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Zu neuen Ufern aufzubrechen… als neue Region Deutschland-Österreich
Nach einer langen Vorbereitungszeit fand in Abenberg am 01. Oktober 2011 das Fest der Zusammen-schließung der bisherigen Regionen Deutschland und Österreich statt. Die neue Region Deutschland-Österreich wurde gegründet.
Fast achtzig Schwestern aus den beiden Ländern nahmen an diesem Ereignis teil.


Regionalrat
Der neue Regionalrat, der von der Generalleitung bereits im Juli 2011 ernannt wurde, trat am 1. Oktober 2011 das Amt an.
Sr. Renate Schleer      Regionaloberin
Sr. Regina Fučik         Regionalrätin
Sr. Gudrun Schellner   Regionalrätin
Sr. Barbara Preisinger  Regionalrätin



Der Sitz der neuen Region ist:
Kloster Marienburg 5
91183 Abenberg
www.ssm-abenberg.de



Festgottesdienst

Den Festgottesdienst in der Stillakirche Abenberg feierte mit der Gemeinschaft Domkapitular und Ordensverantwortlicher der Diözese Eichstätt Josef Blomenhofer.

Entsprechend dem Evangelium „Der Sturm auf dem See“ - Mk 4, 35-41- war die Kirche geschmückt. Vor dem Altar stand ein Schiff auf Tüchern, die den See symbolisierten. Ein Fischernetz lag daneben. Auf der Seite waren die Fahnen von Deutschland und Österreich aufgestellt.

Domkapitular Blomenhofer stellte in seiner Predigt einen deutlichen Zusammenhang zwischen dem Evangelium und dem Neubeginn der Region Deutschland-Österreich dar.

Gedanken aus der Predigt des Festgottesdienstes

Es gilt aufs Neue, sich an Jesus Christus, dem Licht der Welt auszurichten, auf Jesus zu hören: Jesus fordert seine Jünger im Evangelium auf, ans andere Ufer zu fahren, zu neuen Ufern aufzubrechen. Sie, betreten ein neues Ufer, ein Ufer, auf dem Sie nun gemeinsam, geschlossen und vereint weitergehen wollen. Das Evangelium zeigt uns: So einfach ist das alles nicht. Die neue Struktur und Marschrichtung mag gesetzt und festgelegt sein. Das Ziel, das andere Ufer ist noch lange nicht erreicht. Die Jünger sitzen in einem Boot - nicht alleine. Jesus ist mit ihnen im Boot. Die Anwesenheit Jesu stört nicht, sie befruchtet nicht, sie hat, wie es scheint, zunächst keinerlei Auswirkungen auf die Jünger und die Situation im Boot.

Die Schwestern von Österreich und Deutschland sitzen nun in einem Boot, sind nicht alleine. Jesus ist mit ihnen im Boot. Stört die Anwesenheit Jesu die eigenen Überlegungen und Pläne? Befruchtet die Anwesenheit Jesu das eigene Denken und Tun? Wie wirkt sich die Anwesenheit Jesu aus? Wir brauchen den Beistand Gottes. Er verhilft in stürmischen Zeiten zu Ruhe und Sicherheit. Wir dürfen ihm unseren ganzen Frust, unsere Enttäuschungen sagen, ja aus uns herausschreien, wie die Jünger im Boot. Die Hinwendung zu Jesus ist ausschlaggebend. Wenn dies fehlt, kann der Kurs nicht gehalten werden und Untergang droht. Mit Paulus wage ich euch zuzurufen: Macht meine Freude dadurch vollkommen, dass ihr fest in Christus geeint seid!

Die spezifische Berufung eurer Gemeinschaft ist immer wieder neu bei eurer Gründerin Sr. Franziska Streitel zu suchen. Sie hatte ein überaus großes Vertrauen zu Gott und wusste: Gott lässt mich nicht allein, weil er mich liebt. Getragen von diesem tiefen Gottvertrauen ging sie mutig ihren Weg und wagte immer wieder zu neuen Ufern aufzubrechen.

Der Festakt

Nach dem Gottesdienst und einem festlichen Mittagessen bereitete eine Gruppe Schwestern einen Festakt zur Verabschiedung der bisherigen Leitungen der beiden Ländern und zur Amtseinführung der neuen Leitung. In einer Laudatio für den Neubeginn hörten wir unter anderem:
* Was die Zukunft betrifft, so ist eure Aufgabe nicht, vorauszusehen, sondern sie zu ermöglichen! (Antoine Saint Exupery)
* Wir befinden uns in einer Zeit des Übergangs und des Umbruches, in der wir Gottes Geist viel Raum geben müssen, um mit Sensibilität, viel Offenheit und Einfühlungsvermögen sein Wehen zu spüren und seine Pläne wahrzunehmen, die unser Heute braucht



Als Symbol für die Amtszeit von vier Jahren erhielt die Leitung das Schiff. Ein Schiff ist mit seiner ganzen Besatzung, mit seinem Ziel, das es zu erreichen gilt, vom Meer, vom Wetter und vielen unvorhergesehenen Situationen auf dem Meer und nicht zuletzt von der gesamten Schiffsbesetzung abhängig. Die Fahrt des Schiffes wird an Bedeutung nicht verlieren, wenn der Auftrag und Sinn dieses Unternehmens von jeder einzelnen Schwester getragen und unterstützt wird, und sie durch die Hingabe des einst gegebenen Versprechens lebendig erhalten bleibt.



Ein gemütlicher Teil der schwesterlichen Begegnung hatte an diesem Tag reichlich Platz. Möge die Erfahrung des Tages Auswirkungen haben auf die neue Beziehung über die Landesgrenzen hinaus und unsere Sendung.

Papst Benedict XVI. sagt bei einer Versammlung von Ordensleuten „Ordensleute sind Zeugen der verwandelnden Gegenwart Gottes“ Wir haben JETZT die Chance, solche Zeuginnen zu werden.

Sr. Regina Fučik


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Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:34