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-<div class="​linkfeld"><​a href="​http://​www.infag.de/​seiten/​doku.php/​startseite"><​span class="​letzter_link">&​nbsp;​ zur&​uuml;​ck zur &​Uuml;​bersicht&​nbsp; ​ </​span></​a></​div>​ +
-<div class="​ueberschrift_1">​Kapuziner geben Niederlassung in Eichst&​auml;​tt auf</​div>​ +
-<div class="​ueberschrift_5_ohne_rand">​Nach Augsburg nun Eichst&​auml;​tt. <br /> +
-Zum 01. Januar 2010 schlie&​szlig;​en die bayerischen Kapuziner ihr Kloster in Eichst&​auml;​tt. Zwei der derzeitig vier Br&​uuml;​der sind bereits nach Alt&​ouml;​tting umgezogen.</​div>​ +
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-Zwei Zeitungsartikel geben die derzeitige Situation wieder:<​br /> +
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-Eichst&​auml;​tt (EK) Es war ein Abgang auf Raten, jetzt steht fest: das Kapuzinerkloster in Eichst&​auml;​tt wird aufgel&​ouml;​st. In den Gottesdiensten in der Klosterkirche wurde es zuerst bekannt gegeben. Gestern folgte dann die schriftliche Mitteilung. Fast 400 Jahre Ordensgeschichte gehen zu Ende.  <br /> +
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-Die Mannschaft ist schon arg geschrumpft:​ nur noch zwei von einstmals bis zu 30 Ordensbr&​uuml;​dern wohnen momentan noch im Kloster in Eichst&​auml;​tt. Erst vor einer Woche waren Pater Edwin und Bruder Martin umgezogen, nach Alt&​ouml;​tting. Im Januar 2010 packt auch Pater Ludwig W&​ouml;​rle seine Koffer. Lediglich Pater Guido Kreppold will in Eichst&​auml;​tt bleiben. Schon jetzt wohnt er in der ehemaligen Hausmeisterwohnung,​ die nach seinen Aussagen &​quot;​nicht Teil des Klosters ist&​quot;​. Pater Guido hat bereits in Augsburg eine Klosterschlie&​szlig;​ung miterlebt. &​quot;​Es war nicht leicht, das alles aufzugeben&​quot;,​ erz&​auml;​hlte er im Gespr&​auml;​ch mit dem EICHST&​Auml;​TTER KURIER. Jetzt erlebt er die n&​auml;​chste. <br /> +
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-Den Orden plagen Nachwuchssorgen. In gut 50 Jahren ging die Zahl der bayerischen Kapuziner von 569 auf 69 zur&​uuml;​ck. Nur acht von ihnen sind j&​uuml;​nger als 50 Jahre. Pater Josef Mittermaier,​ Provinzial in M&​uuml;​nchen spricht von einer &​quot;​ungeheuer schnell absteigenden Personalentwicklung.&​quot;​ Orden in Europa und Nordamerika m&​uuml;​ssten sich &​quot;​mit diesem dramatischen Schwund an Mitgliedern&​quot;​ auseinandersetzen. F&​uuml;​r ihn gibt daf&​uuml;​r &​quot;​wohl viele Gr&​uuml;​nde&​quot;,​ doch letztlich, so der Ordensbruder bliebe &​quot;​es ein Geheimnis&​quot;​. <br /> +
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-Pater Guido Kreppold spricht von einem &​quot;​Elend,​ weil wir der modernen S&​auml;​kularisation ausgesetzt sind&​quot;​. Der Orden habe nicht mehr die Kraft dem entgegen zu wirken. Doch den Kopf in den Sand steckt der Diplom-Psychologe noch lange nicht. Kreppold will in Eichst&​auml;​tt &​quot;​seelsorgerliche und therapeutische Angebote zur Verf&​uuml;​gung stellen&​quot;,​ wie es in der Stellungnahme der bayerischen Kapuziner hei&​szlig;​t. Bereits in Augsburg war er auf diesem Gebiet t&​auml;​tig. Nach eigenen Angaben nutzten viele &​quot;​kirchenfremde Leute&​quot;​ das &​quot;​seelsorgliche,​ heilende Gespr&​auml;​ch&​quot;​ mit ihm. K&​uuml;​nftig wird er wohl der einzige Kapuziner auf weiter Flur bleiben. Das Klosterleben l&​auml;​uft seit dem Wegzug Edwins und Martins ohnehin schon auf Sparflamme. Nach au&​szlig;​en hin wird dies auch zu sp&​uuml;​ren sein: die Gottesdienst- und Beichtzeiten werden eingeschr&​auml;​nkt. Pater Mittermaier verweist in diesem Zusammenhang die Gl&​auml;​ubigen,​ die ihre S&​uuml;​nden bekennen wollen, an andere Kirchen in Eichst&​auml;​tt. <br /> +
