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750 Jahre Kloster Sießen
Am 14. Mai 1260 zogen 6 Dominikanerinnen, die vorher in Saulgau gelebt hatten, nach Sießen hinauf, wo ihnen der Ritter Steinmar von Strahlegg seinen Besitz überlassen hatte. Das große Los hatten sie nicht gerade gezogen mit dem heruntergekommenen Gut, aber der Anfang war gesegnet.
In der Geschichte wechselten Notzeiten mit Blütezeiten ab. Im 18. Jahrhundert ließen die Schwestern unter der Priorin Josepha Baizin das barocke Kloster und die bekannte Kirche St. Markus durch die Gebrüder Zimmermann errichten.

Aber auf diesen Höhepunkt folgte bald ein vernichtender Schlag. Im Zuge der Säkularisation wurden die Schwestern im Jahr 1803 zum Aussterben verurteilt. Die Güter wurden dem Fürsten von Thurn und Taxis überschrieben, die Dominikanerinnen durften aber im Kloster bleiben. Diese bedrängende Situation verlangte von den Schwestern große Geduld.



Im Kloster wurde von Anfang an ein altes romanisches Kreuz sehr verehrt. Vor diesem Kreuz erhielten die Frauen im Gebet die Zusage, dass das klösterliche Leben auf dem Berg nicht aufhören werde. Sie mussten sehr lange auf die Erfüllung dieser Zusage warten. Nur noch zwei Schwestern lebten, als Franziskanerinnen, die in Oggelsbeuren bei Ehingen 1854 begonnen hatten, sich für das Kloster interessierten, um für ihre wachsende Gemeinschaft und für ihre Schülerinnen eine angemessene Unterkunft zu finden. Als die Franziskanerinnen dann am 24. Mai 1860 einzogen, lebte nur noch eine alte Dominikanerin.

Für die wachsende Gemeinschaft und die wachsende Schule samt Internat wurden nach und nach mehrere Gebäude errichtet bis die Anlage zu ihrer momentanen Größe gewachsen war. Das Kloster ist immer noch Mutterhaus und Zentrum der Franziskanerinnen, die an verschiedenen Orten in Deutschland, Italien, Südafrika und Brasilien leben, demnächst auch in Schweden.

Inzwischen gibt es im Kloster Sießen keine Schule und kein Internat mehr, aber immer noch gehen viele junge Leute aus und ein, sei es zu den Franziskusfesten oder bei Projekttagen für Schulklassen, Firmlingen und ähnlichen Anlässen.

Das alte romanische Kreuz steht heute in der Klosterkapelle und wird immer noch sehr verehrt. Die Schwestern haben es in den Mittelpunkt ihres Jubiläumsjahres gestellt. Mit einem Vespergottesdienst wurde im Februar 2010 das 750-jährige Jubiläum von Kloster Sießen eröffnet.

Für die Öffentlichkeit gibt es anlässlich des Jubiläumsjahres einen Tag der offenen Tür am 12. Juni dieses Jahres.

Download: Plakat

Quelle: www.klostersiessen.de


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Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:22