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Zwei 100-Jahr-Feiern
Auf eine 100-jährige Präsenz schauen die Franziskaner in der Pfarrei „St. Bonaventura“ in Mühlen zurück.

Ihr 100-jähriges Bestehen feiert die Gemeinde „Hl. Kreuz“ in Waren / Müritz, die seit vier Jahren von Franziskanern betreut wird.


Franziskaner in Mühlen

Im Januar 1908 fasste die Provinzleitung der Sächsischen Franziskanerprovinz vom Hl. Kreuz den Beschluss, im Großherzogtum Oldenburg ein „Standkloster“ zu gründen als Basis für die Missionare im Norden Deutschlands. Als Kriterien dienten: eine ruhige Lage, eine nahegelegene Bahnstation und die Möglichkeit der Seelsorge vor Ort. Diesen Kriterien entsprach eine kleine Dorfbauernschaft.
Um das Jahr 1900 zählte Mühlen lediglich rund 750 Einwohner (heute 2300). Der Ort gehörte zur Gemeinde Steinfeld, die aber eine gute Stunde Kirchweg entfernt war. Im April 1908 wurden nach einigen Schwierigkeiten die Grundstückskaufverträge abgeschlossen. Im Juni wurde mit dem Bau eines Schuppens und des Klosters begonnen. Bereits in den Wintermonaten konnte die Inneneinrichtung des Klosters fertig gestellt werden. Der Grundstein der Kirche wurde am 19. März 1909 (Fest des hl. Josef) gelegt. Nur 9 Monate später fand am 21. Dezember 1909 die Einsegnung (Benedizierung) der neuen Kirche durch den damaligen Provinzial P. Richard Breisig statt. Konsekriert wurde das Gotteshaus am 20. Oktober 1910 durch Weihbischof Everhard Illigens aus Münster.
Ihr Patronat ist der hl. Bonaventura.

Am 1. April 1926 wurde die Klosterkirche durch das Bischöfliche Offizialat in Vechta zur Rektoratsgemeinde erhoben, am 1. April 1967 zur Pfarrei. Die Kirche wurde im Jahr 2003 grundlegend saniert. Einmalig sind in ihr die Wandbemalungen des spanischen Künstlers Xabier Egana. Das Kloster Mühlen beherbergte im Laufe seiner Geschichte stets nur eine vergleichsweise kleine Zahl von Brüdern. Heute wohnen drei Franziskaner vor Ort, die als Pfarrer und Seelsorger für die Region arbeiten.

Aus Anlass des Jubiläums ist eine Festschrift erschienen: Franziskanerkloster Mühlen (Hg.), Franziskaner. 100 Jahre in Mühlen 1908-2008, Mühlen 2008, 384 S.


Franziskaner in Waren / Müritz

Ihr 100-jähriges Jubiläum feierte die Pfarrei Hl. Kreuz in Waren an der Müritz am 1. Juni 2008 unter dem Leitmotiv: „Wir gehen nie allein. Gott geht alle Wege mit“
(Alfred Delp).

Die Diasporagemeinde wurde 2004 von den Franziskanern der Sächsischen Provinz übernommen, die mit drei Brüdern vor Ort leben und den Pfarrer stellen. Mit den Filialgemeinden „Hl. Familie“ in Malchow und „Maria Königin des Friedens“ gehören ca. 2100 Katholiken zur Gemeinde.

Die Gemeinde Waren bekam 1908 ihren ersten Pfarrer.
Nach dem I. Weltkrieg stieg die Zahl der zunächst wenigen Katholiken, so dass am 21.10.1928 der Grundstein der Kirche gelegt wurde. Am 14. September 1929 wurde sie eingeweiht. Nach dem II. Weltkrieg fanden viele Flüchtlinge und Vertriebene in Mecklenburg-Vorpommern eine neue Heimat. Auch zu Zeiten des Sozialismus wurde das Gemeindeleben u.a. durch Hauskirchenkreise gepflegt.
Die Kirche ist in den vergangenen Jahren renoviert worden und dient vor allen in den Sommermonaten den zahlreichen Touristen als Anlaufstelle.

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Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:33