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-Neu geregelt werden muss auch die Krankenhausseelsorge. Bisher &​uuml;​bernahmen die Kapuziner diese Aufgabe in der direkt benachbarten Klinik. Laut Bistums-Pressesprecher Norbert Staudt k&​uuml;​mmere sich die Di&​ouml;​zese derzeit um eine Nachfolgereglung. Die Zukunft des seelsorglichen Angebots in der Kapuzinerkirche wird ebenfalls noch diskutiert. Entschieden ist hingegen schon, was mit dem gro&​szlig;​en Klosterkomplex geschieht. Schon jetzt sind B&​uuml;​ros der Universit&​auml;​t in den R&​auml;​umen angesiedelt. Weitere sollen folgen. Ab 2010 wollen die Bayerischen Kapuziner dann das ganze Haus vermieten. Den bisherigen Angestellten der Kapuziner, die in K&​uuml;​che,​ W&​auml;​scherei und der Hauspflege t&​auml;​tig waren, wurde bereits gek&​uuml;​ndigt. ​ <br /> +
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-Andrea Franzetti. donaukurier.de,​ 05. Oktober 2009  <br /> +
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-<img height="​267"​ width="​400"​ alt=""​ src="/​seiten/​userfiles/​Eichst&​auml;​tt2.gif"​ /><br /> +
-<font size="​1">​Das Beichtzimmer bleibt leer. Pater Edwins ist nach Alt&​ouml;​tting gezogen, sein Mantel h&​auml;​ngt noch am Beichtstuhl. ​   </​font><​br /> +
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-Eichst&​auml;​tt (EK) &​quot;​Eichst&​auml;​tt k&​auml;​mpft um seine Kapuziner.&​quot;​ <br /> +
-So lautete im August 1982 eine Schlagzeile im EICHST&​Auml;​TTER KURIER. Damals ging es um die beiden in j&​uuml;​ngster Zeit wohl ber&​uuml;​hmtesten Ordensm&​auml;​nner Pater Dr. Marinus Mayer und &​quot;​Hampererfrater&​quot;​ Egdon Lehrmann. Sie sollten versetzt werden. Der Aufstand der Eichst&​auml;​tter und Petitionen an die Ordensleitung aus dem Rathaus n&​uuml;​tzten nichts. Die beliebten Seelsorger mussten fort.  <br /> +
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-Pater Guardian Ludwig, befragt nach der Wirkung so eines Protests in der aktuellen Situation, sagt: &​quot;​Wenn sie mir 30 M&​auml;​nner schicken, die in den Orden eintreten, bleiben wir.&​quot;​ Das ist das Problem im 386. Jahr, seit die Kapuziner in Eichst&​auml;​tt einzogen: Es gibt fast keine Kapuziner mehr. Da hilft den Eichst&​auml;​ttern auch nicht das so ber&​uuml;​hmte und viel verehrte heilige Grab und auch nicht, dass die Niederlassung Studienkloster ist. 1979 z&​auml;​hlte das Eichst&​auml;​tter M&​ouml;​nchhaus vier Patres, f&​uuml;​nf Br&​uuml;​der und sechs Kapuzinerstudenten;​ 1984 waren 17 Zellen belegt. ​ <br /> +
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-<font color="#​993300">​1623 Gr&​uuml;​ndung ​ </​font><​br /> +
