).

Der Internationale Vorstand, der sich zusammensetzt aus Vertretern der sechs verschiedenen Ordenszweige der CFF sowie einem Vertreter der Anglikanischen Franziskanischen Gemeinschaft (Society of Saint Francis), trägt zusammen mit dem Leitungsteam dazu bei, dass Franciscans International das Engagement der Franziskanischen Familie im Bereich von Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung unterstützt und aufrechterhält.

Joseph Rozansky OFM, der Vorsitzende von Franciscans International, schreibt in seinem Vorwort:
Im Jahr 2016 entwickelte FI nach einer Evaluierung der Organisation eine auf vier Jahre angelegte Strategie, die Ziele für die Advocacy-Arbeit und Organisationsentwicklung formulierte. 2017 war das erste Jahr der Umsetzung. In diesem Rahmen hat FI beschlossen, die Einflussmöglichkeiten auf mehreren Ebenen zu verstärken. So stellten wir gemeinsam mit dem geschäftsführenden Team und im Einklang mit dem Strategieplan 2017–2020 eine Mitarbeiterin in New York ein, die uns bei den Vereinten Nationen vertritt, und verstärkten somit unsere Präsenz dort. Darüber hinaus entwickelten wir ein auf die Franziskanische Familie ausgerichtetes Outreach-Programm, wozu die Möglichkeit eines Praktikums für Brüder und Schwestern gehört. Das Programm zielt darauf ab, ein besseres Verständnis der Arbeit von FI zu vermitteln und die enge Beziehung zwischen dem franziskanischen Charisma und den Menschenrechten deutlich werden zu lassen.

Im Namen des Internationalen Vorstandes von FI und der Konferenz der Franziskanischen Familie möchte ich allen danken, die dazu beigetragen haben, unsere Arbeit zu ermöglichen. Ich denke dabei besonders an die Franziskanerorden und -kongregationen, die Hilfswerke und Stiftungen und all jene, die mit FI zusammengearbeitet haben und uns weiterhin unterstützen. Insbesondere möchte ich den Mitarbeitenden und dem Management für ihre hervorragende Arbeit und ihr Engagement danken. Möge Gott weiterhin unsere wichtige Mission segnen!

Auch Markus Heinze OFM schließt sich diesem Dank an: Abschließend möchte ich als FI-Geschäftsführer – und stellvertretend für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – allen meinen aufrichtigen Dank aussprechen, die dazu beigetragen haben, diese wichtige Arbeit möglich zu machen. Insbesondere die franziskanischen Orden und Kongregationen, die Hilfswerke, unsere Partner und all unsere Mitarbeitenden. Ohne diese Unterstützung wäre FI nicht in der Lage, an einer globalen Gemeinschaft zu arbeiten, in der die Würde jedes Menschen respektiert wird, die Ressourcen gerecht verteilt werden, die Umwelt geschützt wird und Nationen und Völker in Frieden leben.

Kurzübersicht 2017

2017 vollzog Franciscans International 66 Advocacy-Beiträge bei den Vereinten Nationen, 13 Advocacy-Veranstaltungen und –teilnahme an Konferenzen, 19 Kooperationen in NGO-Zusammenschlüssen sowie die Organisation von 38 Partnern, die sich aus den Länderprogrammen bei UN-Konferenzen einbrachten. Dabei fanden 61 % der Empfehlungen von FI Eingang in die offiziellen Berichte der UN.
18 Mal wirkte FI als Gastredner bei externen Veranstaltungen. 1.100 Mitglieder der Franziskanischen Familie wurden bei Outreach-Treffen erreicht. 42 Berichte erschienen über FI in öffentlichen Medien von 11 verschiedenen Ländern. Der Newsletter hat 4.000 Abonnenten, über Facebook sind 8.000 Menschen dabei.

FI-Jahresbericht 2017: Download (pdf)

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Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 21.07.2018 14:31