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150 Jahre Franziskanerinnen
von Salzkotten
"Geborgen im Glauben - nah bei den Menschen."
Der Leitspruch für das Jubiläumsjahr fasst zusammen, was unser Leben als Franziskanerinnen Salzkotten fcjm ausmacht. Aktion und Kontemplation - das eine ist ohne das andere nicht denkbar.

Vor 50 Jahren war es das große Anliegen von Mutter M. Clara Pfänder, eine Gemeinschaft von Schwestern des heiligen Franziskus zu gründen, die "das beschauliche und das tätige Leben vereinigt".


EDITORIAL

Ich lade Sie herzlich ein, mit uns das 150-jährige Bestehen der Kongregation der Franziskanerinnen Salzkotten zu feiern. Unser Jubiläum wird am 3. Oktober 2009 in der Mutterhauskirche durch Weihbischof Matthias König in einem Pontifikalamt eröffnet und findet am 30. Oktober 2010, dem Jahrestag der Gründung, in einem Pontifikalamt mit Erzbischof Hans-Josef Becker seinen Abschluss. Vier geistliche Abende bilden einen inhaltlichen Schwerpunkt. Namhafte Referentinnen und Referenten greifen dabei die Aussage des Leitspruchs auf und beschäftigen sich darüber hinaus mit der heutigen Bedeutung franziskanischer Spiritualität und dem Leben von Mutter M. Clara. Eine Ausstellung im Mutterhaus zeigt zahlreiche Exponate aus den Anfängen der Kongregation und informiert über unsere Geschichte und unsere Aufgaben. Ich danke allen sehr herzlich, die uns bei der Feier dieses Jubiläums unterstützen und zum Gelingen beitragen.

Sr. Hildegarde Voß

VIER GEISTLICHE ABENDE

Zwei Theologen und zwei Theologinnen sprechen in dieser besonderen Reihe geistlicher Abende über Glaube, Gottesnähe, Spiritualität und eine eigenwillige Ordensfrau.

Pater Dr. Anselm Grün
Der Benediktinerpater und Erfolgsautor eröffnet am 4. März 2010 die Reihe mit dem Thema "Geborgen im Glauben - Urgrund für das Leben".
Professor Dr. Peter Schallenberg
Er ist einer der führenden katholischen Sozialethiker und Befürworter einer Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, die sich auf Gerechtigkeit und christliche Ethik gründet. Am 14. April 2010 stellt er die Frage: "Gott ist dem Menschen nah - Ist der Mensch nah bei Gott?"
Schwester M. Paulin Link
Seit 2002 ist sie Generaloberin der Franziskanerinnen Reute in Oberschwaben und damit verantwortlich für eine in Deutschland und weltweit tätige Kongregation. Das besondere Augenmerk der diplomierten Religionspädagogin und Buchautorin gilt der Jugend- und Erwachsenenbildung. Am 27. Mai 2010 spricht sie über das Thema: "Vor Gott darf ich leben, was in mir steckt."
Dr. Annegret Meyer
Sie studierte Theologie in Paderborn und Rom, ist Lehrbeauftragte an der Universität Paderborn und Mentorin in der Ausbildung künftiger Religionslehrerinnen und Religionslehrer. Der Bibelwissenschaftlerin, Autorin und Mutter dreier Kinder liegt die praktische Anwendung von Theologie, die Verbindung von Glaube, Spiritualität und Alltag am Herzen. Am 23. Juni 2010 gibt sie unter dem Titel "Fromm, vorbildlich und ungehorsam?" Antworten auf die Frage, warum die Gründerin der Franziskanerinnen Salzkotten, Mutter M. Clara Pfänder, Frauen bis heute fasziniert.

Alle Geistlichen Abende finden jeweils um 19 Uhr in der Mutterhauskirche Salzkotten, Paderborner Straße 7, statt.