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-Der Orden des heiligen Franziskus von Assisi wurde 1209 gegr&​uuml;​ndet. Erst 1574 wurde den M&​ouml;​nchen eine Ausbreitung au&​szlig;​erhalb Italiens erlaubt. So kam es 1623 zur Gr&​uuml;​ndung das Klosters Eichst&​auml;​tt. Wie Alfons Sprinkart in der Brosch&​uuml;​re &​quot;​Das Kapuzinerkloster Eichst&​auml;​tt 1623 bis 1988&​quot;​ schreibt, lie&​szlig;​en sie sich beim Schottenkloster,​ bei den Benediktiner aus Irland also, nieder. Diese hatten 1166 die getreue Nachbildung des heiligen Grabens in Jerusalem errichtet. Die Schottenm&​ouml;​nche verlie&​szlig;​en Eichst&​auml;​tt,​ die Kirche musste 1611 wegen Bauf&​auml;​lligkeit geschlossen werden. ​ Die Kapuziner kamen mit 30 M&​auml;​nnern und bauten die Kirche um das heilige Grab neu. Am 12. Oktober 1625 wurde sie eingeweiht. Die M&​ouml;​nche lebten von Woll- und Buttersammlungen und anderen Almosen und wurden vom Bischof unterst&​uuml;​tzt. Sie verpflichteten sich, im Dom Beichtgelegenheit anzubieten; ein Pater war in der Pfarrkirche als Prediger angestellt. Allein in den Jahren 1668 bis 1723 wurden von den Kapuzinern 521 900 Beichten geh&​ouml;​rt. Auch in unserer Zeit ist die Heilig-Kreuz-Kirche beliebte Beichtkirche. Wie viele Sorgen, N&​ouml;​te und S&​uuml;​nden wurden in den Beichtstuhl und das Beichtzimmer getragen und wie oft wurde den Menschen Trost gespendet? ​ <br /> +
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-Die Bayerische Kapuzinerprovinz war 1668 selbstst&​auml;​ndig geworden und bekam so viel Zulauf, dass 1711 eine Teilung vorgenommen werden musste: Die Fr&​auml;​nkische Provinz wurde gegr&​uuml;​ndet. Die Franken w&​uuml;​nschten Eichst&​auml;​tt in ihre Provinz einzugliedern,​ doch Eichst&​auml;​tt wehrte sich vehement und bekam Unterst&​uuml;​tzung von F&​uuml;​rstbischof Johann Anton, der betonte: &​quot;​Ich werde Eichst&​auml;​tt nur den bayerischen Kapuzinern &​uuml;​berlassen.&​quot; ​ 1802/1803 kam die S&​auml;​kularisation mit der Enteignung der Kirchenstaaten und der Aufl&​ouml;​sung der Kl&​ouml;​ster. Das Eichst&​auml;​tter Kapuzinerkloster konnte zun&​auml;​chst bestehen bleiben; als aber Eichst&​auml;​tt 1806 an die bayerische Krone fiel, wurde es zusammen mit Berching aufgel&​ouml;​st und zum Aussterben verurteilt. Jedoch: 1826 erlaubte K&​ouml;​nig Ludwig I. wieder die Aufnahme von Novizen. Allm&​auml;​hlich bekam der Orden Zulauf. In Eichst&​auml;​tt wurde in Laufe der Jahre auch in baulicher Hinsicht investiert und das Kloster zum Studienkloster der Bayerischen Provinz erkl&​auml;​rt.<​br /> +
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-Kapuziner in der dunkelbraunen Kutte mit dem wei&​szlig;​en Strick um den Bauch, geh&​ouml;​rten zum Bild in der Stadt und den D&​ouml;​rfern. Sie verschlossen sich nicht in den Zellen und hatten auch G&​auml;​ste in den Klostermauern. Es k&​ouml;​nnen nur einige Punkte erw&​auml;​hnt werden, wie etwa der enge Kontakt zu den lustigen Leuten vom B&​ouml;​sen-Buben-Club,​ die oft in der Kapuzinerkirche festlich sangen, zur Josefi-Vereinigung,​ die bei den Kapuzinern ihr Patrozinium beging, und zu den vielen Gl&​auml;​ubigen,​ die gerne die Sonntagsmesse bei den Kapuzinern besuchten. Erw&​auml;​hnt werden muss auch der Dritte Orden mit seinen vielen, vielen betenden Laien-Mitgliedern. ​ <br /> +
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-<font color="#​993300">​Walzer in Kutte  </​font><​br /> +
