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Lüdinghauser Franziskanerinnen übergeben Einrich-tungen an Stiftung
Die Franziskanerinnen von der Buße und der christlichen Liebe - auch Franziskanerinnen von Lüdinghausen / Nonnenwerth - genannt nach dem Sitz der jeweiligen Ordensprovinz – werden zum 01.01.2010 ihre Einrichtungen in Lüdinghausen, das Seniorenheim Antoniushaus und das Antoniuskloster, in die von der eigenen Ordensgemeinschaft gegründete Angela von Cordier-Stiftung übergeben.



Da die Verwaltungsaufgaben zunehmend komplexer und die beruflichen Anforderungen spezifischer werden, haben die Franziskanerinnen nach Wegen gesucht, eine kompetente Fortführung ihrer Institutionen im franziskanischen Geist zu gewährleisten. Die Stiftung hat zugesichert, alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Seniorenheimes und Klosters zu übernehmen und in die bestehenden Verträge einzusteigen.



Das heißt für das Seniorenheim Antoniushaus, dass es im bewährten Sinne weitergeführt wird. Dort wohnen 100 ältere und behinderte Menschen. Sie finden je nach Hilfsbedürftigkeit Pflege, umfassende Betreuung und psychosoziale Begleitung.

Im Antoniuskloster wohnen etwa 50 Schwestern. Die meisten sind aus anderen Wirkungskreisen der Ordensgemeinschaft im Raum zwischen Aachen und Hildesheim nach Lüdinghausen gekommen. Hier finden sie im Alter und bei Krankheit die nötige Pflege und Betreuung in einem geistlichen Umfeld. Das Antoniuskloster beherbergt außer der Pflegeabteilung den Verwaltungssitz der Nordwestdeutschen Ordensprovinz. Die Schwestern engagieren sich im sozial-karitativen, im Bildungs- und seelsorglichen Bereich und bieten Gastfreundschaft an für Menschen, die geistliche Begleitung oder einfach einen Raum der Stille suchen. Einige Schwestern arbeiten im Leitungs- und Verwaltungsdienst der Gemeinschaft, andere in der Aus- und Fortbildung der Mitglieder.

Für das Antoniuskloster heißt die Übergabe: das Kloster bleibt an erster Stelle das geistliche Zentrum der Franziskanerinnen; im Kloster werden die Schwestern weiterhin ihren Lebensabend verbringen und alle nötige Pflege und Betreuung finden; die Nordwestdeutsche Ordensprovinz der Franziskanerinnen behält ihren Verwaltungssitz im Antoniuskloster.

Die Angela von Cordier-Stiftung ist eine kirchliche Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in 53424 Remagen, Insel Nonnenwerth. Am 22.01.2003 erhielt sie die Zustimmung des damaligen Bischofs von Trier, Dr. Reinhard Marx, und wurde am 20.02.2003 von der Dienstleistungsdirektion des Landes Rheinland-Pfalz in Trier anerkannt. Der Name der Stiftung erinnert an Angela von Cordier, die 1854 in Nonnenwerth bei den Franziskanerinnen von der Buße und der christlichen Liebe eintrat. Sie hat die geistig - geistliche Entwicklung dieser Gemeinschaft und deren Ausbreitung in Deutschland maßgeblich geprägt. Die Angela von Cordier-Stiftung ist den christlich-sozialen Grundwerten im franziskanischen Geist verpflichtet. Sie ist bereits Trägerin von einem Alten-/Altenpflegeheim, einem Kinderheim und von zwei Krankenhäusern.

Die Franziskanerinnen sind bereits 1895 nach Lüdinghausen gekommen. Seitdem waren sie in dieser Stadt ununterbrochen tätig zuerst in der Bildungs- und Erziehungsarbeit, später mehr im sozial-karitativen und pastoralen Bereich. Zurzeit unterhalten sie in Lüdinghausen zwei große Einrichtungen: das Seniorenheim ‚Antoniushaus’ und das Antoniuskloster. Mit dem Schritt, diese Einrichtungen der Angela von Cordier-Stiftung zu übertragen, hoffen die Franziskanerinnen, ihren Institutionen eine erfolgreiche Zukunft in franziskanischem Geist zu sichern. Durch die Entlastung von der Trägerverantwortung tragen die Schwestern zudem der demographischen Entwicklung ihrer Gemeinschaft Rechnung. Vor allem aber gewinnen sie Raum, auf neue geistliche und soziale Herausforderungen zu reagieren und dem heutigen Verständnis von Auftrag und Sendung ihrer Gemeinschaft gerecht zu werden.

Quelle: Pressemitteilung Provinzialat der Franziskanerinnen von Lüdinghausen



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Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:33