Weitere Veranstaltungen:

„Feiern Sie mit uns!“ – Tag der Offenen Tür
Sonntag, 04. Juli 2010

Aussendung der „Missionare auf Zeit“
Samstag, 24. Juli 2010

Ensemble Nocturno: „Sonnengesänge – Das Vermächtnis des Franz von Assisi“
Samstag, 11. September 2010

Franziskusfest der Jugend
Freitag, 24. September bis Sonntag, 26. September 2010

Gedenken zum Todestag des hl. Franziskus
Sonntag, 03. Oktober 2010

Jubiläumsabschlussfeier
Samstag, 30. Oktober 2010

Download: Flyer mit dem Jubiläumsprogramm


MUTTER CLARA

Theresia Pfänder wurde am 6. Dezember 1827 in Hallenberg im Sauerland geboren und starb am 5. Oktober 1882 in Rom. Bereits in jungen Jahren entwickelte sie eine besondere Liebe zum Gebet und zur Kirche. Sie trat in die Gemeinschaft der Schwestern der Christlichen Liebe in Paderborn ein. Schon bald fühlte sie sich von Gott auf einen neuen Weg gerufen. Unterstützt durch den Bischof von Paderborn, gründete Mutter M. Clara Pfänder die Gemeinschaft der "Schwestern des heiligen Franziskus, Töchter der heiligen Herzen Jesu und Mariä". Sie führte die junge Gemeinschaft durch die Wirren des Kulturkampfes in Preußen und legte den Grundstein für die weltweite Kongregation.

EWIGE ANBETUNG

Die Gegenwart Christi in der Eucharistie ist Mittelpunkt und Kraftquelle im Leben der Franziskanerinnen Salzkotten. Die Eucharistiefeier ist der Höhepunkt des Tages und kein abgeschlossenes Geschehen. Christus bleibt in der eucharistischen Gestalt des Brotes gegenwärtig. Seit der Ordensgründung wechseln sich die Schwestern im Mutterhaus Tag und Nacht ab, um die Anliegen von Kirche und Welt in der immer währenden Anbetung vor Gott zu tragen.

ORDENSGESCHICHTE

In Olpe legte Mutter M. Clara Pfänder 1859/1860 mit zwei weiteren Frauen den Grundstein für eine neue franziskanische Gemeinschaft. Ihre Absicht war es, in Gemeinschaft ein Leben nach den evangelischen Räten in Armut, Gehorsam und Ehelosigkeit zu führen. Dieses Leben sollte getragen sein vom Geist der Liebe, des Gebetes und der Buße. Als Zeugen der Liebe Christi wollten die Schwestern offen sein für jegliche Not. So wurden von Beginn an Waisenkinder aufgenommen. Junge Frauen kamen, um das klösterliche Leben zu teilen. Am 30. Oktober 1860 genehmigte der Paderborner Bischof Dr. Konrad Martin die von Mutter M. Clara erarbeiteten Konstitutionen und gab der neuen Ordensgemeinschaft den Namen "Schwestern des heiligen Franziskus, Töchter der heiligen Herzen Jesu und Mariä". 1863 wurde mit bischöflicher Zustimmung das Mutterhaus von Olpe nach Salzkotten verlegt. Zehn Schwestern, die vom Bischof bestimmt wurden, blieben in Olpe. Aus ihnen entwickelte sich später die selbstständige Gemeinschaft der Olper Franziskanerinnen. Auch heute treten immer wieder junge Frauen in die Kongregation der Franziskanerinnen Salzkotten ein.

AUFGABEN DES ORDENS

Zwei große Anliegen bewegten Mutter M. Clara: zum einen das immer währende Gebet für Kirche und Welt und zum anderen, Antwort zu geben auf die Nöte der Menschen. Der Ruf neuer Aufgaben führte zur Gründung zahlreicher Kommunitäten in Deutschland und im Ausland. Heute wie damals widmen sich die Schwestern zeitgemäßen karitativen und pastoralen Aufgaben in der Kranken- und Alten pflege, der Erziehung und Ausbildung von Kindern und Jugendlichen, der Therapie und Förderung für Menschen mit Behinderungen sowie in der Sozialarbeit und der Seelsorge. Zu den zahlreichen Aufgaben außerhalb Deutschlands zählen unter anderem die Erziehung und Bildung für Aids-Waisenkinder in Malawi und für Kinder armer Familien in Rumänien, Rehabilitation für Menschen mit Behinderungen in Indonesien, der Unterricht in Schulen oder die Gesundheitsfürsorge für schwangere Frauen am Amazonas.


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Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:34