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-<div class="​linkfeld"><​a href="​http://​www.infag.de/​seiten/​doku.php/​startseite"><​span class="​letzter_link">&​nbsp;​ zur&​uuml;​ck zur &​Uuml;​bersicht&​nbsp; ​ </​span></​a></​div>​ +
-<div class="​ueberschrift_1">​Eine andere Welt ist m&​ouml;​glich</​div>​ +
-<div class="​ueberschrift_5_ohne_rand">​Auf Einladung der Missionszentrale der Franziskaner und des GFBS-B&​uuml;​ros der Franziskaner in Rom kamen Franziskanerinnen und Franziskaner zum F&​uuml;​nften Internationalen Franziskanischen Solidarit&​auml;​ts-Seminar in Belem (Brasilien) zusammen, das zehn Tage vor dem Weltsozialforum begann. <br /> +
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-Sie haben folgende Botschaft geschrieben.</​div>​ +
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-<div class="​normaler_text"><​strong><​font color="#​993300">​Botschaft des F&​uuml;​nften Internationalen Franziskanischen Solidarit&​auml;​ts-Seminars Januar 2009 &ndash; Belem do Par&​aacute;,​ brasilianisches Amazonien. </​font></​strong><​br /> +
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-<font color="#​993300">​Was haucht unserem Leben Atem ein?  </​font><​br /> +
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-<img height="​176"​ width="​310"​ src="/​seiten/​userfiles/​WeltsozialforumBelem2.gif"​ alt=""​ /><br /> +
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-Wir, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des F&​uuml;​nften Internationalen Franziskanischen Solidarit&​auml;​ts-Seminars,​ aus vier Kontinenten und f&​uuml;​nfzehn L&​auml;​ndern zusammenge-kommen,​ haben uns vom 17. Januar bis zum 1. Februar in Bel&​eacute;​m do Par&​aacute;,​ im brasilianischen Amazonien, dem Veranstaltungsort des neunten Weltsozialforums,​ versammelt. <br /> +
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-Wir haben einander die jeweilige Realit&​auml;​t unserer L&​auml;​nder vor Augen gestellt und miteinander &​uuml;​ber unser Leben als Franziskanerinnen und Franziskaner nachgedacht. Aus dieser Erfahrung richten wir unser Wort an Euch alle. <br /> +
-Was haucht unserem Leben Atem ein angesichts der gigantischen Probleme, denen wir uns im heutigen lokalen und globalen Kontext ausgeliefert sehen? <br /> +
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-Wir haben erfahren, dass die Vernetzung, die dieses Seminar m&​ouml;​glich gemacht hat, ein entscheidendes und wirksames Instrument ist, aus Isolation und L&​auml;​hmung herauszufinden,​ aufzustehen,​ als selbstbestimmte,​ verantwortungsvolle Personen nachzudenken und f&​uuml;​r einen tief greifenden Wandel zu arbeiten, den uns der Schrei der Erde und der Schrei der Armen abverlangen. Das kapitalistische System in seiner neoliberalen Gestalt bewegt sich immer weiter auf eine tiefe strukturelle Krise zu. Wir sind Zeuginnen und Zeugen einer Zivilisationskrise,​ die sich in der Finanz- und Wirtschaftskrise,​ in der Umweltkrise,​ in der Ern&​auml;​hrungskrise und in der Energiekrise niederschl&​auml;​gt und das &​Uuml;​berleben des Menschengeschlechts bedroht.<​br /> +
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-Best&​auml;​rkt f&​uuml;​hlen wir uns durch die neuen Handlungsmodelle,​ die in der Welt, besonders aber in Lateinamerika erfahrbar werden. Sie sind f&​uuml;​r uns Signale der Hoffnung, die dazu ermutigen, uns an der Seite der Armen, zur Verteidigung des Lebens, f&​uuml;​r Frieden und Sch&​ouml;​pfungsgerechtigkeit zu engagieren. In der Krise werden auch Chancen erkennbar: <br /> +
-&​middot;​ Neue,​ vom einfachen Volk gest&​uuml;​tzte Regierungen kommen in verschiedenen L&​auml;​ndern Lateinamerikas ins Amt; <br /> +
-&​middot;​ Neue Prozesse wirtschaftlicher Integration,​ die von Solidarit&​auml;​t und Gleichrangigkeit gepr&​auml;​gt sind, werden in Gang gesetzt; <br /> +
-&​middot;​ Die indigenen und afro-st&​auml;​mmigen V&​ouml;​lker mit ihren alten Traditionen organisieren sich und bieten uns aus ihrer Weltsicht alternative Modelle f&​uuml;​r Zivilisation und Weltverst&​auml;​ndnis an, wenn sie uns daran erinnern, dass wir nicht das Zentrum, sondern Teil des Universums sind; <br /> +
