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Ökumenisches Institut für Friedenstheologie gegründet
Am 12. Januar 2019 gründeten 18 evangelische und katholische Theologinnen und Theologen, darunter Br. Stefan Federbusch OFM, das „Ökumenische Institut für Friedenstheologie“ (ÖFT).

Es versteht sich als Vernetzungsstelle friedenstheologischer Projekte und will die aktive Gewaltfreiheit in die kirchliche und wissenschaftlich-theologische Debatte einbringen. Die Beteiligten möchten dazu beitragen, klassisch-theologische Grundfragen in Hinsicht auf Theorie und Praxis der Gewaltfreiheit neu zu denken und zu artikulieren.


Ökumenisches Institut für Friedenstheologie gegründet

Am Samstag, 12. Januar 2019, gründeten 18 evangelische und katholische Theologinnen und Theologen das „Ökumenische Institut für Friedenstheologie“ (ÖFT).

„Dieses Institut ist im Raum der Volkskirchen die erste Forschungseinrichtung, die sich auf friedenstheologische Fragen spezialisiert“, sagte Prof. Thomas Nauerth aus Bielefeld, einer der Gründer. Zu Beginn der Gründungsversammlung verwies er u.a. auf die Begegnung des hl. Franziskus mit Sultan al Malek al Kamil, die sich 2019 zum 800. Mal jährt. Die franziskanische Perspektive kann somit ein Mosaikstein für eine Friedenstheologie sein.


Die Gründungsurkunde des ÖFT

Mit zum Gründungsteam gehört auch Dr. Theodor Ziegler aus dem Elsass. Er erläuterte: „In mehreren evangelischen Landeskirchen und in der katholischen Kirche wird derzeit verstärkt über das Thema Frieden nachgedacht. Man erkennt zunehmend, dass bei internationalen Konflikten nicht das Militär, sondern nur gewaltfreie Mittel nachhaltig zu Sicherheit und Frieden führen. Mit unserem Institut wollen wir diese friedensethischen Prozesse theologisch unterstützen und begleiten.“
Rainer Schmid, Pfarrer aus Württemberg, ergänzte: „Auch in den großen Volkskirchen wird der Widerspruch zwischen dem Glauben an Jesus Christus und einer militärischen Sicherheitspolitik immer deutlicher gesehen." Selbst mit dem Argument der Schutzverantwortung könne man Militäreinsätze nicht rechtfertigen.

Nach Angaben der Instituts-Gründer*innen sind Seminare, Veröffentlichungen und Stellungnahmen geplant. Alle interessierten Theologinnen und Theologen seien zur Mitwirkung an diesem neuen Projekt herzlich eingeladen.

Die Teilnehmenden an der Gründungsversammlung des ÖFT

Gemeinsam beschlossen wurde der folgende Text
„Ziele und Aufgaben des Instituts“

"Suche Frieden und jage ihm nach!" (Ps 34,15)

Das Ökumenische Institut für Friedenstheologie ist eine Vernetzungsstelle friedenstheologischer Projekte.
Es geht um friedenstheologische Fragestellungen und Forschungsprojekte im weitesten Sinn.

• Wir wollen klassisch-theologische Grundfragen in Hinsicht auf Theorie und Praxis der Gewaltfreiheit neu denken und artikulieren.
• Auf der Basis der Heiligen Schrift und der Zeugnisse gewaltfreier Praxis bringen wir die aktive Gewaltfreiheit in die kirchliche und wissenschaftlich-theologische Debatte ein.
• Wir suchen den kontinuierlichen Austausch mit kirchlichen Gruppen, die sich für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung engagieren.

Das Institut ist Ansprechpartnerin für Personen, Organisationen und Institutionen, die wissenschaftliche Begleitung, Zuarbeit oder Reflexion wünschen.

Teilnehmer*innen
Dipl.Theol. Peter Bürger, Pfr. Dr. Matthias Engelke, Br. Stefan Federbusch OFM, Ulrich Frey, Mechthild Geue, P. Heribert Graab SJ, Ullrich Hahn, Pfarrer Reinhard Hauff, Karen Hinrichs, Pfr.i.R. Martin Langenberg, apl. Prof. Dr. Thomas Nauerth, Prof. Dr. Gottfried Orth, Dr. Mauricio Salazar, Pfarrer Rainer Schmid, Dipl.Theol. Dagmar Schulte, Kirchenrätin Anja Vollendorf, Pfr.i.R. Johannes Weissinger, Dr. Theodor Ziegler

Nähere Informationen unter:
www.oekum-institut-friedenstheologie.de

Br. Stefan Federbusch

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