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Sr. M. Bernarda Bütler wird heilig gesprochen
Die Schweiz bekommt ihre erste Heilige: Papst Benedikt XVI. hat am 1. März 2008 offiziell die Erhebung der Schweizer Ordensfrau Maria Bernarda Bütler (1848-1924) angekündigt.
Die Heiligsprechungsfeier folgt am 12. Oktober 2008. Die Schweiz hatte bisher nur einen Heiligen, Nikolaus von Flüe.


Papst Benedikt XVI. beriet bei einem Konsistorium mit Kardinälen im Vatikan abschließend über die Heiligsprechung von Bernarda Bütler und drei weiteren Frauen aus Italien, Indien und Peru. Die Heiligsprechungsfeier wird der Heilige Vater persönlich vornehmen. Das Wunder, das für die Heiligsprechung nötig ist, ist in einem vatikanischen Dekret vom Juli 2007 festgehalten. Auf die Fürbitte der Seligen Maria Bernarda hin wurde demnach eine Ärztin im ordenseigenen Spital von Cartagena (Kolumbien) von einer schweren Lungenkrankheit geheilt.

Biografie:

Maria Bernarda Bütler wurde am 28. Mai 1848 als das vierte von acht Kindern der Familie Heinrich Bütler und Katharina von der dortigen Mühle in Auw Kt. Aargau, Schweiz, geboren und am gleichen Tag auf den Namen Verena getauft.

Mit 19 Jahren trat sie am 12. November 1867 in das Kloster Maria Hilf in Altstätten ein. 1880 wurde sie Oberin. Ab 1888 war sie als Missionarin in Ecuador tätig. 1895 ging sie nach Cartagena in Kolumbien, wo sie die "Kongregation der Franziskaner-Missionsschwestern von Maria Hilf" gründete. Am 29. Mai 1924 starb sie in Cartagena im Ruf der Heiligkeit, wo sich auch ihr Grab befindet. Viele Menschen pilgern zu ihr. Ihre besonderen Lieblinge sind die Armen. Der Seligsprechungsprozess wurde 1948 eingeleitet und 1995 durch Papst Johannes Paul II. abgeschlossen.

Sie war eine erleuchtete Frau. Klein und demütig, wahr und klar, kindlich einfach und einfältig wandelte sie vor dem allwissenden Gott und vor den Menschen und setzte sich mutig für die Ausbreitung des Reiches Gottes ein. Sie war eine Führernatur. Die ganze Tugendwelt kam bei ihr zur Sprache: Liebe, Nächstenliebe, Gehorsam, Demut, Armut, Opfersinn, Hingabe an die Armen und Bedürftigen und so viel mehr.

Getreu erfüllte sie ihr Pflicht ohne Anerkennung zu suchen, still und friedlich lebte sie, geborgen in Jesus und Maria, getreu der evangelischen Armut, erglüht in seraphischer Liebe und Seeleneifer wie der heilige Franziskus lebte sie und wünschte, dass es von allen Menschen gelebt werde. Aus dieser Treue erwuchs in Bernarda die Fröhlichkeit. Der Schöpfer aller Dinge hat ihr Gemüt als eine kostbare Gabe zur Liebe, zur Freude, zum Frieden gegeben.

In zweifachem Sinn hat Maria Bernarda ihr Herz weltweit geöffnet, als Beterin ohne Grenzen und als Gründerin in die Weite. 1905 schickte sie eine ihrer Mitschwestern nach Europa, Gaissau nahm sie auf. Sie errichtete dort einen Kindergarten, seid dem Zeitpunkt an arbeiten und sind die Schwestern in Gaissau.

Nähere Informationen unter: www.fmmh.org



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Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:32