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-<div class="​ueberschrift_1">​Sonnengesang</​div>​ +
-<div class="​ueberschrift_5_ohne_rand">​Franz von Assisi hat uns seinen Sonnengesang hinterlassen,​ schon l&​auml;​ngst Teil der gro&​szlig;​en Weltliteratur. Er stimmt ein Preislied an auf Gott, den &​bdquo;​allm&​auml;​chtigen,​ g&​uuml;​tigen Herrn mit allen Gesch&​ouml;​pfen&​ldquo;​. <br /> +
-Er nennt die Sonne, Mond und Sterne, den Wind, das Wasser, das Feuer, die Erde und den Tod.</​div>​ +
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-<div class="​normaler_text"><​br /> +
-Der zweite Vers des Gesangs lautet: &​bdquo;​Preis dir, o Herr, mit all deinen Gesch&​ouml;​pfen,​ vornehmlich mit unserer edlen Schwester, der Sonne. Sie schafft den Tag, und du erleuchtest uns in ihr. Sch&​ouml;​n ist sie und strahlend in gro&​szlig;​em Glanz, ein Sinnbild von dir, o Allerh&​ouml;​chster.&​ldquo;​ <br /> +
-Wer das h&​ouml;​rt,​ empfindet eine tiefe Resonanz im eigenen Herzen. Franziskus nimmt uns mit hinein in sein Lied. &​bdquo;​Preis sei dir, o Herr, mit all deinen Gesch&​ouml;​pfen...&​ldquo;:​ <br /> +
-In den Ferien am Meer oder im Gebirge, vielleicht auch manchmal sonst, wird &​Auml;​hnliches in uns wach. Wir haben offene Augen und k&​ouml;​nnen schauen. Wir haben keine Pflichten und Termine, sondern Zeit, sp&​uuml;​ren die Sch&​ouml;​nheit der Welt, fangen von selber an, das auszusprechen,​ in Worte zu bringen und zu preisen, zu danken wie Franziskus. <br /> +
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-Unz&​auml;​hlige Menschen freuen sich seit fast 800 Jahren an diesem Sonnengesang. Sie verstehen nichts von der gelehrten Diskussion, wie das Verh&​auml;​ltnis des Heiligen zur Natur zu deuten sei. Das interessiert sie auch nicht. Sie fangen selber an, mit neuen Augen zu schauen und die Sch&​ouml;​pfung auf ihre tiefere Dimension hin zu verstehen.<​br /> +
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-<img height="​150"​ width="​103"​ src="/​seiten/​userfiles/​Franziskus-Augenkrankheit.gif"​ class="​bild_links"​ alt=""​ />Im Jahr vor seinem Tod (1226) hat Franz den Sonnengesang gedichtet. Wir wissen, dass er in dieser Zeit schon an einem schweren Augenleiden litt. Tag und Nacht hatte er Schmerzen, schlie&​szlig;​lich wurde er ganz blind. Vor einiger Zeit hat mir jemand eine Postkarte geschickt, auf der Franziskus weinend dargestellt ist. Ich habe das zum ersten Mal gesehen. Mit einem gro&​szlig;​en Taschentuch trocknet er seine Tr&​auml;​nen. Der blinde und magenkranke Heilige singt den Sonnengesang,​ nicht der junge und gesunde. Es fasziniert mich, dass der sterbende Franziskus so singen kann: &​bdquo;​Preis dir, o Herr, mit all deinen Gesch&​ouml;​pfen...&​ldquo;​. Aus all dem spricht eine heitere Zustimmung zur Welt, ein klares Ja zu Gott und dessen Sch&​ouml;​pfung. Auch Franziskus wei&​szlig;​ von den Tr&​auml;​nen in allen Dingen, und er hat sie selber geweint. Aber er verliert sich nicht in Tragik. Das bittere und verbitternde Warum ist nicht das letzte, er endet nicht in sprachlosem Schmerz, sondern in Zustimmung und Lobpreis - trotz allem. Franziskus glaubt, dass die Welt und der Mensch nicht aus Hand Gottes fallen k&​ouml;​nnen,​ sondern in seiner Liebe geborgen sind. Darum auch: &​bdquo;​Preis dir, o Herr, mit an deinen Gesch&​ouml;​pfen...&​ldquo;​. ​ <br /> +
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-Dieses Ja des Heiligen findet seinen h&​ouml;​chsten Ausdruck im Ja zum Tod. Wovor wir alle zur&​uuml;​ckschrecken,​ vor der letzten Stunde, vor dem Sterben, Franziskus kann auch dazu Ja sagen. In seiner Todesstunde am 3. Oktober 1226 bat er die Br&​uuml;​der,​ den letzten Vers aus dem Sonnengesang anzustimmen:​ &​bdquo;​Preis dir, o Herr, f&​uuml;​r unseren Bruder, den zeitlichen Tod, dem kein lebender Mensch entrinnen kann. Weh denen, die in Tods&​uuml;​nde sterben! Selig, die deinem heiligsten Willen sich f&​uuml;​gen,​ denn der zweite Tod wird ihnen kein Leid antun.&​ldquo; ​ <br /> +
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-Dieses unersch&​uuml;​tterliche Vertrauen erinnert an die letzten Worte des Herrn am Kreuz im Lukas-Evangelium:​ &​bdquo;​Vater,​ in deine H&​auml;​nde lege ich meinen Geist&​ldquo;​ (23,46). Wer im Nachtgebet der Kirche angesichts der Dunkelheit darin einstimmen kann, gewinnt wie Franziskus eine grunds&​auml;​tzliche heitere Gelassenheit. <br /> +
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-<font color="#​000000">​Bischof Heinz Josef Algermissen </​font><​br /> +
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-Quelle: Bonifatiusbote,​ 04.10.2009 <br /> +
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-<font size="​1">​Bildnachweis:​ Br. Stefan Federbusch</​font></​div>​ +
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-<hr size="​2"​ width="​100%"​ /> +
-<div class="​linkfeld"><​font size="​1"><​font color="#​993300"><​a href="​http://​www.infag.de/​seiten/​doku.php/​startseite">&​nbsp;​ zur&​uuml;​ck zur &​Uuml;​bersicht&​nbsp;&​nbsp;</​a><​a href="#​anfang"><​span class="​letzter_link">&​nbsp;​ Seitenbeginn &​nbsp;</​span></​a></​font></​font></​div></​html>​+
Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:34