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Neuanfang an den Wurzeln
Mit dem Haus „San Damiano“ haben die Olper Franziskanerinnen wieder eine Anlaufstelle in der Stadt, nachdem 1965 das Mutterhaus aus der Stadt auf den Kimicker Berg verlegt wurde.

Die Arbeit der vier Konvent-Schwestern ist auf drei Säulen aufgebaut. Jede der Schwestern hat eine Halbtagsstelle. Sr. Veronika ist die Leiterin des Konvents und im Mutterhaus als Betriebswirtschafterin eingesetzt. Sr. Gertrudis ist als Gemeindereferentin in der Pfarrei St. Martinus aktiv. Sr. Adelgund ist ehrenamtliche Patientenfürsprecherin und übernimmt Besuchsdienste in den Krankenzimmern und in den Martinushöfen. Sr. Katharina ist hauptverantwortlich für die Berufungspastoral.
Die zweite Säule ist das Dasein für die Menschen. Ehrenamtliches Engagement in der Pfarrgemeinde St. Martinus und in der Stadt bildet die dritte Säule.


„Wenn es dir gut tut – dann komm!“ (hl. Franziskus )

Mit der ersten Eucharistiefeier ist die Kapelle der Schwestern im Haus “San Damiano“ auf der Mauer 3 in Olpe bereits am 7. Juli 2010 eingeweiht worden. Wie Dechant Rüsche in seiner Ansprache betonte, erfüllt diese Kapelle mit ihrer Möglichkeit zur Eucharistischen Anbetung einen lang gehegten Wunsch der Olper Bevölkerung. Viele Olper, die noch das alte Mutterhaus der Franziskanerinnen in der Innenstadt gekannt haben, erzählen immer noch davon. Einfach mal nach dem Einkaufen ein paar Minuten beim lieben Gott verweilen, ausruhen, in den Anliegen und Sorgen der Familie beten, um dann gestärkt wieder in den Alltag zu gehen, war das, was über viele Jahrzehnte in der Kirche des alten Mutterhauses möglich war.



Und genau das ist auch das Anliegen der Schwestern heute: einen Ort mitten in der Stadt bieten, an dem Gott angebetet werden kann und Leib und Seele ausruhen können. Jetzt können Menschen mitten in der Stadt jeden Tag kommen und beten, zur Ruhe kommen, ihre Anliegen zu Gott bringen.

Die Kapelle ist geöffnet: Montag bis Freitag: 08.30 - 13.30 und 15.00 -18.30 Uhr Samstag: 08.30 - 13.30 und Sonntag: 15.00 - 18.30 Uhr.

Schwestern luden ein "Jeder Mensch ist uns willkommen"

Olpe - Seit 11. November 2009 leben die vier Franziskanerinnen Katharina, Gertrudis, Adelgund und Veronika im Konvent "San Damiano" in der ehemaligen Vikarie Auf der Mauer 3.



Am Samstag wurde das Haus im Rahmen einer liturgischen Feier in der Hauskapelle offiziell eingeweiht.

Im Anschluss konnten sich interessierte Bürger bei einem "Tag der offenen Tür" ein Bild vom Umbau des Hauses und der Arbeit der Schwestern machen, was auf eine große Resonanz aus der Bevölkerung stieß. "Mittendrin" zu sein, wie es der Ordensgründer, der Hl. Franziskus vorlebte, war das Motiv für die Einrichtung des Konvents. "Früher waren die Franziskaner-Schwestern im Krankenhaus, in der Franziskus-Schule, in Kindergärten, Altenheimen und in den Sozialstationen aktiv, was aufgrund der Überalterung nach und nach aufhörte.
Nachdem 1965 das Mutterhaus aus der Stadt auf den Kimicker Berg verlegt wurde, waren wir für viele Menschen nicht mehr präsent. Das soll sich mit dem Konvent mitten in der Stadt wieder ändern. Wir sind integriert in die Pfarrgemeinde Sankt Martinus und in die gesamte Stadt", erklärte Sr. Katharina den Hintergrund der Einrichtung. "Die Leute sind zu unseren Gebetszeiten eingeladen, sie können aber auch einfach klingeln, wenn sie mal über ihre Sorgen und Nöte reden wollen. Denn manchmal braucht der Mensch keine professionelle Beratung, sondern einfach ein offenes Ohr und das Wissen, dass das Gesagte bei den Schwestern gut aufgehoben ist. Durch unsere Gästeetage, die schon öfters genutzt wurden, können wir Menschen auch einen Rückzugsort anbieten, um einfach mal einen Gang runterzufahren und Abstand von den Problemen des Alltags zu erhalten."

