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Provinz-/Vikariatsoberinnen-Kongress in Ingenbohl
Der 37. Provinz- und Vikariatsoberinnenkongress der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Kreuz fand vom 6. bis zum 16. Oktober 2010 im Mutterhaus in Ingenbohl statt. An diesem internationalen Treffen nahmen die Generalleitung sowie die 15 Provinz- und Vikariatsoberinnen mit jeweils einer ihrer Rätinnen teil. Die Teilnehmerinnen kamen aus vier Kontinenten und spiegelten die Vielfalt unserer Kongregation.
Dem Kongress stand die Generaloberin Sr. Marija Brizar vor, moderiert wurde er von der Dominikanerin Sr. Laetitia Röckemann.


Der Provinz- und Vikariatsoberinnenkongress stand unter dem Motto: „In den Fussspuren des barmherzigen und gekreuzigten Jesus das gemeinsame Leben gestalten“.

Das Leben in Gemeinschaft ist eine Realität im Alltag der Schwestern. Es ist Gabe und Herausforderung zugleich. Lebensqualität für die Einzelne und fürs Ganze der Gemeinschaft ist gefragt. So waren dem Hauptthema drei Tage gewidmet. In einem fundierten Referat zeigte Sr. Zoe Maria Isenring aus der Mutterprovinz Schweiz wie unser Leben in Gemeinschaft in unserem Charisma verankert ist. Sie ging kurz der Bedeutung des gemeinschaftlichen Lebens im Kongregationenmodell nach. Von dort her konnte sie zeigen, warum das Gemeinschaftsthema auf dem Zweiten Vatikanischen Konzil eine so grosse Bedeutung bekommen hat, und welche Impulse für das Gemeinschaftsleben von ihm ausgegangen sind.

In einem zweiten Referat stellten sich die Teilnehmerinnen dem gesellschaftlichen Kontext und seinen Herausforderungen, in dem sich das Gemeinschaftsleben heute gestaltet. Sr. Zoe Maria machte deutlich, dass das Gemeinschaftsleben im Gegenwind, aber auch im Aufwind heutiger Tendenzen steht. Einerseits gerät heute jede Gemeinschaft leicht in Konflikt zu den Bedürfnissen nach Autonomie und Freiheit. Anderseits ist aber auch eine Sehnsucht nach Gemeinschaft und Zugehörigkeit spürbar. Das Referat gab wertvolle Impulse für den Austausch über konkrete Gemeinschaftserfahrungen in dieser Spannung von gesellschaftlichem Gegenwind und Aufwind. Die beiden Referate wurden in Einzelbesinnungen und Gruppengesprächen vertieft und konkretisiert.

Der dritte Tag stand unter dem Aspekt des Schwester-Seins. Die Schwestern setzten sich mit der Fragestellung auseinander, was in ihrem jeweiligen kulturellen Kontext zum Schwestersein assoziiert wird und auf welche Hindernisse sie stossen. In einem aufschlussreichen Referat zum Thema Finanzen gab Herr Dir. Mag. Josef Brandauer von der RLB Innsbruck Informationen zur gegenwärtigen Situation und deren Auswirkungen heute und auf Zukunft hin. Er gab wertvolle Tipps und ging auf konkrete Fragen aus den Provinzen und Vikariaten ein.

Weiter wurden verschiedene aktuelle Themen und Anliegen aufgegriffen und in unterschiedlicher Form bearbeitet, wie zum Beispiel Auseinandersetzung mit dem Thema Missbrauch und Misshandlung, Austausch zu Erfahrungen mit der kongregationseigenen Ratio Formationis, Informationen zur interprovinziellen westeuropäischen Formation, Fragen zu Statistik und Chronik.

Der Kongress bot vielfältige Möglichkeiten des Austausches und der Begegnung. Das gemeinsame Beraten und Zusammensein sowie das Feiern von Gottesdiensten mit Elementen aus den verschiedenen Kulturen ist Ermutigung und Stärkung für den weitern Weg.

Sr. Anna Affolter

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Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:34