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Bruder-Konrad-Jahr 2009
In der Stiftspfarrkirche zu Altötting findet eine Bruder-Konrad-Ausstellung statt. Das dreitägige Fest (Triduum) zu Ehren des Heiligen wird vom 17. bis 19. April 2009 gefeiert. Den Sterbetag begehen die Kapuziner am 21. April 2009.

Zur Einweihungsfeier des Konradklosters und zum Jubiläum der Heiligsprechung hat Bischof Wilhelm Schraml für Sonntag, 17. Mai 2009, sein Kommen zugesagt.

Auf dem Venushof in Parzham, dem Geburtsort von Bruder Konrad, wird der Bischof am 20. Mai 2009 einen Pontifikalgottesdienst zelebrieren.


Konrad von Parzham

Gelebt hat Bruder Konrad Birndorfer OFMCap vom 22. Dezember 1818 bis 21. April 1894, davon 41 Jahre lang als Klosterpförtner. Die Heiligsprechung erfolgte im Widerspruch zum Nationalsozialismus. Wie sehr der heilige Bruder Konrad als Kontrastprogramm zur Nazi-Ideologie verstanden werden sollte, wird deutlich in den Worten des damaligen Kardinalstaatssekretärs Eugenio Pacelli. Der spätere Papst Pius XII. sagte Pfingsten 1934: „Glücklich das Bayerland, glücklich das Deutschland, dem in schwerer, von düsteren Wolken überschatteter Zeit ein neuer Fürbitter an Gottes Thron entsteht. Ein neues Vorbild christlichen Lebens in einer Zeit, wo laute und aufdringliche Diesseitspropheten versuchen, den Völkern die trügerische Fata Morgana einer Zukunft zu zeigen, die ihr Glück und ihre Größe nicht in Christus, sondern fern von ihm und gegen ihn suchen und finden soll…“ (wf)

Broschüre: »entdecke - Bruder Konrad von Parzham«

Zum 75. Jubiläum der Heiligsprechung von Bruder Konrad von Parzham hat das Schulreferat der Diözese Passau eine 20-seitige Broschüre über das Wirken des Kapuzinermönchs, der aus Parzham stammt und über 41 Jahre in Altötting lebte, herausgebracht. »entdecke - Bruder Konrad von Parzham« haben Anita Hofbauer, Martina Stadlberger und Dionys Asenkerschbaumer ihr neues Lese- und Aufgabenheft für junge Besucher auf dem Bruder-Konrad-Hof betitelt. Am Dienstag, 10. März, stellten sie, zusammen mit dem Ordinariatsrat Konrad Bürgermeister, dem Passauer Bischof, Wilhelm Schraml, das Heft vor. Kinder, Jugendliche und Familien sollen Parzham, die Heimat des Heiligen Bruder Konrad, sein Geburtshaus und die Arbeit auf dem Bauernhof kennen lernen. „So kann der Bruder-Konrad-Hof zu einem Ort der persönlichen Begegnung mit einem Heiligen werden“, wünscht Ordinariatsrat Bürgermeister. Das Werk ist im Buchhandel und im Domladen der Diözese Passau für drei Euro erhältlich. Schulklassen zahlen bei Sammelbestellung einen Euro.

Broschüre »Bruder Konrad. Das Leben eines Heiligen«

Eine weitere, 48-seitige Broschüre über Konrad von Parzham mit dem Titel »Bruder Konrad. Das Leben eines Heiligen« wurde von der Provinz der bayerischen Kapuziner herausgegeben. Autor ist P. Karl Kleiner, von dem sowohl der Text als auch die meisten Fotos in dem stammen. Zu finden sind darin aber auch die bekannten historischen Aufnahmen von der Sterbezelle und vom Totenbett des Heiligen, sowie der Aquarellzyklus von Rosemary Dorner-Weise über das Leben des Bruders Konrad.
Das Büchlein kann bei Brigitte Weinmann im Provinzialat der Bayerischen Kapuziner angefordert werden.
Bestelladresse: Kapuzinerstraße 34, 80469 München Tel.: 089 278 271 0, Fax: 089 278 271 33 eMail: provinzialat.muenchen@kapuziner.org

Quelle: www.orden-online.de

Konrad von Parzham

Konrad von Parzham, eigentl. Konrad Birndorfer OFMCap,
(* 22. Dez. 1818 Parzham; † 21. April 1894 Altötting), bayerischer Kapuziner-Laienbruder, Heiliger.

Bruder Konrad wurde 1818 als 11. Kind der Bauerseheleute Bartholomäus und Gertraud Birndorfer auf dem Venushof zu Parzham (heute zu Griesbach, Niederbayern) geboren und noch am gleichen Tag in der Wallfahrtskirche St. Wolfgang bei Weng auf den Namen des Evangelisten Johannes getauft. 1841 als Br. Franziskus in den Dritten Orden des heiligen Franziskus zu Altötting eingetreten, legte er 1842 die Profess im Dritten Orden ab. 1849 wurde er als Brüderkandidat in das Kapuzinerkloster St.-Anna zu Altötting aufgenommen. 1851 begann er in Laufen (an der Salzach) das Noviziat und legte 1852 ebd. die Profess auf Lebenszeit ab. Noch im selben Jahr als Pförtner in das Kloster St. Anna nach Altötting versetzt, versah er diesen Dienst mehr als 40 Jahre, bis kurz vor seinem Tod 1894.

Bruder Konrad galt als tieffrommer Mann, der sein Lebensmotto mit »Das Kreuz ist mein Buch« zusammenfasste. Von den Wallfahrern geliebt und verehrt, verbreitete sich sein Ruf weit über die Grenzen Bayerns hinaus. Er starb am 21. April 1894 im Ruf der Heiligkeit. Papst Pius XI. sprach Bruder Konrad am Dreifaltigkeitssonntag 1930 selig und am Pfingstsonntag 1934 (20. Mai) heilig. Seine in Silber gefassten Reliquien ruhen in der Klosterkirche St. Konrad in Altötting unter dem Altar. Konrad von Parzham ist Patron der bayrischen und der ungarischen Kapuzinerprovinz und der Diözese Passau.

Quelle: www.orden-online.de/wissen



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Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:33