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Mattenkapitel der Franziskaner
Vom 11.-13. April 2018 trafen sich in Vierzehnheiligen 65 Franziskaner zu einem Mattenkapitel. Thema war die zukünftige Weichenstellung der Provinz, die im so genannten „Projekt Emmaus“ seit Ostern 2017 gestartet ist und in das Provinzkapitel 2019 mündet. Vorgestellt und diskutiert wurden die Ergebnisse der Projektgruppen „Profil“, „Innovation“ und „Häuser“.


Ein Mattenkapitel ist zunächst ein Ort der Begegnung der Brüder untereinander, des gemeinsamen Feierns und Betens. Dazu trafen sich 65 Brüder der Deutschen Franziskanerprovinz in Vierzehnheiligen.



Der erste Nachmittag diente einstiegsmäßig dem vertieften Kennenlernen der Brüder untereinander. Seit dem Zusammenschluss der ehemalig vier Provinzen in Deutschland zu einer Franziskanerprovinz 2010 sind viele Kontakte entstanden, gibt es jedoch immer noch Brüder, die sich nicht kennen.

Wie alle Orden beschäftigt auch die Franziskaner die Frage, wie wir unsere Berufung heute verwirklichen können, wo, an welchen Orten und mit welchen Aufgabenfeldern wir Franziskaner in der Nachfolge des Evangeliums leben wollen. Welches Profil geben wir unseren Häusern und der Ordensprovinz? Welche Neuaufbrüche können wir gestalten?

Thematisch ging es somit um die zukünftigen Weichenstellungen der Provinz, um die Ausrichtung und die Schwerpunkte des gemeinsamen Lebens und der Arbeitsfelder. Zu Ostern 2017 startete das Projekt Emmaus. Es ermöglicht den Brüdern, sich in einem transparenten Reflexionsprozess in die Zukunftsfragen einzubringen. Die Schritte werden unter externer Begleitung in mehreren Arbeitsgruppen geplant und durchgeführt.

Schwerpunktmäßig beschäftigten sich die Brüder mit den Ergebnissen der AG „Profil“. Aus den Umfrage-Rückmeldungen der Brüder wurde ein Extrakt erstellt, das das Leben und Wirken der Franziskaner beschreibt. In einer ersten Runde ging es um die Einschätzung und Stellungnahme zu diesem Papier. In einer zweiten Runde dann um die „Baustellen“, die sich aus der Diskrepanz zwischen Vision und Wirklichkeit ergeben.

Die Gespräche des Tages flossen ein in den abendlichen Gottesdienst, der in Anlehnung an die Emmaus-Geschichte gestaltet war.



Der letzte Vormittag war den AGs „Innovation“ sowie „Häuser“ gewidmet. Die erstgenannte AG stellte ihre Ideen für innovative Projekte vor. Die Brüder hatten die Möglichkeit, ein erstes Votum abzugeben, welche dieser Projekte mit Blick auf das kommende Treffen der Brüder unter 60 Jahren weiter ausgearbeitet werden sollen.

Weitere Ergebnisse präsentierte die AG „Häuser“. Sie beruhen auf einer weiteren Umfrage unter den Brüdern zur Einschätzung der vorhandenen Niederlassungen sowie zu ihren Wünschen betreffs Wohnort und Arbeitsfeldern. In einem mehrstufigen Prozess soll bis 2019 ein Ergebnis vorliegen, das dem Provinzkapitel bzw. der Provinzleitung als Entscheidungshilfe dient.

Br. Stefan Federbusch

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Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 18.04.2018 17:15