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Br. Damian Mai erhält Bundesverdienstkreuz
Aus der Hand des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann hat am Freitag, 19. Dezember 2009, Br. Damian Mai (75), Würzburg, den Verdienstorden am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland entgegengenommen.



Beim Festakt im Königssaal des Nürnberger Justizgebäudes würdigte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann vor allem die Verdienste von Br. Damian Mai um die Katholische Studierende Jugend (KSJ).
"Als Mentor und geistlicher Lehrer dieser etwa 200 Jugendlichen umfassenden Gruppe kümmerten Sie sich von Anfang an um alles: die Heimfrage für die wöchentlichen Gruppenstunden, den Transport nach den Zusammenkünften und die Möglichkeiten von Freizeiten und Ferienfahrten.“

Auch nach dem altersbedingten Ausscheiden aus dem regulären Schuldienst als Religionslehrer an Gymnasien sei Mai noch für Lehrveranstaltungen in den Fächern Philosophie und Religionslehre gefragt. Seinem Einsatz sei es zu verdanken, dass die KSJ in Nürnberg einen Stadtturm als Jugendbegegnungs- und Heimstätte ihr eigen nennt.

Darüber hinaus präge Br. Damian seit 1978 als geistlicher Beirat die Deutsche Jugendkraft (DJK) im Bistum Würzburg mit. "Zudem sind Sie sehr erfolgreich im Einwerben von Geldmitteln für die Jugendarbeit“, erklärte Herrmann in seiner Laudatio.

Mitteilung der Provinz St. Elisabeth

Br. Damian Mai wurde im Jahr 2010 des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger beschuldigt. Die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen wurden – zumeist wegen Verjährung – eingestellt. Die Ordensprovinz glaubt dennoch den Aussagen der zahlreichen Betroffenen. Br. Damian wurde sofort nach Bekanntwerden der Vorwürfe im Jahr 2010 beurlaubt und ist seitdem mit keiner seelsorglichen Aufgabe mehr betraut. In einem langwierigen Verfahren, bei dem Br. Damian gegen das gesprochene Urteil beim Vatikan Widerspruch einlegte, wurde die folgenden Strafen schließlich endgültig von der Glaubenskongregation bestätigt: Br. Damian Mai ist die öffentliche Feier der Eucharistie sowie die Spendung der Sakramente untersagt, ebenso jeglicher Kontakt mit Minderjährigen. Ein Aufenthalt im Gebiet der Diözesen Köln, Bamberg und Würzburg ist ihm verboten. Wir Brüder der Provinz St. Elisabeth bedauern, dass durch einen unserer Mitbrüder solches Unrecht geschehen konnte.

In Kenntnis dieser Verbrechen erscheint die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes vom Dezember 2009 in einem ganz anderen Licht. Wir distanzieren uns ausdrücklich von dieser Ehrung.

Als Ansprechperson für Missbrauchsbetroffene steht die Beauftragte unserer Ordensprovinz zur Verfügung: eva.hastenteufel@kanzlei-hastenteufel.de, ebenso der Provinzialminister: provinzialminister@franziskaner-minoriten.de Br. Andreas Murk, Provinzialminister

Quelle: www.franziskaner-minoriten.de



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Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 11.03.2021 20:47