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Lebendiges Vorbild
Am 24. März 1980 wurde Monseñor Oscar Arnulfo Romero, Erzbischof von San Salvador (El Salvador), von einem gedungenen Killer erschossen, während er am Altar eine Messe zelebrierte. Rechtsgerichtete Kreise in El Salvador gaben den Auftrag, Kreise der Oligarchie duldeten die Tat.


Bis heute ist Oscar Romero ein Kronzeuge für eine Kirche der Armen. Zugleich ist er eine große Inspiration für Menschen in Lateinamerika und Europa, die sich darangemacht haben, sein Verständnis von einem den Menschen zugewandten Christentum in konkrete Arbeit umzusetzen. Oscar Romero wirkt weit über seinen Tod hinaus beispielgebend.





Vor dem Hintergrund seines 30. Todesjahres finden in mehreren Städten Deutschlands und in der Schweiz Romero-Tage statt. In diesen setzen sich die unterschiedlichen Veranstalter mit Leben und Wirken Romeros, aber auch mit der aktuellen gesellschaftlichen Situation in den Ländern Lateinamerikas auseinander.

Romero-Tage in der Schweiz

Noch bis zum 24. April laufen hierbei die Zentralschweizer Romero-Tage 2010 in Luzern. Diese fragen in verschiedenen Veranstaltungen unter anderem nach der aktuellen Situation der Befreiungstheologie, untersuchen die Rolle der Kirche in der Politik, beleuchten die linke Hoffnung Lateinamerika, bieten Lesungen mit Texten Oscar Romeros sowie einen Abendgottesdienst zum 30. Gedenktag seiner Ermordung. Die am 27. März stattfindende Tagung „Oscar Romero İPresente!“ widmet sich darüber hinaus dem politischen und spirituellen Erbe Bischof Romeros in El Salvador und der Schweiz.

Das Programm der Zentralschweizer Romero-Tage: www.romerohaus.ch

Romero-Tage in Hamburg

Ausstellungen zu Lateinamerika, verschiedene Filmprogramme, Vorträge, Diskussionen, Workshops, Konzerte und Lesungen bestimmen derweil das Programm der vom 13. bis zum 28. März laufenden Hamburger Romero-Tage. In den Blick genommen werden hierbei der Putsch in Honduras und seine Folgen ebenso wie der Drogenkrieg der USA in Mexiko. Am 21. März steht ein Gedenkgottesdienst zum 30. Todestag Oscar Romeros an. Der 24. März steht als Todestag des streitbaren Kirchenmannes im Zeichen einer Konzert-Lesung „Ich komme und biete mein Herz an“ mit Texten und Liedern aus Lateinamerika (Gesang: Bärbel Fünfsinn; Piano: Martin Gawrich; Texte: Friedrich Brandi-Hinrichs). Das Finale der Hamburger Romero-Tage bilden am 27. März ein Konzert des Duo Contraviento mit Liedern Mercedes Sosas und am 28. März ein Abschlussgottesdienst unter dem Motto „Das Erbe von Oscar Romero“.

Das Programm der Hamburger Romero-Tage: www.romerotage.de

Romero-Tage in Bonn

Den Auftakt der am 14. März beginnenden Bonner Romero-Tage bildet der Spielfilm „Romero – Seine Waffe war die Wahrheit“. Die sich hieran bis zum 19. Mai anschließenden Veranstaltungen nehmen die Hoffnung auf einen Wandel in El Salvador ebenso in den Blick wie die Bedeutung einer „Option für die Armen“ und die Rolle der Befreiungstheologie heute. Eine Schau des Films „La vida loca“ des 2009 von salvadorianischen Jugendgangs ermordeten französischen Filmemachers Christian Poveda beleuchtet die aktuelle gesellschaftliche Situation im Heimatland Oscar Romeros.

Gleich mehrere Veranstaltungen greifen das Vorbild und die aktuelle Bedeutung Romeros auf: Am 21. März steht in der katholischen Kirchengemeinde St. Marien ein Romero-Gedenkgottesdienst auf dem Plan. Am 24. März wird der Oscar-Romero-Preis 2010 verliehen. Am 19. Mai schließlich präsentiert die Abendveranstaltung „Bischof Oscar Romero, die Kirche Lateinamerikas und ihre Stimme für Gerechtigkeit“ einen Reisebericht aus El Salvador zum 30. Jahrestag der Ermordung Romeros.

Das Programm der Bonner Romero-Tage: www.oscar-romero-haus.de

Quelle: Christliche Initiative Oscar Romero
www.ci-romero.de


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Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:22