Dies ist eine alte Version des Dokuments!



  zurück zur Übersicht 
Neuer Vorstand bei Franciscans International
Ende März kam im Genfer Büro von Franciscans International (FI) erstmals der von der Konferenz der Franziskanischen Familie neu gewählte Vorstand zusammen, das so genannte International Board, dem 10 Schwestern und Brüdern verschiedenster franziskanischer Gemeinschaften aus aller Welt angehören.


Vorstandsmitglieder

Zum neuen Präsidenten von FI wurde Br. John Doctor OFM aus St. Louis / Missouri (USA) gewählt. Vizepräsident wurde Doug Clorey, ein Mitglied der Franziskanischen Gemeinschaft in Kanada. Sekretärin des Vorstands ist Sr. Regina Holtz FSP aus Lincoln Park (USA); neuer Schatzmeister ist der ehemalige FI-Präsident John Celichowski OFMCap aus Detroit (USA).
Auch aus dem deutschen Sprachraum gibt es einen Vertreter im FI-Vorstand: Br. Markus Fuhrmann OFM aus Euskirchen (siehe Foto) löste Br. Markus Heinze OFM aus Frankfurt ab. Erstmals ist mit Averil Swanton aus Exeter (Großbritannien) auch eine Anglikanerin im International Board vertreten.

In über 160 Ländern

Franciscans International ist eine Nichtregierungs-Organisation mit Allgemeinen Beraterstatus bei den Vereinten Nationen (UN). Sie stellt das erste gemeinsame Werk der Franziskanischen Familie dar, das im Namen von annähernd einer Million franziskanischer Schwestern und Brüder arbeitet, die in über 160 Ländern tätig sind.

Einsatz für die Benachteiligten

Franciscans International engagiert sich bei den UN und anderen internationalen Organisationen, um im Namen der Ärmsten der Armen Einfluss auf diejenigen auszuüben, die weitreichende politische Entscheidungen zu treffen haben. Wichtige Themen der politischen Lobbyarbeit von FI sind u.a. die Bekämpfung von Armut, der Einsatz für eine umweltfreundliche Politik, der Kampf gegen Menschenhandel, die Forderung einer nachhaltigen Entwicklungspolitik, das Engagement für Frieden und gewaltfreie Konfliktlösungsstrategien, die Sensibilisierung für die Folgen von Migration und der Kampf gegen HIV und AIDS.

Von der Basis in die Politik

Die enge Zusammenarbeit zwischen den Mitarbeitern der drei FI-Büros in New York, Genf sowie Bangkok und den Franziskanern und Franziskanerinnen an der Basis hilft Zehntausenden in ihrem Kampf um die Achtung ihrer Würde und Menschenrechte. Gleichzeitig informieren die franziskanischen Schwestern und Brüder in den Krisenregionen der Welt regelmäßig die FI-Büros über den Stand der Einlösung von internationalen politischen Versprechen. Erfahrungen aus erster Hand mit Menschenrechtsverletzungen und anderen sozialen Schieflagen können so glaubwürdig und überzeugend den politischen Institutionen der UNO vorgetragen werden. So hat FI beispielsweise im März den Franziskaner-Bischof Fridolin Ambongo Besungu OFMCap aus der Demokratischen Republik Kongo nach Genf eingeladen, der im Rahmen von verschiedenen Foren, Interviews und Statements von der dramatischen Situation im Kongo berichtet hat. Der Bischof informierte über das Klima der Gewalt, des Missbrauchs und der Straflosigkeit in dem afrikanischen Staat, das zu immer mehr Vertriebenen, Flüchtlingen und Todesopfern führe. Die katastrophale medizinische Versorgung, die hohe Anzahl von Kindersoldaten und das ungezügelte Treiben von Rebellengruppen verschärfen die große humanitäre Notlage noch.

Animation und Ausbildung

FI bietet aber auch verschiedene Möglichkeiten zur Aus- und Weiterbildung, von Seminaren über Menschenrechtsprobleme über Praktikumsplätze in den FI-Büros bis hin zu Gebetsvorschlägen und Materialien zur politischen und ökologischen Weiterbildung. So können Franziskanerinnen und Franziskaner mit der Hilfe von FI ihre Kenntnisse und Fähigkeiten weiter entwickeln und erhalten praktische Informationen zur Förderung und Wahrung der Menschenrechte.

Br. Markus Fuhrmann OFM



  zurück zur Übersicht    Seitenbeginn  

Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:21