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Konferenz der Provinzialminister der Franziskaner-Minoriten von Deutschland, Polen und Rumänien in Würzburg
Am 09. Juli 2009 fand im Provinzialat der Franziskaner-Minoriten in Würzburg eine Konferenz mit den Verantwortlichen der Ordensprovinzen, die in Deutschland tätig sind, statt. Ziel ist eine engere Zusammenarbeit zwischen polnischen, rumänischen und deutschen Brüdern in Deutschland.


Geleitet wurde die Konferenz, an der mit Br. Miljenko Hontić und Br. Jacek Ciupiński auch die beiden Generalassistenen für Zentral- und Osteuropa teilnahmen, vom Provinzialminister der Provinz St. Elisabeth, Br. Leo Beck. Die anderen Provinzen, die in Deutschland Niederlassungen haben, waren mit ihren Provinzialministern vertreten: Br. Jarosław Zachariasz (Krakau), Br. Adam Kalinowski (Danzig), Br. Mirosław Bartos (Warschau) und Br. Emilian Cătălin (Rumänien). Von deutscher Seite waren außerdem der Provinzökonom Br. Lukas Schwartz und der Provinzsekretär Br. Josef Bodensteiner an der Konferenz beteiligt.

Seit Ende der 70er Jahre haben sich etliche Brüder der polnischen Provinzen mit dem Theologie-Studium auf den pastoralen Einsatz in Deutschland vorbereitet. Heute gibt es in der Verantwortung der drei polnischen Provinzen 14 Niederlassungen in der Bundesrepublik. Die rumänische Provinz, aus der in den 90er Jahren zeitweise einige Brüder in Deutschland studierten, hat seit September 2008 in Oberbayern eine erste eigene Niederlassung. – Zur deutschen Franziskaner-Minoriten-Provinz zählen mit ihren 52 Mitgliedern sechs Konvente.

Als allgemeines Ziel, so formulierte es Br. Leo Beck im Anschluss an die Konferenz, wurde die „tiefere Zusammenarbeit zwischen polnischen, rumänischen und deutschen Brüdern in Deutschland“ angestrebt. Der Vormittag zeigte, dass eine solche Zusammenarbeit nicht nur brüderliche, sondern auch finanzielle Aspekte hat. Innerhalb des nächsten Jahres sollen in der Finanzverwaltung einige strukturelle Änderungen vorgenommen werden. Mit der VKO, der Vereinigung Katholischer Orden zur Förderung internationaler Solidarität e.V., gibt es eine erfahrene Institution, die dabei unterstützend in Anspruch genommen werden kann.

Ein weiteres finanzielles Thema war die Beteiligung der verschiedenen Provinzen an den Ausbildungskosten am Junioratsstandort Würzburg. Br. Leo Beck betonte, dass die Einladung an andere Provinzen bestehen bleibt, Junioren zum Theologie-Studium nach Deutschland zu schicken, auch wenn diese Möglichkeit derzeit aufgrund eigener Nachwuchssorgen nicht von allen Provinzen in vollem Umfang in Anspruch genommen werden kann. Im Bereich der Ausbildung einigte man sich darüber hinaus auf zukünftig gemeinsame Vorgehensweisen, was Studienabschluss und Weihetermine betrifft; im Bereich der Weiterbildung sollen jährliche Kurse und Treffen für alle Franziskaner-Minoriten in Deutschland angeboten werden.

Als weitere Themen des Tages wurden außerdem angesprochen: die mögliche Übernahme deutscher Konvente durch andere Provinzen, sowie die Möglichkeit einer zeitlichen Transfiliation von Brüdern anderer Zirkumskriptionen in die deutsche Ordensprovinz.

Die Beschlüsse der Konferenz werden nun als Empfehlungen zur Beschlussfassung in die Definitorien (Provinzleitungen) der einzelnen Provinzen gebracht.



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Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:21