zurück zur Übersicht 
Einführung neuer Vorstand in Hausen
Das St. Josefshaus in Hausen, das Kloster Ebernach in Cochem und das Krankenhaus St. Marienwörth in Bad Kreuznach zählen zu den großen Einrichtungen in der Trägerschaft der Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz. Nun gibt es bei der Leitung der Werke eine grundlegende Änderung.


Im Folgenden ein Bericht aus der Rheinzeitung:

Neuer Vorstand nimmt seine Arbeit auf
FESTAKT IN HAUSEN: Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz gehen mit neuer Führungsstruktur in die Zukunft – Externe Fachleute in der Verantwortung

Für die Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz und ihre sozialen Einrichtungen kann die Zukunft beginnen. Um als Träger künftigen Herausforderungen auf Dauer gewachsen zu sein, beschreitet der Hausener Orden mit Blick auf die Führungsebene einen neuen Weg. Gestern nahm im Rahmen eines Festaktes in der mit geladenen Gästen voll besetzten Klosterkirche der neue geschäftsführende Vorstand offiziell seine Arbeit auf.

Nun stehen mit Eva Sefrin und Joachim Domann erstmals zwei Mitarbeiter in besonderer Verantwortung, die nicht der Gemeinschaft der Brüder angehören. Generalsuperior Bruder Ulrich Schmitz sprach von einer „grundlegenden strukturellen Änderung“. In der Tat: Bislang lag die Leitung der Werke ausschließlich in der Hand der Brüder. Ulrich Schmitz (Hausen), Bonifatius Faulhaber (Bad Kreuznach) und Johannes vom Kreuz Sevenich (Cochem) hielten die Fäden als bisherige Gesamtleiter in der Hand. „Doch nun, nach vielen Gesprächen und letztlich konkreten Entscheidungen haben wir einen Prozess abgeschlossen, den viele kirchliche Träger bereits durchlaufen haben“, erklärte Bruder Ulrich.

An dessen vorläufigem Ende steht: Die Franziskaner setzen jetzt auch auf höchster Ebene auf externe Fachkräfte. Die Brüder von Managementaufgaben entlasten und im Zusammenspiel von geschäftsführendem Vorstand und Ordensleitung auf zu neuen Ufern, diese Idee steckt dahinter. Die Einsicht ins Notwendige kam für den Orden zwangsläufig. Denn wer bestehen will, braucht den Wandel, betonte Bruder Ulrich, der zudem darauf verwies, dass die Franziskaner in erster Linie Träger eine Botschaft sind und nicht Hüter einer Tradition. Wenngleich Bruder Ulrich - ganz geistreicher Moderator - einräumte: „Glauben Sie mir, auch uns Franziskaner fällt es nicht leicht, von Vertrautem loszulassen.“

Dass eine Prise Humor einem offiziellen Festakt, noch dazu in einem Gotteshaus, keinesfalls abträglich sein muss, bewies Bruder Ulrich auch in einer weiteren Szene. Generalvikar Bruder John Francis Tyrrell war eigens aus den USA angereist, um die alte Führungsmannschaft gebührend zu verabschieden. Bruder Ulrich kündigte ihn auf eine Weise an, die ihre Wirkung im Auditorium nicht verfehlte: „Das ist unser Obama - aber weitaus besser.“ Und auch dem so Gepriesenen huschte ein Lächeln übers Gesicht, ehe er im Namen des Ordens den scheidenden Gesamtleitern für ihr Engagement „im Bemühen um die Kranken und Leidenden“ dankte.

Dem neuen Vorstand sagte Bruder Ulrich zu: „Wenn der Alltag Sie an Grenzen führt, wissen Sie um die Unterstützung von uns Franziskanerbrüdern.“
Ansonsten ist der Generalsuperior überzeugt, dass die Arbeit vom Gremium „unternehmerisches und geistiges Wachstum“ erfordern wird. Die große Chance für den Start sieht er in der gegenseitigen Ergänzung: „Ich bin überzeugt, wir werden ein Team bilden, dass nicht nur Visionen träumt, sondern auch nachhaltige Konzepte realisieren kann.“

Neben Eva Sefrin (seit 2001 Heimleiterin in Hausen) und Joachim Domann (seit 2001 Verwaltungsdirektor im Bad Kreuznacher Krankenhaus) komplettiert Bruder Bonifatius Faulhaber (bisher Gesamtleitung Bad Kreuznach) den neuen Vorstand. In seinem Grußwort bot Bruder Bonifatius allen Einrichtungen des Ordens eine „enge, partnerschaftliche Zusammenarbeit“ an. Darüber hinaus betonte auch er den Sendungsauftrag - „die Liebe zu den Menschen“.

Ralf Grün



  zurück zur Übersicht    Seitenbeginn  

Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:33