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Seligsprechung von
Rosa Flesch
Die Feier der Seligsprechung von Mutter M. Rosa Flesch, der Gründerin der Waldbreitbacher Franziskanerinnen, findet am Sonntag, dem 4. Mai 2008 um 15.00 Uhr im Hohen Dom zu Trier statt.

In einem von Erzbischof Fernando Filoni, dem Substituten des vatikanischen Staatssekretariats, unterzeichneten Schreiben an den Trierer Bischof Dr. Reinhard Marx erteilt Papst Benedikt XVI. jetzt die Erlaubnis zu dieser ersten Seligsprechungsfeier im Trierer Dom. Als Delegat des Papstes kommt der Präfekt der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse, Kardinal José Martins Saraiva, nach Trier. Er wird die Seligsprechung im Namen von Papst Benedikt XVI. vornehmen. Hauptzelebrant der Eucharistiefeier, in der die Seligsprechung erfolgt, ist der Erzbischof von Köln, Joachim Kardinal Meisner. Mit der Seligsprechung erkennt die katholische Kirche an, dass Mutter Rosa vorbildlich aus dem Glauben gelebt und Christus in besonderer Weise nachgefolgt ist. Im Juli dieses Jahres hatte die Vatikanische Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungen den viele Jahre zurückliegenden Fall einer jungen Frau, deren Heilung aus ärztlicher Sicht nicht erklärt werden kann, als Wunder anerkannt, das auf die Fürsprache von Mutter Rosa hin geschehen sei. Bereits 2005 hatte die Kongregation die Tugendhaftigkeit der Ordensgründerin festgestellt.

Den Benachteiligten und Schwachen zu helfen, das war zeitlebens das Anliegen von Margaretha Flesch, wie die 1826 in Schönstatt-Vallendar (nahe Koblenz) geborene Gründerin der Gemeinschaft mit bürgerlichem Namen hieß. Die Geburtsstunde der Kongregation der Franziskanerinnen der allerseligsten Jungfrau Maria von den Engeln (BMVA), so der offizielle Name der Waldbreitbacher Franziskanerinnen, schlägt am 13. März 1863. In der Kreuzkapelle (im Wiedtal nahe Waldbreitbach) legen Margaretha und zwei Gefährtinnen ihre Gelübde ab und werden eingekleidet. Die junge Gemeinschaft wächst rasch und mit großer Dynamik. Die erste Filiale entsteht bereits wenige Wochen nach der Gründung in Adenau, weitere folgen.

1878, als die Amtszeit von Mutter M. Rosa als Generaloberin endet, sind in 22 Filialen bereits über 100 Schwestern tätig. Damit legt sie den Grundstein für eines der heutzutage großen Unternehmen im Gesundheits- und Sozialbereich: die Marienhaus GmbH Waldbreitbach. Die Gemeinschaft der Waldbreitbacher Franziskanerinnen zählt heute 380 Schwestern in Deutschland, den Niederlanden, den USA und in Brasilien.

Die letzten 28 Jahre ihres Lebens verbringt Mutter M. Rosa in innerer Einsamkeit und äußerer Isolation; denn die Ordensleitung stellt sie bewusst ins Abseits und versucht, die Erinnerung an sie und ihr Lebenswerk systematisch zu tilgen. – Der Prozess der Seligsprechung hat sich auch aus diesem Grunde über ein halbes Jahrhundert hingezogen.

Am 25. März 1906 stirbt Mutter M. Rosa. Es dauert Jahrzehnte, bis sich die Gemeinschaft ihrer erinnert und ihrer Gründerin die Anerkennung und Wertschätzung zukommen lässt, die dieser einfachen, klugen und besonnenen Frau gebührt. Mit der Seligsprechung erkennt die Kirche an, dass Mutter M. Rosa vorbildlich aus dem Glauben gelebt und Christus in besonderer Weise nachgefolgt ist.

Literaturhinweis:
Hans-Joachim Kracht, Leidenschaft für die Menschen. Margaretha Rosa Flesch – Leben und Wirken, Paulinus-Verlag Trier 2005, 480 S. mit 11 Fotos.

Informationen zur Seligsprechung finden Sie unter www.rosa-flesch.de. www.waldbreitbacher-franziskanerinnen.de

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Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:32