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-Das waren Sternstunden,​ die den Kapuzinern unheimliche Sympathien eintrugen, wenn zum Beispiel ein Pater Marinus in seiner etwas abgeschabten Kutte beim Ball der Handwerker einen flotten Walzer mit einer B&​auml;​ckereiverk&​auml;​uferin aufs Parkett legte! Oder wenn Pater Rigobert in der Redaktion die Gottesdienstordnung abgab und dann mit seinem Radl &​uuml;​ber den Marktplatz und die Ostenstra&​szlig;​e hinausfetzte. ​ Das Kloster Eichst&​auml;​tt beherbergte wahrlich gro&​szlig;​e Kapuziner. Pater Gallus Hiller (gestorben am 28. Oktober 1951) war mit &​uuml;​beraus gro&​szlig;​em Humor gesegnet. Er war Krankenhausseelsorger,​ von dem der Chefarzt sagte: &​quot;​Ich behandle die Leute mit Spritzen, sie heilen mit Witzen.&​quot;​ Der Geistliche machte t&​auml;​uschend echt Hundegebell und Lokomotivenpfiffe nach und spielte Kasperltheater. ​ <br /> +
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-<font color="#​993300">​Selbst gedrehte Zigaretten ​ </​font><​br /> +
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-Der schon erw&​auml;​hnte Pater Marinus Mayer (gestorben am 27. Dezember 1986) war gelernter B&​auml;​cker,​ setzte sich auf den Hosenboden und &​quot;​b&​uuml;​ffelte&​quot;​ sich bis zum Doktor des Kirchlichen Rechts hoch. Er blieb auch als Akademiker der liebenswerte Pater, den in Eichst&​auml;​tt alle kannten und verehrten. Nat&​uuml;​rlich zog es ihn oft in die Backstuben zu den B&​auml;​ckern und &​uuml;​berhaupt zu den Handwerkern. In seiner Zeit bl&​uuml;​hte die Franziskanische Werkjugend auf. Pater Marinus rauchte hie und da eine seiner selbst gedrehten Zigaretten, und man sah es ihm an, dass er Gott zuerst um Verzeihung bat, ehe er seine Zigarettendrehmaschine in Aktion setzte. Ein Markenzeichen des Geistlichen war seine lederne &​quot;​Rockerjacke&​quot;,​ die er zum Mopedfahren anzog. Wenige Jahre vor seinem Tod wurde er nach M&​uuml;​nchen versetzt, blieb aber im Herzen den Eichst&​auml;​ttern treu.  <br /> +
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-Allein seit dem Jahr 1900 sind vier Kapuzinerbisch&​ouml;​fe zu erw&​auml;​hnen,​ die in Eichst&​auml;​tt lebten. Diese sind: Bischof Guido Beck, Apostolischer Vikar von Araukanien (Chile), dann Bischof Franz Josef Maximilian Vald&​eacute;​s-Subercaseaux,​ ferner Bischof Simeon Kokov, Apostolischer Vikar von Sofia und Plovdis sowie Bischof Sixtus Parzinger, Apostolischer Vikar von Araukanien. ​ <br /> +
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-<font color="#​993300">​Priester mit 70  </​font><​br /> +
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-1886 wurde im Eichst&​auml;​tter Dom der Kapuziner Sebastian Englert zum Priester geweiht. Er stammte aus der Familie des Direktors am Eichst&​auml;​tter Humanistischen Gymnasium, Dr. Sebastian Englert, aus der 17 Kinder hervorgingen. Nach dem Tod seiner Frau studierte Englert Theologie und wurde an seinem 70. Geburtstag mit Erlaubnis aus Rom zum Priester geweiht. Das vierte der Englert-Kinder war Pater Sebastian, der in die Kapuzinermission zu den Mapuche-Indianern S&​uuml;​damerikas ging. Gro&​szlig;​e Verdienste hat er sich als Sprachforscher,​ beim Aufschreiben der Sagen und Legenden der Indianer und um den Erhalt der riesigen Steinfiguren der Osterinseln erworben. Eine seiner Schwestern war Benediktinerin auf der Fraueninsel im Chiemsee; Schwester Eustochium starb im 100. Lebensjahr am 7. M&​auml;​rz 2006.  Bekannt war nat&​uuml;​rlich in Eichst&​auml;​tt Pater Chrysostomus Hutter, der Bruder des langj&​auml;​hrigen Oberb&​uuml;​rgermeisters Dr. Hans Hutter. Er war Guardian und Krankenhausseelsorger und wurde im August 1979 nach Kempten versetzt. Gestorben ist er am 28. Februar 1998.<br /> +
