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Hoffnung und Zuversicht schenken
Am Beispiel der Lebensschicksale zweier tuberkulosekranker Frauen nimmt die diesjährige Adventsaktion der Sibirienhilfe der Armen-Schwestern vom hl. Franziskus die Arbeit der Caritas Omsk in den Blick. Tuberkulose ist zu einem schwerwiegenden gesundheitlichen Problem Sibiriens geworden. Sie ist das klassische Beispiel einer Krankheit, die durch unzureichende Ernährung, schlechte Wohnverhältnisse und ein geschwächtes Immunsystem begünstigt wird.


Eines der Hilfsangebote der Caritas Omsk ist die Lebensmittelhilfe. Während diese für Menschen in besonderen Notsituationen meist einmalig ist, erhalten Kranke, die beispielsweise wegen einer offenen Tuberkulose nicht arbeitsfähig sind und noch keine Rente erhalten, für sich und ihre minderjährigen Kinder über einen längeren Zeitraum Lebensmittelpakete. Die aktuellen Kosten für ein solches Paket betragen umgerechnet etwa 3,40 Euro. Ein kleiner Betrag, mit dem viel bewirkt werden kann, denn die Pakete, gefüllt mit Grundnahrungsmittel, wie Mehl, Zucker, Nudeln, Reis, Buchweizen, Öl und Vitamintabletten, sind für die Familien überlebensnotwendig.

Zurzeit werden im Monat durchschnittlich 45 Familien mit circa 70 Lebensmittelpaketen unterstützt. Der Bedarf ist um ein vielfaches höher, allerdings derzeit wegen fehlender Finanzmittel nicht finanzierbar.

Das Gesundheitsamt in Omsk gibt die Zahl der an Tuberkulose erkrankten Menschen im Omsker Oblast mit 6.500 an. Bei gut zwei Millionen Einwohnern ist die Anzahl der registrierten Tuberkulosekranken damit dreimal so hoch wie im Landesdurchschnitt.

Die Lebensmittelhilfe steht nur als Beispiel für die vielen Hilfsangebote der Caritas Omsk. Auch in Maßnahmen, wie der Sozialberatung, Straßenambulanz für Obdachlose, Kleiderkammer, Suppenküche, Kinder- und Familienzentrum, oder auch der Hauskrankenpflege, erfahren Menschen in Not professionelle Hilfe.

Seit vielen Jahren unterstützen die Armen-Schwestern vom hl. Franziskus den Aufbau der kirchlichen Sozialarbeit in Westsibirien. Mit der Gründung des Fördervereins „Sibirienhilfe der Armen-Schwestern vom heiligen Franziskus e.V.“ hat die Ordensgemeinschaft ihren Sendungsauftrag in Sibirien auf Zukunft hin gesichert.

Der diesjährige Schwerpunkt der Adventsaktion, die Caritas Omsk, wurde von Schwester Maria Elisabeth Jakubowitz und vier Schwestern der Gemeinschaft der Missionarinnen Christi aufgebaut. Die Adventsaktion 2010 soll die besondere Verbundenheit mit der Stadt Omsk zum Ausdruck bringen, in der vor 15 Jahren der Missionseinsatz begann.
Sr. Maria Elisabeth Jakubowitz ist Ordensmitglied der Armen-Schwestern vom hl. Franziskus sowie Diözesancaritasdirektorin der Diözese Novosibirsk, zu der auch die Stadt Omsk gehört.

Verena Bauwens

Nähere Informationen unter: www.schervier-orden.de


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Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:34