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Interfranziskanischer Kurs für Missionare in Brüssel
Seit 10 Jahren unterhalten die Franziskaner in Brüssel den Konvent „Unsere Frau der Nationen“.

Franziskaner, Kapuziner und Minoriten bieten in ihrer jetzt internationalen Kommunität jeweils von September bis November einen interfranziskanischen Kurs für Brüder an, die als Missionare ausgebildet und ausgesandt werden möchten.


Im Jahr 2000 wurde im Franziskanerkloster von Chaint d´Oiseau in Brüssel die Internationale Kommunität „Our Lady of the Nations“ zur Ausbildung von Missionaren gegründet.

Der Konvent hat das Jubiläum am 06. und 07. März 2010 im Beisein des ehemaligen Generalministers Br. Giacomo Bini gefeiert. Er hatte sich während seiner Amtszeit für die Verwirklichung des Ausbildungshauses eingesetzt. Auch Br. Vicenzo Brocanelli, Mitglied des ersten Ausbildungsteam im Jahr 2000 nahm an den Feierlichkeiten teil.

Br. Giacomo Bini sprach während der Feier über die aktuelle missionarische Spiritualität und die Visionen der Mission.
Br. Vincenco Brocanelli gab einen Überblick über die Geschichte des Konventes bis zum Jahr 2005, als Kapuziner und Minoriten beitraten und die Gemeinschaft zu einer Interfranziskanischen Kommunität wurde.
Während der Jubiläumsmesse wurden die neuen Missionare vorgestellt, die von der Pfarrgemeinde wie immer freundlich aufgenommen wurden.


Ein Erfahrungsbericht von Br. Vicente Imhof OFM Conv.:

Der inter-franziskanische Kurs für Missionare in Brüssel - unser brüderliches Charisma als Gabe für die Mission Gottes in der heutigen Welt

Alles bedeutsame und verändernde Lernen braucht praktisches Ausgesetztsein und Engagement nicht weniger als stille Zeiten der Verinnerlichung, des Studiums und des Nachdenkens. Wie in jedem Feld menschlichen Wachstums, stimmt das für die Fähigkeit, am missionarischen Dienst unserer franziskanischen Familie in einer reifen und überzeugenden Weise teilzunehmen. Der inter-franziskanische Kurs für Missionare in Brüssel versucht, eine konkrete Erfahrung brüderlichen Lebens und Dienstes anzubieten; eine Erfahrung des Austauschens und konzentrierten Studiums für Mitbrüder, die aus verschiedenen Teilen der Welt kommen und eine weite Bandbreite von Kulturen, Sprachen und lokalen Glaubenstraditionen mitbringen.



Im Kurs für Englisch sprechende Missionare diesen Jahres waren vier junge Minoriten dabei: Jaroslav Car aus der Slowakei, der in Albanien arbeiten wird, Justin Mulenga aus Zambia, der für die Mission in Malawi bestimmt ist, Dominic Thekkemundackapadavil aus der indischen Provinz Kerala, schon Missionar in Andrah Pradesh, und der dort bald von seinem keralischen Landsmann Stephen Ollechazhaghil Verstärkung bekommt.

Obwohl der große Konvent „Unsere Frau der Nationen“ in Brüssel, wo das Programm während der Monate September bis November stattfindet, zu den „braunen“ Franziskanern gehört, ist das Team der Animatoren wirklich inter-franziskanisch aufgestellt: fr. Damien Isabell, der Direktor, ist OFM, Larry Webber ist Kapuziner und ich selber vertrete den Orden der Franziskaner-Minoriten. Unter den spannenden Inhalten, die in den drei Monaten vermittelt wurden, waren die Konferenzen und das brüderliche Teilen unserer Brüder Vincenzo Marcoli und Bruno Venturato, die aus der Generalkurie in Rom gekommen waren, um uns ein paar Tage zu begleiten. Vincenzo und Bruno erinnerten uns erneut daran, dass wir als Brüder und Söhne des heiligen Franziskus der Kirche als größte Gabe unser gelebtes Zeugnis der Brüderlichkeit anbieten: eine im Gebet zusammengehaltene Gemeinschaft, Einfachheit und Freude. Trotz allen großherzigen Einsatzes, den man von uns Missionaren erwarten darf, können wir uns frei und vertrauensvoll fühlen, denn es ist Gottes Mission, nicht unsere eigene, in deren Dienst wir stehen.

Wie jedes Jahr schloß der Kurs auch diesmal mit einer gemeinsamen Pilgerreise zu den franziskanischen Stätten in Umbrien und der Toskana. In Rivotorto waren wir schließlich während der letzten Wochen zu Einzelexerzitien eingeladen, um die vielen Eindrücke und Inhalte des Programms in der Stille vor dem Herrn in einen persönlichen Weg zu übersetzen.

Der Kurs in Brüssel ist bald zehn Jahre alt, er verdankt sich der Initiative der Generalsekretäre der für missionarische Animation der drei Orden. Von Seiten der Minoriten war fr. Jarek Wysoczanski während des gesamten Kurses aufmerksam für unsere "Nöte", und er ließ es sich nicht nehmen, uns in Assisi und beim Besuch beim Generalminister persönlich zu begleiten. Allen von Herzen vielen Dank.

Br. Vicente Imhof OFM Conv.


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Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:34