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-<font color="#​993300">​Mahlzeit und Trost  </​font><​br /> +
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-Unvergessen ist Bruder Egdon Lehrmann, der sich um die Obdachlosen k&​uuml;​mmerte,​ ihnen zu Essen gab und f&​uuml;​r ein einfaches Nachtlager sorgte. Geduldig h&​ouml;​rte er sich ihre Sorgen an und spendete Trost. 40 Jahre war er Eichst&​auml;​tter Pf&​ouml;​rtner und einer der bekanntesten Almosenbettler f&​uuml;​r das Kloster. Er musste Eichst&​auml;​tt verlassen, wurde nach Aschaffenburg versetzt, und ist am 1. Juni 1996 in M&​uuml;​nchen Nymphenburg gestorben. ​ Die Kapuziner waren in den Orten weit um Eichst&​auml;​tt bestens bekannt: Sie haben jedes Jahr, meist im Herbst, um Lebensmittel gebettelt. Walli Spreng aus Wolkertshofen erz&​auml;​hlte:​ &​quot;​Wir haben uns gefreut, wenn die Kapuziner gekommen sind. Sie waren angesehen und jeder hat ihnen gern etwas gegeben.&​quot;​ Die Fratres haben ihre Bauernh&​ouml;​fe gekannt, wo sie besonders reich beschenkt wurden. Sie plauderten mit den Leuten, haben gebetet, den Segen erteilt und ein Bildchen zur&​uuml;​ckgelassen. Zu den Gaben geh&​ouml;​rten unter anderem Butter, Fleisch, &quot;a Gs&​ouml;​ichts&​quot;​ (Geselchtes),​ Schmalz, Eier, Brot und Kraut. Oft kam so viel zusammen, dass es der Kapuziner nicht mehr tragen konnte. Dann haben das Sammelgut entweder der &​quot;​Pfaffel&​quot;​ oder der &​quot;​Picklwollner&​quot;​ &ndash; so die Hausnamen &ndash; nach Eichst&​auml;​tt gefahren. ​ Besondere Gaben bekamen die Klosterbr&​uuml;​der im Kindinger Hopfenanbaugebiet:​ Einen Sack voll der goldenen Dolden von den Hopfenbauern. Sie wurden nach Eichst&​auml;​tt zur Brauerei Hofm&​uuml;​hl gebracht. Daf&​uuml;​r bekamen die Kapuziner Bier. Noch in den 1970er Jahren sind die Ordensm&​auml;​nner zum Sammeln in die D&​ouml;​rfer gegangen. ​ Mitte der 1980er Jahre wurden in Bayern die Kapuzinerkl&​ouml;​ster Birnbaum bei Aichach und Mindelheim geschlossen. Damals wurden die Neubaupl&​auml;​ne f&​uuml;​r das Eichst&​auml;​tter Kloster bekannt, und der EICHST&​Auml;​TTER KURIER titelte froh: &​quot;​Kapuziner bleiben der Domstadt erhalten.&​quot;​ Das ist etwa ein Vierteljahrhundert her. Jetzt gehen sie doch und die Stadt wird &​auml;​rmer &ndash; wenn nicht bis Weihnachten ein Wunder geschieht. ​ <br /> +
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-Von Josef Ettle, Donaukurier 16. Oktober 2009  <br /> +
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-Quelle: <a href="​http://​www.kapuziner.de/​rwprov/​meldungen/​20091016.php?​navid=3">​www.kapuziner.de </​a></​div>​ +
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-<div class="​linkfeld"><​font size="​1"><​font color="#​993300"><​a href="​http://​www.infag.de/​seiten/​doku.php/​startseite">&​nbsp;​ zur&​uuml;​ck zur &​Uuml;​bersicht&​nbsp;&​nbsp;</​a><​a href="#​anfang"><​span class="​letzter_link">&​nbsp;​ Seitenbeginn &​nbsp;</​span></​a></​font></​font></​div></​html>​+
Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:33