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Jubiläumsjahr in Vöcklabruck
Vor 200 Jahren (am 14. Januar 1809) wurde der Ordensgründer der Franziskanerinnen von Vöcklabruck, Sebastian Schwarz, in Lasberg geboren.


Der Ordensgründer Sebastian Schwarz (1809 - 1870)

Das 19. Jahrhundert war gekennzeichnet durch Verelendung und Armut weiter Bevölkerungskreise. Der Staat übernahm noch keinerlei soziale Aufgaben. Dazu kam die Industrielle Revolution, die sich auch am Lande auswirkte. Die soziale Misere traf vor allem Kinder. Kinderarbeit war normal, viele Kinder erhielten keine Ausbildung und wurden auch sonst vernachlässigt.

Der aus Lasberg im Mühlviertel stammende Sebastian Schwarz kam 1840 als junger Priester nach Vöcklabruck. Er war ein Mann der "tätigen Liebe", er sah die Not seiner Zeit. So eröffnete er 1842 mit zwei frommen Frauen eine Kinderbewahranstalt für Zwei- bis Sechsjährige, 1843 folgte eine private Industrie- und Arbeitsschule von 6 bis 15 Jahren. Schwarz steckte sein ganzes Privatvermögen in seine Sozialprojekte und unternahm zahlreiche, sehr beschwerliche Sammelreisen in die gesamte österreichische Monarchie, um Spendengelder zu bekommen.

1847 erwarb Schwarz das Haus eines Sockenstrickers in der Vöcklabrucker Hinterstadt nahe der Kirche St. Ulrich. Dies wurde dann später das sogenannte "alte Mutterhaus". Schwarz plante von Anfang an auch die Unterbringung eines Klosters in den angekauften Gebäuden. Denn um den Werken Bestand zu geben, schien es ihm unerlässlich, geistliche Schwestern mit der Erziehung und Betreuung der jungen Menschen zu betrauen. Er bekam Unterstützung von den Grazer Schulschwestern.
Bild: Jetziges Mutterhaus in Vöcklabruck

Als erste Vöcklabrucker Schwester gelobte Franziska Wimmer am 5. September 1850 ein Leben nach der Regel des heiligen Franziskus. Das Leben der ersten Schwestern war unvorstellbar hart, Geldmangel und Hunger waren stete Begleiter der Aufbauarbeit.

Der Weg in die Selbstständigkeit

Sehr rasch lockerte sich die Bindung zum Mutterhaus in Graz, 1860 wurde Vöcklabruck zu einem eigenständigen Mutterhaus erhoben. Am 10. Januar 1861 wurde den Vöcklabrucker Schwestern vom Bischof von Linz ihre Selbstständigkeit offiziell bestätigt. Erste Generaloberin wurde Schwester Franziska Wimmer (1824 - 1886). Am 14. Mai 1870 verstarb Sebastian Schwarz in Vöcklabruck.

Jubiläumsprogramm

Freitag, 24. April 2009, 18.15 Uhr: Eucharistiefeier mit Diözesanbischof Dr. Ludwig Schwarz in der Mutterhauskapelle zum Weltgebetstag um geistliche Berufe

Freitag, 15. Mai 2009, 17.00 Uhr: Straßenfest mit der Stadtgemeinde Vöcklabruck

Samstag, 16. Mai 2009, 9.30 – 16.30 Uhr: Ordenssymposium „Gelübde neu denken und leben lernen“ mit P. Lutz Müller SJ in Vöcklabruck / Seminarhaus St. Klara

Samstag, 4. Juli 2009, 14.00 – 16.00 Uhr: Monatswallfahrt um geistliche Berufungen in Maria Puchheim; ab 12 Uhr Wallfahrt der INFAG - Ausgangspunkt Mutterhaus

3. bis 8. August 2009: Wanderwoche auf den Spuren des Sebastian Schwarz (Mauthausen – St. Magdalena – Lasberg - Vöcklabruck)

Samstag, 8. August 2009, 10.00 Uhr: Jubelprofessfeier im Mutterhaus, Vöcklabruck (mit Weihbischof DDr. Krätzl)

Samstag, 3. Oktober 2009: Wallfahrt nach Lasberg mit Vesper und Agape

Quelle und nähere Informationen: www.franziskanerinnen.at



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Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:21