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INFAG-Osterkapitel
Zu den Klassikern der INFAG-Veranstaltungen gehört das alle drei Jahre stattfindende Osterkapitel. Vom 03.-06. April 2018 trafen sich gut 50 Schwestern und Brüder in Reute. Das diesjährige Osterkapitel stand unter dem Thema „Klara – eine beziehungsreiche Frau“. Neben dem Blick auf Klara durch Sr. Anna Maria Dicke und die Klara-Quellen durch Br. Paul Zahner ging es um die Ergebnisse der „Spinnerrunde Zukunft INFAG“.


Beziehungsreichtum auf vielerlei Weise

Anfang April fand in Reute das Osterkapitel statt, zu dem auch in diesem Jahr Schwestern und Brüder der ganzen franziskanischen Familie aus dem deutschsprachigen Raum zusammenkamen. Bewegt ging es am Dienstagnachmittag mit Impulsfragen und Tänzen zum Kennenlernen los. Namen bekannter franziskanischer Heiliger und Seliger in Puzzleform brachten uns mit verschiedenen Geschwistern in Austausch.



Am Mittwochvormittag bewegten uns Themen der „Spinnerrunde“. Nach einigen Informationen aus dem Gesamtvorstand zur stattgefundenen „Spinnerrunde“ ging es in Kleingruppen an die Weiterarbeit zu den fünf Themen: 1) Spiritualität, 2) gemeinsam mit Laien, 3) Vernetzung, 4) Politik und Gesellschaft und 5) Struktur/Mitgliederversammlung. Dort wurden Ideen, Gedanken und `weitere Spinnereien´ gesammelt, auf Puzzleteile aufgeschrieben und anschließend im Plenum zusammengepuzzelt.



Am Nachmittag führte Schwester Anna Maria Dicke alle Anwesenden lebendig und schwesterlich, authentisch in die Lebenswelt der hl. Klara von Assisi. Ausgehend von ihren reichen Lebenserfahrungen und der Lebensform der Klarissen gab sie Einblick in die klarianische Spiritualität mit dem besonderen Fokus auf die „Beziehungen der hl. Klara“.



Nach den Einblicken, die Schwester Anna Maria in das klarianische Ordensleben gab, bildeten sich Kleingruppen zu verschiedenen `Beziehungsaspekten der hl. Klara´. Unter dem Thema „Ein Blick auf Klara und der Brückenschlag zu heute“ ging es um die Beziehung Klaras zu Gott, zu Papst und Kirche, zu ihren Mitschwestern, zu den Menschen außerhalb des Klosters sowie zu Maria, der Mutter Gottes.



Mit jeweils entsprechenden Auszügen aus den Klaraquellen ging es mittenrein in den Beziehungsreichtum Klaras. Fragen wie z.B. Wie drückt Klara ihre Beziehung zu Gott aus? Wie erfährt sie die Beziehung von Gott zu ihr? Welche Beziehungsebenen erreicht Klara? Oder: Wie lebt Klara die Beziehungen zu ihren Mitschwestern?



Es war ein fruchtbarer, bereichernder Austausch, der uns alle genauer auf die reichen Beziehungen Klaras schauen lies. Auch die Beziehung zu sich selbst wurde in den Blick genommen.



Beim Zusammentragen in der Gesamtgruppe wurde das vielfältige und vielschichtige Beziehungsgeflecht deutlich, ebenso auch die Veränderung und Klaras Reifen in den Beziehungen, bis sie die anfangs sehr radikal, fast grenzwertig mit sich umging, am Ende ihres Lebens versöhnt zu ihrer Seele spricht und sich als rundum Beschenkte Gottes erfährt.



Den Abend rundete der Film „Chiara di Dio“ ab, eine Filmaufnahme des Theaterstücks, welches mit großem Erfolg in Assisi aufgeführt wurde.

Bruder Paul Zahner, der an der Erarbeitung der Klara-Quellen beteiligt war, führte alle teilnehmenden Brüder und Schwestern am Donnerstag in den Aufbau der Klara-Quellen ein. Schritt für Schritt, gut verständlich, durch und durch begeistert und begeisternd ging es an die Begegnung und Auseinandersetzung mit den klarianischen Texten. Er gab einen Überblick und erklärte, wie sich gut mit den Klara-Quellen arbeiten lässt, was zu beachten ist und wie man sich mit den Siglen und Abkürzungen gezielt zurechtfindet. Mit seiner Kompetenz und Begeisterung steckte Bruder Paul alle Anwesenden an und rief Interesse und Lust zum eigenen Arbeiten mit den Texten hervor. Immer wieder war Zeit zum Nachfragen und gemeinsamen Austausch.



Gegen Ende des Nachmittags stellte Bruder Wolfgang Nowak im Plenum eindrücklich die Gemeinschaft „pace e bene“ vor.

Nachdem den ganzen Tag intensiv an und mit den Klara-Quellen gearbeitet worden war, wurde der Tag mit einer Eucharistiefeier und anschließendem Buffet beendet. In der Begegnungsstätte gab es dann nicht nur gutes Essen, sondern vor allem gute Gespräche, häufiges Lachen und Zeit den letzten Abend des Osterkapitels zu genießen.



Was sonst auch noch (wichtig) war? Es waren begegnungsreiche Tage, die ausgehend vom Beziehungsreichtums der hl. Klara auch die Beziehungen unter den teilnehmenden Geschwistern stärkten. Erzählen von Berufungsgeschichten, Aktuellem aus den einzelnen Gemeinschaften und dem teilhaben lassen an dem, was einzelne bewegt.

Am ersten Abend des Osterkapitels traf sich außerdem der Gesamtvorstand mit dem Regionalvorstand D/L/B zu Austausch, Terminabsprachen und der Weiterentwicklung von Ideen. In den Blick genommen wurde dabei der Termin des Osterkapitels, u.a. auch die Frage, ob er günstig liegt für jüngere Brüder und Schwestern, laufende und mögliche Projekte sowie der Termin der nächsten Mitgliederversammlung (vom 22.09. bis zum 27.09.2019). Franziskanisch geprägte Gebetszeiten, gemeinsames Singen und in Zeiten der Stille zu hinzuhören, wie der franziskanische Spirit heute gelebt und in die Zukunft weitergetragen werden kann.

Mein Fazit: Das Osterkapitel 2018 war beziehungsreich, inhaltlich bereichernd im Blick auf Klara und ihre Schriften und stärkte franziskanische Beziehungen auf reiche Art und Weise!

Sr. M. Elisa Kreutzer

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Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 02.05.2018 10:59