-&​middot;​ Die globale Bewegung, die sich daf&​uuml;​r einsetzt, dass eine andere Welt m&​ouml;​glich ist, erf&​auml;​hrt immer mehr Schubkraft.<​br /> +
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-Diese Chancen best&​auml;​rken uns in der &​Uuml;​berzeugung,​ dass es sehr wohl nachhaltige und realisierbare Alternativen gibt, an denen sich oftmals auch Franziskanerinnen und Franziskaner beteiligen. ​ Wir haben uns lebhaft daran erinnert, dass vor f&​uuml;​nfzig Jahren Papst Johannes XXIII. mit seiner Idee einer Kirche der Armen das Zweite Vatikanische Konzil einberief. In Verbindung damit haben wir zugleich die 800 Jahre &​bdquo;​franzisklarianischer&​ldquo;​ Bewegung gefeiert, die uns zum Projekt eines solidarischen Lebens ermutigt. <br /> +
-Wir verpflichten uns, diesen Geist von Wandel und Erneuerung mit noch st&​auml;​rkerer &​Uuml;​berzeugungskraft wieder zu beleben. Wir sind fest davon &​uuml;​berzeugt,​ dass das &​bdquo;​franzisklarianische&​ldquo;​ Charisma als prophetische Lebensweise heute mehr denn je Gottes lebenswichtiges Geschenk f&​uuml;​r unsere Zeit darstellt. Wir stellen fest, dass diese Mystik sich an vielen Orten der Welt mit anderen Einsatzkr&​auml;​ften f&​uuml;​r das Leben zusammenschlie&​szlig;​t und so zu einem deutlichen Zeichen daf&​uuml;​r wird, dass Neues entsteht. <br /> +
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-Dieses Zeichen der Zeit verlangt, dass wir uns immer st&​auml;​rker,​ kreativer, zeitgem&​auml;&​szlig;​er und beharrlicher miteinander verb&​uuml;​nden,​ auch erkennbar in Treffen und gemeinsamem Tun, das von den lokalen, regionalen, nationalen und globalen N&​ouml;​ten und Herausforderungen bestimmt ist. Ohne Messias- oder F&​uuml;​hrungs-Anspruch wollen wir mit gesellschaftlichen Bewegungen, Organisationen,​ anderen Kirchen und Religionen B&​uuml;​ndnisse schmieden, um unsere Kr&​auml;​fte zugunsten des Reiches Gottes einzusetzen,​ das bereits unter uns ist (Lk 11,20). <br /> +
-&​bdquo;​Seht her, nun mache ich etwas Neues. Schon kommt es zum Vorschein, merkt ihr es nicht?&​ldquo;​ (Jes 43, 19) <br /> +
-&​bdquo;​Alle sollen aufstehen, niemand soll zur&​uuml;​ckbleiben!&​ldquo;​ (aus Popol Vuh, dem Heiligen Buch des Maya-Volkes) <br /> +
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-Pace e bene!  <br /> +
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-<font color="#​993300">​Zur Geschichte des Weltsozialforums </​font><​br /> +
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-Im Jahr 2000 fand das erste Weltsozialforum im brasilianischen Porto Alegre statt. Es war gedacht als eine Alternativveranstaltung zum j&​auml;​hrlichen Weltwirtschaftsforum in Davos. Dort treffen sich die Reichen und M&​auml;​chtigen,​ im Weltsozialforum die Bewegungen der Zivilgesellschaft,​ die den Armen und Verlierern eine Stimme verleihen wollen im gro&​szlig;​en Diskurs um die Zukunft der Welt. <br /> +
-&​quot;​Eine andere Welt ist m&​ouml;​glich&​quot;​ ist die Hoffnungsbotschaft,​ die seitdem allj&​auml;​hrlich formuliert und allen kundgetan wird.<br /> +
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-Auf Initiative der Missionszentrale der Franziskaner in Bonn war die Franziskanische Familie von Anfang an mit dabei. Ihr Anliegen war, die franziskanische Option f&​uuml;​r die Armen als spirituellen Impuls einzubringen und sich mit den sozialen und &​ouml;​kologischen Bewegungen zu verb&​uuml;​nden. <br /> +
-Wie Franziskus seine Berufung entdeckt hat in der Begegnung mit einem Leprosen, so k&​ouml;​nnen auch wir Nachfolger des Poverello unsere Identit&​auml;​t nur finden in der N&​auml;​he zu den Armen heute.</​div>​ +
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-<div class="​linkfeld"><​font size="​1"><​font color="#​993300"><​a href="​http://​www.infag.de/​seiten/​doku.php/​startseite">&​nbsp;​ zur&​uuml;​ck zur &​Uuml;​bersicht&​nbsp;&​nbsp;</​a><​a href="#​anfang"><​span class="​letzter_link">&​nbsp;​ Seitenbeginn &​nbsp;</​span></​a></​font></​font></​div></​html>​+
Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:33