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-<div class="​linkfeld"><​a href="​http://​www.infag.de/​seiten/​doku.php/​startseite"><​span class="​letzter_link">&​nbsp;​ zur&​uuml;​ck zur &​Uuml;​bersicht&​nbsp; ​ </​span></​a></​div>​ +
-<div class="​ueberschrift_1">&​bdquo;​Wir waren noch nie so christlich wie heute&​ldquo;</​div>​ +
-<div class="​ueberschrift_5_ohne_rand">​Franz von Assisi ist heute so aktuell wie selten in der 800 j&​auml;​hrigen Geschichte des Ordens und das franziskanische Charisma alles andere als &​bdquo;​Wellness&​ldquo;​. Das betonten der Provinzial der Schweizer Kapuziner, Pater Ephrem Bucher, und der Fraktionsvorsitzende der Gr&​uuml;​nen im Baden-W&​uuml;​rttembergischen Landtag, Winfried Kretschmann,​ w&​auml;​hrend einer Tagung im Kloster Reute zum Thema &​bdquo;​800 Jahre Franziskus Regel &ndash; damals Sprengkraft,​ heute Wellness?&​ldquo;​ Die Tagung zielte darauf ab, sich der franziskanischen Lebensform aus verschiedenen Blickrichtungen heraus zu n&​auml;​hern.</​div>​ +
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-<img height="​150"​ width="​117"​ src="/​seiten/​userfiles/​P_-Ephrem-Bucher.gif"​ class="​bild_links"​ alt=""​ />Die zentrale Frage, ob es heute neben den vielen Vereinnahmungen des hl. Franziskus (&​bdquo;​Patron der Umweltsch&​uuml;​tzer&​ldquo;​) eine &​bdquo;​vollg&​uuml;​ltige Formen des evangelischen Lebens&​ldquo;​ in seiner Gefolgschaft gebe, beantwortete <font color="#​ff6600">​Pater Ephrem Bucher </​font>​mit Verweis auf die vielen Mitglieder der franziskanischen Frauen- und M&​auml;​nnerorden. Allein bei den Frauen spricht man von mehreren hundert verschiedenen Kongregationen und Orden, die Zahl der Mitglieder geht in die Hunderttausende. Allerdings sei die Mitgliederzahl im Westen im Schrumpfen, was mit einem Wertewandel unserer postmodernen Zeit zusammenh&​auml;​nge. <br /> +
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-So leben wir, wie Pater Ephrem ausf&​uuml;​hrte,​ in einer Informationsgesellschaft,​ die oft die Wahrheitspr&​uuml;​fung verhindere. Wir bewegen uns in einer behaglichen &​bdquo;​Teekr&​auml;​nzchen-Atmosph&​auml;​re&​ldquo;,​ die mehr vom H&​ouml;​ren-Sagen lebt als von einem authentischen Erleben. <br /> +
-Der seit 2001 dem Kapuzinerorden in der Schweiz vorstehende Philosoph pl&​auml;​dierte f&​uuml;​r mehr Analyse und gr&​uuml;​ndlichere Reflexion. Dabei d&​uuml;​rfe man die zwiesp&​auml;​ltigen Ph&​auml;​nomene unserer Zeit nicht ignorieren, im Gegenteil: man muss sich ihnen mutig und offen stellen. &​bdquo;​Gerade der postmoderne Westen hat unsere franziskanische Bewegung n&​ouml;​tig.&​ldquo;​ Die Gesellschaft verlange geradezu von der franziskanischen Familie, dass sie eine Alternative praktiziert zum g&​auml;​ngigen Alltag. Und wenn dies glaubw&​uuml;​rdig,​ echt und konsequent geschieht, habe das franziskanische Charisma auch heute noch &​bdquo;​Sprengkraft&​ldquo;​. ​  <​br /> +
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-<img height="​113"​ width="​150"​ src="/​seiten/​userfiles/​Winfried-Kretschmann.gif"​ class="​bild_links"​ alt=""​ />​F&​uuml;​r <font color="#​ff6600">​Winfried Kretschmann</​font>,​ der auch Mitglied im Zentralkomitee der deutschen Katholiken ist, begegnet uns die Botschaft des Evangeliums heute vielfach im s&​auml;​kularen Gewand, wenn wir etwa an den &​bdquo;​Dreiklang&​ldquo;​ Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Sch&​ouml;​pfung denken. Ohne stets religi&​ouml;​ses Vokabular im Munde zu f&​uuml;​hren,​ gebe es doch zahlreiche Hinweise, wie in unserer s&​auml;​kularen Gesellschaft franziskanische Werte gleichsam als Fermente der christlichen Botschaft enthalten sind. So sei unser Land von einem partei&​uuml;​bergreifenden &​bdquo;​Gesinnungspazifismus&​ldquo;​ gepr&​auml;​gt,​ der nach wie vor am Wachsen sei. Der unver&​auml;​nderbare Artikel 1 des Grundgesetzes,​ der auf die Menschenw&​uuml;​rde als unumst&​ouml;&​szlig;​liches Fundament des gesamten gesellschaftlichen Zusammenlebens verweist, ist engstens verwoben mit dem christlichen Menschenbild. <br /> +
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-Der biblische Auftrag der Bewahrung der Sch&​ouml;​pfung sei ein fester Bestandteil des gesellschaftlichen &​bdquo;​common sense&​ldquo;​ geworden. &​bdquo;​Wir waren noch nie so christlich wie heute&​ldquo;,​ res&​uuml;​miert Kretschmann und ermutigt dazu, den &​bdquo;​Sauerteig&​ldquo;​ der frohen Botschaft des Evangeliums in den verschiedenen s&​auml;​kularen Verkleidungen sehen zu lernen statt &​uuml;​ber das Verdunsten des Christentums zu jammern. Gleichwohl gelte es, durch die vielf&​auml;​ltigen Formen des Lebens das &​bdquo;​Fenster der Transzendenz&​ldquo;​ im Blick zu behalten. Denn wo die Quelle des Lichts aus den Augen verloren werde, bestehe die Gefahr spiritueller Auszehrung und religi&​ouml;​ser Heimatlosigkeit.<​br /> +
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-Die Diskussionen im anschlie&​szlig;​enden &​bdquo;​Dialog-Caf&​eacute;&​ldquo;​ zeigten, dass die verschiedenen Deutungen des Franziskus gestern und heute eine Eigendynamik entfalten, die immer wieder zu Franziskus selbst und zum Evangelium, dem Kern seines Lebens, zur&​uuml;​ckf&​uuml;​hren. &​bdquo;​Unser Kloster ist die Welt&​ldquo;,​ nach diesem franziskanischen Wort steht nichts im Wege, das franziskanische Charisma auch in Zukunft unverkrampft in die Welt von heute einzubringen. ​ <br /> +
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-Quelle: <a href="​http://​www.kloster-reute.de/​1237.0.html">​www.kloster-reute.de</​a></​div>​ +
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-<hr width="​100%"​ size="​2"​ /> +
-<div class="​linkfeld"><​font size="​1"><​font color="#​993300"><​a href="​http://​www.infag.de/​seiten/​doku.php/​startseite">&​nbsp;​ zur&​uuml;​ck zur &​Uuml;​bersicht&​nbsp;&​nbsp;</​a><​a href="#​anfang"><​span class="​letzter_link">&​nbsp;​ Seitenbeginn &​nbsp;</​span></​a></​font></​font></​div></​html>​+
Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:33