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Quadriga-Verleihung an P. Eckart Höfling
Die "Quadriga" wird alljährlich am Tag der Deutschen Einheit vom Verein Werkstatt Deutschland an vier Persönlichkeiten überreicht. Die Auszeichnung, die seit fünf Jahren verliehen wird, honoriert Vorbilder aus Deutschland und Vorbilder für Deutschland.
Die vier Preisträger der "Quadriga" bekennen sich zu Vision, Mut und Verantwortung und stehen für ein Engagement, das die Dinge zum Besseren wendet.
In diesem Jahr sind es Boris Tadic, Pater Eckart Höfling, Peter Gabriel und Wikipedia.


Auszeichnung für "Heimat der Nächstenliebe"

P. Eckart Höfling, Generaldirektor des Sozialwerkes Venerável Ordem Terceira de São Francisco da Penitência wird in der Kategorie „Heimat der Nächstenliebe“ für sein Lebenswerk gewürdigt. Der Franziskanerpater schenkt seit über dreißig Jahren Jugendlichen in Rio de Janeiro eine „Heimat der Nächstenliebe“. Die Hafenschule mit Kindergarten, Ausbildungswerkstätten und Gymnasium unterrichtet und ernährt tagtäglich über 1.500 Schüler. Das moderne 500-Betten-Krankenhaus und die 4 Gemeindezentren geben 1.700 Menschen aus den Elendsvierteln Arbeit und Brot. Die Projekte des gebürtigen Unterfranken werden durch Spenden und freiwillige Arbeit zahlreicher Fördervereine in Deutschland unterstützt.

Die Laudatio für ihn hält Außenminister Frank Walter Steinmeier.

Die weiteren Preisträger

Kategorie: Mut der Beharrlichkeit
Preisträger: Boris Tadić,
Präsident der Republik Serbien, Belgrad
Laudator: Dr. Heinz Fischer,
Präsident der Republik Österreich, Wien

Kategorie: Mission der Aufklärung
Preisträger: Wikipedia,
vertreten durch Jimmy Wales, Gründer und Ehrenvorsitzender Wikimedia Foundation, San Francisco
Laudator: David Weinberger,
Autor und Fellow am Berkman Center Harvard University, Boston

Kategorie: United we Care
Preisträger: Peter Gabriel,
Künstler, Wiltshire
Laudator: Jean Asselborn,
Vize-Premierminister und Minister für Auswärtige Angelegenheiten und Einwanderung des Großherzogtums Luxemburg, Luxemburg

Bisherige Preisträger

Mit der Quadriga ausgezeichnet worden sind bereits namhafte Personen des politischen Lebens, darunter der Aga Khan, der Ministerpräsident der Republik Türkei, Recep Tayyip Erdogan, der Architekt Sir Norman Foster, der Premierminister des Großherzogtums Luxemburg Jean-Claude Juncker, der Präsident der Islamischen Republik Afghanistan Hamid Karzai, der ehemalige Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland Dr. Helmut Kohl, der Präsident der Ukraine Wiktor Juschtschenko, der Staatspräsident von Israel Shimon Peres, der ehemalige Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland Gerhard Schröder, das Magazin Der Spiegel und Königin Silvia von Schweden.

Laudatoren waren unter anderen Kurt Beck, Michail S. Gorbatschow, Joschka Fischer, Dr. José Ramos-Horta, Dr. Bernard Kouchner, Dr. Wolfgang Schäuble, Lech Walesa und Sir Peter Ustinov.

Internetseite: www.diequadriga.com

Der Verein Werkstatt Deutschland

der verein werkstatt deutschland wurde am 10. mai 1993 gegründet.
ziele und prämissen
die werkstatt ist dem prinzip aktiver community verpflichtet, die dem wohle des ganzen dient. wir fragen nicht, was der staat alles für die gesellschaft regeln muss, sondern was die bürger für ein lebendiges gemeinwesen leisten können. bürger aus ost und west, wissenschaftler und kulturschaffende, politiker, vertreter der wirtschaft und journalisten blicken gemeinsam über den tellerrand der tagespolitischen aktualität hinaus und entwickeln leitbilder für die zukunft und innovative und realitätstüchtige wege für die gegenwart. in der werkstatt deutschland geht es nicht um die verteidigung von positionen, sondern um anwaltschaft in der sache. anwaltschaft in der sache heißt die richtigen dinge tun und die dinge richtig tun.
Quelle: www.werkstatt-deutschland.net

Der Preisträger

Eckart Höfling (* 28. Oktober 1936 in Langenprozelten / Unterfranken) ist ein deutscher römisch-katholischer Geistlicher, der sich besonders für Arme in Brasilien engagiert. 1949 schloss Eckart Höfling die Handelsschule in Würzburg ab, absolvierte 1952 die Prüfung zum Justizbeamten-Anwärter und fand eine Anstellung beim Landratsamt in Karlstadt. 1957 trat Höfling in den Franziskanerorden ein, durch den er zuerst nach Eupen und zur Jahreswende 1959/1960 erstmals nach Brasilien gelangte. Nach abgelegter Hochschulreife, Philosophie- und Theologiestudium empfing Höfling am 10. Dezember 1966 die Priesterweihe durch den Würzburger Bischof Josef Stangl, um gleich darauf zwei brasilianische Pfarreien zu übernehmen. 2007 wurde Eckart Höfling für seine Arbeit mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande und 2008 mit der quadriga ausgezeichnet.

Projekte und Funktionen
1972: Direktor der Hochschule für Franziskaner-Spiritualität
1977: Aufbau des Sozialwerks in Rio de Janeiro
Dabei richtete er Sozialzentren in den Favelas Vila Ideal und Prainha ein und organisierte eine regelmäßige gesundheitliche Fürsorge für die Bewohner der Armenviertel. Maßgeblich unterstützt wurde er von Beginn an durch die gemeinnnützige Georg Ludwig Rexroth-Stiftung aus Lohr am Main, die in den vergangenen 30 Jahren mit über 2 Mio EUR für die wesentliche Grundlage der Arbeit des Franziskanerpaters in diesem Projekt sorgte.
1986: Aufbau des Sozialwerks in São Paulo
1987: Leiter des Sozialwerks des Franziskaner-Drittordens in Rio de Janeiro

Quelle: www.wikipedia.org



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Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:32