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Errichtung der Deutschen Kapuzinerprovinz
Der Generalminister des Kapuzinerordens, Br. Mauro Jöhri, hat am 25. Mai 2010 in Reute die Deutsche Kapuzinerprovinz errichtet.
Sie fasst die bisherigen Provinzen zusammen:
die Rheinisch-Westfälische und die Bayerische Kapuzinerprovinz.
Zugleich ernannte er deren erste Leitung.


Die neue Provinzleitung

Provinzial: Br. Christophorus Goedereis
1. Definitor und Provinzvikar: Br. Werner Labus
2. Definitor: Br. Marinus Parzinger
3. Definitor: Br. Bernd Kober
4. Definitor: Br. Thomas Dienberg


Br. Bernd Kober, Br. Werner Labus, Generalminister Br. Mauro Jöhri, Provinzial Br. Christophorus Goedereis, Br. Marinus Parzinger, Br. Thomas Dienberg (v.l.n.r.)

Damit endet die abwechslungsreiche Geschichte der Bayerischen und der Rheinisch-Westfälischen Ordensprovinzen. Zu dem Festakt sind über 100 Brüder aus den beiden bisherigen deutschen Ordensprovinzen, aber auch Gäste aus anderen europäischen Ländern sowie aus Indien, Indonesien, Mexiko und Chile in Kloster Reute.

Die knapp 170 Brüder der neuen Ordensprovinz - acht davon stammen aus den Ordensprovinzen St. Joseph und Pavanatma in Kerala/Indien - leben in 18 Niederlassungen. Dazu gehören markante Orte wie Altötting, Deutschlands größter Wallfahrtsort, aber auch das Citykloster in Frankfurt/M. In Münster/W. ist der Sitz der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Kapuziner, und in Würzburg betreuen Brüder des Ordens die beliebte Wallfahrtskirche "Käppele."

Die 170 Ordensmänner hoffen, dass die Vereinigung zu einer Provinz auch nach innen wirkt. In einem längeren Vorbereitungsprozess hatten sie diskutiert, wie sie heute ihre Ideale leben können. Allein schon die Entwicklung der Mitgliederzahlen zwingt sie zudem, Orte und Aufgaben, die Zukunft haben sollen, frühzeitig zu benennen. Umgekehrt müssen sie dazu auch festlegen, welche Niederlassungen eher aufgelöst werden können als andere, ohne dabei die Bedürfnisse der zunehmenden Zahl alter und kranker Mitbrüder aus den Augen zu verlieren. Die Organisation der neuen Provinz mit Sitz in München zielt mit einer starken Nachwuchswerbung sowie der Ausbildung der jungen Mitbrüder auf die Zukunftsfähigkeit dieses alten Ordens. So freuen sich die deutschen Kapuziner, dass vier junge Männer aus dem deutschsprachigen Raum im Herbst das Postulat beginnen, drei im Noviziat und vier in Ausbildung und Studium sind.

Der Kapuzinerorden

Der Kapuzinerorden entstand im 16. Jahrhundert und zählt weltweit zehntausend Brüder in 106 Ländern. Er gehört mit den Franziskanern und Minoriten-Konventualen zu den drei großen Zweigen der Ordensfamilie des heiligen Franziskus von Assisi (gest.1226). Die Zahl der Brüder in Deutschland ist von 590 (1975) auf 170 (2010) gesunken. Die neue Deutsche Kapuzinerprovinz ist auch in Mexiko, Chile, Indonesien, und Albanien tätig. Sie arbeitet eng mit der österreichischen und schweizer Kapuzinerprovinz zusammen und gehört darüber hinaus der "Nord-West-Europäischen Kapuzinerkonferenz" an. Zurzeit setzten sich die europäischen Kapuziner mit den Phänomenen der postmodernen Gesellschaft auseinander, um trotz zurückgehender Zahlen an Brüdern und Klöstern das eigene Profil mit ihren franziskanischen Idealen zu stärken und sich noch deutlicher und entschiedener in die heutige Zeit und Gesellschaft einzubringen.

Der neue Provinzial

Br. Christophorus Goedereis (45) wurde 1965 in Nordhorn geboren und erhielt seine Schulbildung am Gymnasium St. Josef in Bocholt, wo er auch die Kapuziner kennen lernte. Er trat 1984 in den Orden ein und studierte in Münster/W. und Rom Philosophie und Theologie. Nach seiner Priesterweihe 1991 wurde er in der Pfarrseelsorge eingesetzt in Zell am Harmersbach, in Offenburg und in Frankfurt/M. Im Jahre 2004 wurde er zum Provinzial der Rheinisch-Westfälischen Kapuzinerprovinz gewählt, 2007 wiedergewählt. Mit seiner Ernennung durch den Generalminister der Kapuziner zum ersten Provinzial der Deutschen Kapuzinerprovinz am 25. Mai 2010 verantwortet er Einsatzorte und Werke der 170 Kapuziner in Deutschland. Br. Christophorus ist seit einigen Jahren auch Präsident der CENOC, der Konferenz der west-europäischen Kapuzinerprovinziale und Vorsitzender der Konferenz der deutschsprachigen franziskanischen Männerorden DEUFRA.

Quelle: www.kapuziner.de


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