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P. Gerhard Ruf ofmconv in Assisi verstorben
Am 29. Dezember 2008 verstarb im Kloster bei der Basilika des heiligen Franziskus in Assisi Bruder Gerhard Ruf im 82. Lebensjahr.



Der gebürtige Kaiserslauterer wirkte seit nahezu 50 Jahren als Wallfahrtsseelsorger an der berühmten Pilgerstätte im italienischen Umbrien. Nach theologischen Studien in Fribourg/Schweiz und der Priesterweihe 1953 in Würzburg, arbeitete der Franziskaner-Minorit einige Jahre als Kaplan in den bayerischen Klöstern Maria Eck und Reisbach, bis er 1959 als Beichtvater an die Grabeskirche des Franz von Assisi, dem geistigen Zentrum des weltweit verbreiteten Ordens, berufen wurde.

Hier eröffnete sich dem vielseitig begabten Priester ein breites Arbeitsfeld, wobei im Mittelpunkt die theologisch-spirituelle Deutung der mittelalterlichen Freskenmalerei der Basilika stand. In Kirchenführungen wie auch gedruckten Veröffentlichungen versuchte Br. Gerhard Ruf, den Besuchern die geistliche Botschaft der Bilder zu erschließen und für das christliche Leben fruchtbar zu machen. Darüber hinaus zählten Gottesdienste und Beichtgespräche, aber auch praktisch-organisatorische Hilfen für die Besucher des deutschen Sprachraumes zu den Aufgaben des Ordensmannes.

Von 1969-2004 betreute der engagierte Seelsorger zudem die deutschsprachige Pfarrgemeinde in Florenz mit wöchentlichem Sonntagsgottesdienst.

Der Aufbau des international renommierten Fotoarchivs der San Francesco-Kirche war ein weiterer Schaffensschwerpunkt des technisch interessierten Geistlichen. In über 20.000 selbst gefertigten Fotografien erstellte Pater Ruf eine komplette Dokumentation des Innenraumes der Wallfahrtskirche, die besonders bei den Restaurierungen in Folge des schweren Erdbebens 1997 unschätzbare Dienste leistete.

Beim Gedenkgottesdienst am 31. Dezember 2008 in der Franziskus-Basilika in Assisi würdigten Diözesanbischof Domenico Sorrentino und der Generalvikar der Franziskaner-Minoriten, Br. Jerzy Norel (Rom), die Verdienste des Verstorbenen. Provinzialminister Br. Leo Beck aus Würzburg dankte im Namen der deutschen Ordensprovinz für den treuen Dienst des Verstorbenen, der vor allem seiner Pfälzer Heimat immer eng verbunden blieb. Br. Leo würdige den leidenschaftlichen Einsatz von Br. Gerhard beim Versuch den Menschen durch die Kunst den Geist des hl. Franziskus näher zu bringen.

Text: Br. Thomas Freidel ofmconv

Quelle: www.franziskaner-minoriten.de



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Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:20