Die Suchbewegung ist für die Schwestern ein wichtiger Aspekt. "Wir möchten den Menschen helfen, dass sie ihren Weg finden. Jeder hat eine Bestimmung, man muss sie nur einfach finden", sagte Sr. Katharina.

Die Arbeit der vier Konvent-Schwestern ist auf drei Säulen aufgebaut. Jede hat eine Halbtagsstelle. Sr. Veronika ist die Leiterin des Konvents und im Mutterhaus als Betriebswirtschafterin eingesetzt. Sr. Gertrudis ist als Gemeindereferentin in der Pfarrei St. Martinus aktiv. Die älteste der Ordensschwestern, Adelgund (76), kennen viele Bürger aus ihrer Tätigkeit als Pflegedienstleitung im Krankenhaus St. Martinus. Dort ist sie inzwischen ehrenamtliche Patientenfürsprecherin und übernimmt Besuchsdienste in den Krankenzimmern und in den Martinushöfen. Sr. Katharina ist hauptverantwortlich für die Berufungspastoral. Ab 30. Oktober startet entsprechend ein Angebot für junge Erwachsene zur Orientierung auf dem Glaubens- und Lebensweg im Mutterhaus. Sie hat sich auf die Fahnen geschrieben, die Veranstaltungen im Mutterhaus, die überwiegend extern belegt werden, mit Angeboten für Menschen aus Olpe und Umgebung zu bereichern.

Die zweite Säule ist das Dasein für die Menschen.
"Wir teilen unsere Arbeiten so ein, dass immer eine Schwester im Haus ist. Wir möchten für die Leute, die mit uns beten oder reden wollen und uns brauchen, da sein. Jeder Mensch ist uns willkommen, egal welcher Nationalität oder welcher Konfession", so Sr. Katharina.

Ehrenamtliches Engagement bildet die dritte Säule.
Die Schwestern bringen sich als Lektoren und Kommunionhelfer in der Pfarrei St. Martinus ein und unterstützen die Initiative "Warenkorb" und die Hausaufgabenhilfe bei "Aufwind". Daneben steht die Bewältigung des Haushalts auf dem Arbeitsplan. Sie haben also genügend um die Ohren, doch sie gehen in ihrer Arbeit auf und freuen sich auf viele Begegnungen.

Die Hauskapelle, die bereits am 7. Juli eingeweiht wurde, wird von vielen Gläubigen zum Beten und Verweilen genutzt. Sie ist durch das Kreuz in Form eines Taus mit dem Segenszeichen des Hl. Franziskus ausgestattet. Die Fenster des Gebetraumes spiegeln den Sonnengesang aus einem Gebet wider, das Franz von Assisi im 13. Jahrhundert als Lobpreisung für die Schöpfung verfasste.

Die Kapelle ist zur stillen Anbetung montags von freitags von 8.30 bis 13.30 und von 15 bis 18.30 Uhr, samstags von 8.30 bis 13.30 Uhr und sonntags von 15 bis 18.30 Uhr geöffnet. Zum Morgengebet (Laudes) laden die Schwestern montags bis freitags um 7 Uhr und sonntags um 8.30 Uhr ein und zur Vesper montags bis freitags um 18.30 Uhr, samstags um 17.30 Uhr und sonntags um 18.30 Uhr. Jedem ersten Donnerstag im Montag schließt sich der Vesper ein Bibelgespräch an und jeden dritten Montag im Monat folgt eine eucharistische Anbetung.

Aus: Siegener Zeitung, 04.10.2010

Quelle: www.franziskanerinnen.de


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