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-<div class="​ueberschrift_1">​Monopoly als Spiegelbild unserer Wirtschafts(un)ordnung</​div>​ +
-<div class="​ueberschrift_5_ohne_rand">&​bdquo;​Das Spiel ist unterhaltend und anregend... Am Ende gewinnt der reichste Spieler.&​ldquo;​ &ndash; &​bdquo;​Wenn ein Spieler auf ein verkauftes Grundst&​uuml;​ck kommt, zieht der Eigent&​uuml;​mer Miete von ihm ein.&​ldquo;​ &ndash; &​bdquo;​Es ist von Vorteil, die Besitzrechtskarten f&​uuml;​r alle Grundst&​uuml;​cke einer Farbengruppe zu haben, weil der Besitzer dann die doppelte Miete verlangen kann.&​ldquo;​ &ndash; Die Bank verleiht Geld nur gegen Hypotheken-Sicherheit. Die Spieler d&​uuml;​rfen Geld oder Besitz nicht voneinander borgen.&​ldquo;​ Und das Beste: &​bdquo;​Die Bank geht niemals Bankrott.&​ldquo;</​div>​ +
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-So lauten einige der Spielregeln von <font color="#​993300">&​bdquo;​Monopoly&​ldquo;</​font>​. Wenn die Situation nicht so ernst w&​auml;​re,​ w&​uuml;​rden wir dar&​uuml;​ber l&​auml;​cheln. Erschreckend realistisch und doch von der Realit&​auml;​t noch &​uuml;​bertroffen. Etliche Banken (insbesondere in den USA) sind bankrott gegangen. Was mit der Pleite der Lehmans Brother vor gut einem Jahr begann, war alles andere als ein Spiel. Die verbrannten Milliarden (nach Sch&​auml;​tzungen des Internationalen W&​auml;​hrungsfonds bereits zu Beginn der Krise &​uuml;​ber 500 Milliarden Euro) stehen f&​uuml;​r die konkrete Wirtschaft, f&​uuml;​r Arbeitspl&​auml;​tze und L&​ouml;​hne,​ f&​uuml;​r das Erarbeitete und Ersparte von Familien, f&​uuml;​r den Erwerb von Grundnahrungsmitteln. Die Zeche zahlen nicht Banker und B&​ouml;​rsenspekulanten,​ sondern wir B&​uuml;​rger und alle Nachkommen, deren Lebensqualit&​auml;​t &​uuml;​ber Jahre durch zus&​auml;​tzliche Staatsschulden beeintr&​auml;​chtigt ist. Statt der geplanten 6 Milliarden muss der Staat 100 Milliarden Euro neue Schulden machen. Monopoly ist das Spiegelbild unserer Wirtschafts(un)ordnung,​ eines Systems, dass durch den unmoralischen Umgang mit Kapital ganze L&​auml;​nder in den Abgrund rei&​szlig;​t. ​ <br /> +
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-Am vergangenen Sonntag (27. September 2009) haben wir bei der Bundestagswahl die Politiker f&​uuml;​r die n&​auml;​chste Legislaturperiode beauftragt. Keiner wird sich die Entscheidung der Wahl leicht gemacht haben. Als Christen orientieren wir uns in unseren Wertentscheidungen am Evangelium. <font color="#​ff6600">​Jesus</​font>​ hat sein Programm der neuen Welt Gottes gleich zu Beginn seines &​ouml;​ffentlichen Wirkens verk&​uuml;​ndet:​ &​bdquo;​Die Zeit ist erf&​uuml;​llt,​ das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um und glaubt an das Evangelium&​ldquo;​ (Mk 1,14-15). Denn: &​bdquo;​Der Geist des Herrn ruht auf mir; denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine gute Nachricht bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verk&​uuml;​nde und den Blinden das Augenlicht; damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe...&​ldquo;​ Dann begann Jesus, ihnen darzulegen: Heute hat sich das Schriftwort,​ das ihr eben geh&​ouml;​rt habt, erf&​uuml;​llt (vgl. Lk 4,18-19). Als eine seiner Kernbotschaften gilt die Bergpredigt. Nicht erst seit dem Buch von Franz Alt ist immer wieder dar&​uuml;​ber diskutiert worden, ob sie als Grundlage der Politik dienen kann. Zumindest ist sie ein Orientierungsma&​szlig;​stab. <br /> +
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-<img height="​150"​ width="​113"​ alt=""​ class="​bild_links"​ src="/​seiten/​userfiles/​Erntedank6.gif"​ />Die Lesung aus dem <font color="#​ff6600">​Jakobusbrief</​font>​ vom 25. Sonntag im Jahreskreis (Wahlsonntag) passt genau zur derzeitigen Finanz- und Wirtschaftskrise. Jakobus warnt vor der Gier nach Reichtum und dem gem&​auml;​steten Herz, das keinen Platz f&​uuml;​r menschliche Werte mehr hat und erst recht nicht f&​uuml;​r Gott. <br /> +
