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Fußball einmal anders betrachtet – Erlebnis-wochenende auf Schalke
Den Fußball einmal aus einer etwas anderen Perspektive betrachten.
Unter diesem Motto fand rund um das Heimspiel gegen Cottbus ein vom Franziskaner-Orden initiiertes Begegnungswochenende auf Schalke statt, das von den Königsblauen tatkräftig unterstützt wurde.


„Fußball und Spiritualität – diese beiden auf den ersten Blick unterschiedlichen Begriffe haben vieles gemeinsam“, erklärt Bruder Frank Krampf von den Franziskanern die Grundidee einer Verknüpfung zwischen dem Traditionsverein aus dem Ruhrgebiet und der Kirche. „Beide können einen guten Doppelpass miteinander spielen.“

Deshalb rief der Krankenhausseelsorger aus Paderborn eine Verbindung zwischen den Königsblauen und den Franziskanern ins Leben, die nun zum bereits zweiten Mal stattfand. „Als ich damals mit meiner Idee an Schalkes Vereinsvorsitzenden Josef Schnusenberg heran getreten bin, bekam ich schnell eine positive Rückmeldung“, erinnert sich Bruder Frank an die Anfänge des etwas ungewöhnlichen Doppelpasses. „Die Antwort aus dem Hause des FC Schalke 04 ließ dann nicht lange auf sich warten. Josef Schnusenberg konnte sich schnell für die Vorstellung begeistern, ein Begegnungswochenende unter dem Motto ‚Fußball und Spiritualität’ von Vereinsseite aus zu unterstützen.“

Den Worten folgten schnell Taten. Nachdem die Erstauflage am Pfingstwochenende des vergangenen Jahres ein großer Erfolg war, begeisterten Bruder Frank Krampf und Bruder Gabriel Zörnig aus Waren/Müritz erneut eine Gruppe junger Menschen aus ganz Deutschland für ein Begegnungswochenende auf Schalke. „Wir hatten Teilnehmer aus Norddeutschland, konnten aber auch welche aus dem Pfälzer Raum begrüßen“, beschreibt Bruder Frank die breite geographische Streuung.

Den Auftakt des Wochenendes am Freitag (17.4.) bildete der 4:0-Heimsieg der Knappen gegen Energie Cottbus, den die Gruppe von der Vortribüne der VELTINS-Arena aus live verfolgte. „Zuvor machten wir einander bekannt und erörterten in der Runde die Verbindung zwischen Sport und Religion“, so Bruder Frank, der als Jugendlicher selbst begeisterter Kicker beim Hagener SV war. „Der Fußball hat eine hohe Symbolhaltigkeit und die Atmosphäre im Stadion ist durchaus ein Stück weit mit der Liturgie im Gottesdienst zu vergleichen. Zudem können Symbole des Fußballs auch als Symbole für das Leben betrachtet werden.“ Und auch der Umgang mit Siegen oder Niederlagen sei wichtig – sowohl im Fußball als auch im Leben. Nach dem Spiel gegen Cottbus machte sich die Gruppe dann auf den Weg nach Wiedenbrück, wo man im ortsansässigen Kloster nächtigte.

Eine Rückkehr nach Gelsenkirchen folgte mit einem vom Club gesponserten Bus jedoch bereits am Samstag (18.4.). Denn wenn man schon einmal auf Schalke ist, darf eine Führung durch die VELTINS-Arena natürlich nicht fehlen. Gefolgt von einem Mittagessen auf Kosten der Königsblauen stand am Nachmittag schließlich ein Gottesdienst in der Stadionkapelle auf dem Programm, der von Bruder Gabriel und Pfarrer Hans-Joachim Dohm geleitet wurde. Zur Abrundung des Tages betätigten sich die Teilnehmer des Begegnungswochenendes schließlich selbst sportlich und hatten in der Schalker Fußballhalle viel Spaß.

Am Sonntag (19.4.) fand neben Gesprächsrunden, Diskussionen, Meditationen und Gebeten erneut ein Gottesdienst statt – allerdings nicht auf Schalke, sondern in Wiedenbrück. An diesem nahm auch Josef Schnusenberg teil, der sich im Anschluss an die Messe bei sonnigem Wetter lange Zeit angeregt mit der Gruppe unterhielt. Die Diskussion mit dem S04-Vorsitzenden wurde von allen Teilnehmern als gelungener Abschluss des abwechslungsreichen Wochenendes angesehen, so dass der Tenor der Veranstaltung nicht überraschte. „Es gab ausnahmslos positive Reaktionen“, berichtet Bruder Frank. „Deshalb kann ich wie schon bei der Erstauflage von drei gelungenen Tagen sprechen. Mein Dank gilt dem FC Schalke 04 für die großartige Unterstützung.“

Quelle: www.schalke04.de



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Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:33