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Weltkirchlicher Visionär verlässt missio
P. Hermann Schalück ofm war einer der maßgeblichen Initiatoren der INFAG. Er gehörte dem ersten INFAG-Vorstand von 1982-83 an.

In einer Pressemitteilung von missio vom 15.04.2008 heißt es:
Jahr für Jahr fördert das Internationale Katholische Missionswerk missio mehr als 2.700 Projekte in Afrika, Asien und Ozeanien. Dies geschieht in über 100 Partnerländern. Die meisten von ihnen hat Pater Dr. Hermann Schalück ofm in den zehneinhalb Jahren bereist, die er als Präsident von missio in Aachen gewirkt hat. Am 8. Mai, seinem 69. Geburtstag, wird er verabschiedet.

Als Hoffnungsträger für die weltkirchliche Arbeit in Deutschland wurde Pater Schalück Ende 1997 von vielen Beobachtern bei seiner Einführung gehandelt. Diese Erwartungen enttäuschte der gebürtige Ostwestfale nicht. Mit geistlicher Gestaltungskraft setzte Schalück kräftige Akzente in der theologischen Debatte, wie kirchliche Mission im 21. Jahrhundert aussehen kann.

Auch missio gab er dadurch ein profiliertes Gesicht. Seine Überzeugung: Nur da, wo der Glaube durch Solidarität, Nächstenliebe, Gemeinschaft gelebt wird, ist er glaubwürdig und weiß andere für sich zu begeistern. Schalück schätzt dieses lebendige Zeugnis als wesentlich wichtiger als Strukturen und Finanzen ein. Der Franziskaner trat freimütig für mehr Dialog, Partizipation und Partnerschaft beim Aufbau einer missionarischen Kirche ein, nicht zuletzt mit Laien. Dies stieß und stößt auf große Zustimmung, verschaffte ihm zugleich aber nicht nur Freunde.

Nun geht der streitbare Visionär. In den letzten Jahren fiel ihm die Aufgabe zu, eine stärkere Kooperation mit missio in München zu gestalten. Mit der Deutschen Bischofskonferenz galt es, über missionarische Herausforderungen und die Profile der kirchlichen Werke und ihre Zusammenarbeit zu diskutieren. Jetzt freut sich der Ordensmann, seine theologische und missionarische Arbeit in ruhigeren Gewässern fortzuführen.

Der Pater blickt auf ein arbeitsreiches, bewegtes Leben im Dienste des Franziskaner-Ordens zurück. Er übernahm Verantwortung, von 1991 bis 1997 sogar als Generaloberer. Damit leitete er den Orden mit seinen weltweit 19.000 Priestern und Brüdern. Im November 1997 ernannte ihn der Vatikan zum missio-Nationaldirektor sowie zum Präsidenten von missio in Aachen.

Nähere Informationen unter www.missio-aachen.de.


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Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:33