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-Bedenkenswert scheinen mir in diesem Zusammenhang die <font color="#​993300">​Sieben sozialen S&​uuml;​nden</​font>,​ die <font color="#​ff6600">​Mahatma Gandhi</​font>​ beschreibt: <font color="#​3366ff">​Politik ohne Prinzipien &ndash; Wohlstand ohne Arbeit &ndash; Genuss ohne Gewissen &ndash; Wissen ohne Charakter &ndash; Gesch&​auml;​fte ohne Moral &ndash; Wissenschaft ohne Menschlichkeit &ndash; Verehrung ohne Hingabe</​font>​. <br /> +
-Politik ist die Sorge um das Gemeinwesen. Politik ist somit Aufgabe aller, nicht nur der gew&​auml;​hlten und f&​uuml;​r die n&​auml;​chste Legislaturperiode beauftragten Politiker. Zwar tragen sie die besondere Verantwortung f&​uuml;​r unsere Gesellschaft und unseren Staat. Es bleibt aber unser aller Auftrag als B&​uuml;​rger und als Christen, das &​bdquo;​ohne&​ldquo;​ durch ein &​bdquo;​mit&​ldquo;​ zu ersetzen, die Sieben sozialen S&​uuml;​nden in <font color="#​993300">​Sieben soziale Verpflichtungen</​font>​ umzuwandeln:​ <br /> +
-<font color="#​3366ff">​Politik mit Prinzipien &ndash; Wohlstand mit Arbeit &ndash; Genuss mit Gewissen &ndash; Wissen mit Charakter &ndash; Gesch&​auml;​fte mit Moral &ndash; Wissenschaft mit Menschlichkeit &ndash; Verehrung mit Hingabe</​font>​.<​br /> +
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-<font color="#​ff6600">​Andreas G&​uuml;​nther</​font>​ hat unseren Auftrag in das sch&​ouml;​ne Bild gebracht: Wir brauchen &​bdquo;​keine Thermoskannen-Kirche,​ die nach innen sch&​ouml;​n warm h&​auml;​lt und nach au&​szlig;​en abschlie&​szlig;​t und ausgrenzt, sondern eine Sauerteig-Kirche,​ die die Welt durchdringt und von der man nicht genau sagen kann, wo sie schon wirkt und wo noch nicht. Wir m&​uuml;​ssen keine Grenzen aufbauen, um uns vor der Welt zu sch&​uuml;​tzen,​ sondern sollen Grenzen abbauen, um in die Welt hineinzuwirken und Jesu Wort an den verschiedensten Orten lebendig werden zu lassen, gerade auch au&​szlig;​erhalb der eng umschriebenen Grenzen der kirchlichen Binnenwirklichkeit. Nicht Thermoskanne,​ sondern Sauerteig!&​ldquo;​. <br /> +
-[PuK 5/2009, S. 713]<br /> +
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-<img height="​323"​ width="​430"​ alt=""​ src="/​seiten/​userfiles/​Erntedank5.gif"​ /><br /> +
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-Den Begriff &​bdquo;​Kirche&​ldquo;​ k&​ouml;​nnen wir f&​uuml;​r uns als Mitglieder der Franziskanischen Familie durch &​bdquo;​Orden&​ldquo;​ ersetzen. <font color="#​ff6600">​Franziskus</​font>​ wusste sich, sein Leben und alles, was es ausmachte, verdankt von Gott. Ihm erstattete er alles Gute zur&​uuml;​ck. Durch seinen radikal einfachen Lebensstil bildete er mit seinen Br&​uuml;​dern (und Schwestern) ein Kontrastmodell zur Gesellschaft der wohlhabenden St&​auml;​nde,​ auch innerhalb der Kirche. An die Stelle des &​bdquo;​gem&​auml;​steten&​ldquo;​ Herzens setzte er das &​bdquo;​vers&​ouml;​hnte&​ldquo;​ Herz, das in einem einfachen Lebensstil offen war f&​uuml;​r Gott und die Menschen, sensibel f&​uuml;​r alles Geschaffene und f&​uuml;​r alle Gesch&​ouml;​pfe. <br /> +
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-Erntedank ist f&​uuml;​r uns die Herausforderung,​ nicht Thermoskannen-Orden zu sein, sondern &​ouml;​kologische Sauerteig-Gemeinschaften,​ die in die Welt hineinwirken;​ die durch ihren Lebensstil verdeutlichen,​ dass Weniger Mehr sein kann, dass eine gerechtere Welt f&​uuml;​r alle im Sinne der Nachhaltigkeit nur durch einen sch&​ouml;​pfungsgem&​auml;&​szlig;​en Lebensstil zu schaffen und zu erhalten ist.   <​br /> +
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-Br. Stefan Federbusch ​ <br /> +
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-<font size="​1">​Bildnachweis:​ Erntedankaltar in der Minoritenkirche W&​uuml;​rzburg;​ Eurozeichen vor der Europ&​auml;​ischen Zentralbank in Frankfurt: <br /> +
-Br. Stefan Federbusch</​font></​div>​ +
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-<div class="​linkfeld"><​font size="​1"><​font color="#​993300"><​a href="​http://​www.infag.de/​seiten/​doku.php/​startseite">&​nbsp;​ zur&​uuml;​ck zur &​Uuml;​bersicht&​nbsp;&​nbsp;</​a><​a href="#​anfang"><​span class="​letzter_link">&​nbsp;​ Seitenbeginn &​nbsp;</​span></​a></​font></​font></​div></​html>​+
Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:33