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Ordenskorrespondenz widmet sich Umbrüchen in der Ordenslandschaft
Das erste Heft der „Ordenskorrespondenz“ im Jahr 2010 widmet sich auf rund 130 Seiten den derzeitigen Umbrüchen in der Ordenslandschaft in Deutschland. Die Veränderungen zeigen sich einerseits in der sinkenden Zahl der Ordensleute: Ordenswerke werden abgegeben, hoher Altersdurchschnitt und zunehmende Klosterschließungen; auf der anderen Seite sind es gerade die jungen Menschen, die zur Auseinander-setzung mit der sich verändernden Welt sowie zu neuen Aufgaben und Antworten herausfordern, um Zeichen der Hoffnung zu sein.


Die neue Ausgabe der Ordenskorrespondenz lenkt dementsprechend den Blick auf dieses Spannungsfeld: Die Artikel von Prof. Dr. Myriam Wijlens und Abt Dr. Dominicus M. Meier OSB befassen sich mit Fragen der Ordensleitung, wenn eigene Kräfte der Gemeinschaften nicht mehr ausreichen und um notwendige Entscheidungen bei Klosterauflösungen. Zudem zeigen vier Beispiele von Neu- bzw. Wiedergründungen die Vielfalt der kleinen und großen Aufbrüche in der heutigen Ordenslandschaft.

Vorwort:

Die Zahl der Ordensleute in Deutschland sinkt seit vielen Jahren; Ordenswerke werden abgegeben; der Altersdurch-schnitt ist hoch. Manch eine Ordensgemeinschaft wird sich aus Deutschland zurückziehen, der Prozess der Klosterschließungen wird auf absehbare Zeit weitergehen. Dies ist die eine Seite eines Prozesses, der seit Mitte der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts im Gange ist.
Die andere Seite: Gerade diese Tendenz fordert die Orden heraus, sich aus ihrem spezifischen Charisma heraus neuen Aufgaben zu stellen, neue Experimente zu wagen und neue Antworten auf gesellschaftliche Entwicklungen zu geben. Junge Menschen erkennen ihre Berufung und treten in alte und neue Ordensgemeinschaften ein. Sie erkennen deren gesellschaftsverändernde Kraft und wollen in Gemeinschaft mit Anderen die Botschaft Christi in Kontemplation und Aktion zu den Menschen bringen; Zeichen der Hoffnung sein. Die nachfolgenden Generationen fordern die Orden stets aufs Neue zur Auseinandersetzung mit der sich verändernden Welt heraus.

Mit aktuellen Umbrüchen in der Ordenslandschaft in Deutschland wird sich die Mitgliederversammlung der Deutschen Ordensobernkonferenz in diesem Jahr beschäftigen. Die Ordenskorrespondenz greift bereits in den Heften des ersten Halbjahres 2010 Themen dieses Spannungsfeldes auf: So geht es in der vorliegenden Ausgabe in ausführlichen Artikeln von Prof. Dr. Myriam Wijlens und Abt Dr. Dominicus M. Meier OSB um Fragen der Ordensleitung, wenn die eigenen Kräfte einer Gemeinschaft nicht mehr ausreichen sowie um Entscheidungen, die im Rahmen einer Klosterauflösung notwendig werden.

Neben diesen Beiträgen, in denen vor allem (kirchen.-)rechtliche Aspekte zum Tragen kommen, zeigen vier Beispiele für Neu- und Wiedergründungen aus den vergangenen 15 Jahren die Vielfalt der kleinen und größeren Aufbrüche, die derzeit in der Ordenslandschaft in Deutschland stattfinden. Alle vier Gründungen von Klöstern bzw. Kommunitäten sind mitten in Deutschland in weitgehend nichtchristlichem Kontext entstanden. Sie verwirklichen in exemplarischer Weise den Aufruf des ersten Petrusbriefes "Gebt Zeugnis von der Hoffnung, die euch erfüllt" (3,15), der als Motto auch über der DOK-Mitgliederversammlung 2010 stehen wird.

Sr. Walburga M. Scheibel OSF


Aus dem Inhalt:

M. Agnes Fabianek O.Cist.
Ordensleben in Übergängen

Albert Krottenthaler SOB
Vom Wannsee nach Marzahn - aus der Not eine Tugend machen

Stefan Tertünte SCJ
Einen Neuanfang wagen

Katharina Schridde CCR
Zieh fort aus deinem Land

Myriam Wiljens
Wenn die eigenen Kräfte für eine Ordensleitung nicht mehr ausreichen

Dominicus M. Meier OSB
Wenn es dann nicht mehr geht...

Bernharda Wichmann OSB
Geistliche Begleitung von Sterbenden und sterbenden Gemeinschaften Dokumentationen

Nachrichten sowie die aktuellsten Buchbesprechungen erhalten Sie ab sofort in der neusten Ausgabe der „Ordenskorrespondenz“. Das Jahresabonnement inkl. Mehrwertsteuer und Versand kostet im Inland 40,00 Euro. Das Einzelheft ist zum Preis von 10,00 Euro (inkl. Mehrwertsteuer und Versand) erhältlich.

Bestellungen sind zu richten an: Haus der Orden, Wittelsbacherring 9, 53115 Bonn, Tel.: 0228 684 49-0,
Fax: 0228 684 49-44, info@orden.de.


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Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:22