zurück zur Übersicht 
Ehrung für P. Hermann Schalück ofm
Für ihre gesellschaftliches und soziales Engagement hat Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) 20 Bürger mit dem Landesver-dienstorden ausgezeichnet.
Zu den neuen Ordensträgern gehören der Schauspieler Armin Mueller-Stahl, SPD-Vordenker Egon Bahr, Hollywood-Schauspieler Ralf Möller, die Autorin Ulla Hahn und der frühere Präsident des Internationalen katholischen Missionswerkes Missio in Aachen, Franziskanerpater Herrmann Schalück.


Die Staatskanzlei NRW teilt mit:

Ministerpräsident Jürgen Rüttgers hat heute (14. Januar 2010) 20 Bürgerinnen und Bürger im Düsseldorfer Ständehaus mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.

Der Ministerpräsident dankte den ausgezeichneten Persönlichkeiten: „Sie alle haben den Mut, sich für Ihre Mitmenschen stark zu machen. Sie haben ein beeindruckendes Zeichen der Verantwortung und Solidarität gesetzt. Sie haben gezeigt, dass Sie als Starke in der Gesellschaft sehr wohl die Schwachen im Blick haben. Sie haben nicht nur Mut gezeigt, sondern auch Mut gemacht. Wir brauchen Vorbilder wie Sie. Wir brauchen deshalb auch Auszeichnungen wie die, die wir heute vergeben. Ihre Ehrung ist für uns Erinnerung daran, wie sehr wir darauf angewiesen sind, dass Menschen sich füreinander einsetzen.“

In einer feierlichen Veranstaltung in Düsseldorf würdigte Ministerpräsident Jürgen Rüttgers das Engagement des Franziskaners Hermann Schalück:
„Er hat Verantwortung übernommen: für unseren Glauben, für seinen Orden, für die Menschen. Er ist ein Mann des Ausgleichs, der Toleranz und zugleich ein liebevoller Mahner – ein tiefgläubiger Mensch, der uns viel über die spirituelle Tiefe der christlichen Botschaft vermittelt hat. Dafür hat er unser aller Respekt und Anerkennung“.

Während seiner Amtszeit von 1997 bis 2008 beteiligte sich Schalück aktiv an der Debatte, wie kirchliche Mission im 21. Jahrhundert aussehen kann. Er verstand sich als moderner Missionar, der den Kontakt mit den Kulturen und den Dialog mit den Religionen suchte. Intensiv setzte er sich für die Friedensarbeit in Bürgerkriegsregionen sowie Gerechtigkeit und Unterstützung der Armen in Afrika und Asien ein.

Schalück, der 1939 in St. Vit bei Rheda-Wiedenbrück in Ostwestfalen geboren wurde, blickt auf ein arbeitsreiches und bewegtes Leben im Dienste des Franziskaner-Ordens zurück. Von 1991 bis 1997 übernahm er als Generaloberer die Verantwortung für 19.000 Priester und Brüder bis er im November 1997 vom Vatikan zum Nationaldirektor des Internationalen Katholischen Missionswerks missio sowie zum Präsidenten von missio in Aachen ernannt wurde. Seit seinem Amtsaustritt im Jahr 2008 lebt Pater Schalück als Autor und Seelsorger in München.



P. Dr. Hermann Schalück und Ministerpräsident Jürgen Rüttgers bei der Preisverleihung

(Foto: Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen / Ralph Sondermann)

Ministerpräsident Rüttgers in seiner Laudatio wörtlich:
„Er hat Verantwortung übernommen: für den Glauben, für seinen Orden, für die Menschen. Seit einem halben Jahrhundert engagiert sich der Franziskaner Pater Dr. Hermann Schalück OFM im kirchlichen Bereich. Zehn Jahre lang leitete er die nordwestdeutsche Franziskanerprovinz in Werl. Anschließend ging er als Generalsekretär des Franziskanerordens nach Rom. Er wurde Mitglied der Ordensleitung und schließlich, Anfang der 90er Jahre, Generalminister. Sechs Jahre lang leitete er dann den Franziskanerorden mit weltweit 19.000 Priestern und Brüdern in 90 Ländern. 1997 wurde er zum Präsidenten des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio in Aachen ernannt. Während dieser Zeit hat sich Pater Hermann Schalück für eine Vielzahl von ehrenamtlichen Aufgaben engagiert. So war er unter anderem Vorsitzender der „Missionszentrale der Franziskaner e. V.“, Mitglied im Vorstand der Deutschen Kommission „Justitia et Pax“, Vorsitzender des Chinazentrums St. Augustin e.V. und des Missionswissenschaftlichen Instituts missio e.V. Pater Hermann Schalück hat über die Kirche und seinen Orden hinaus in unsere Gesellschaft hinein gewirkt: Er hat nie das Trennende betont, sondern immer das Gemeinsame. Er ist ein Mann des Ausgleichs, der Toleranz und zugleich ein liebevoller Mahner – ein tiefgläubiger Mensch, der viel über die spirituelle Tiefe der christlichen Botschaft vermittelt hat.“ (Staatskanzlei Nordrhein-Westfalen)

Die Laudatio von Ministerpräsident Rüttgers sowie die Fotos der Ordensverleihung finden Sie unter www.nrw.de.



  zurück zur Übersicht    Seitenbeginn  

Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:34