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CCFMC-Exekutiv-komitee tagt in Hofheim
Das CCFMC-Exekutivkommitee kam vom 27. März bis 01. April 2011 in Hofheim zusammen, um über die weitere inhaltliche Arbeit zu beraten. Dazu erfolgten Berichte aus den einzelnen Kontinenten.
Neben dem Geschäftsbericht und den Finanzen ging es auch um die personellen Veränderungen und den Internationalen Beirat.


Wenn auch nicht der unmittelbare Anlass, so war doch deutlich zu spüren, dass es den Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Kontext der 50. Wiederkehr des Konzilsbeginns (1962 – 1965) und der nun 30jährigen Arbeit am und mit dem CCFMC-Kurs, um eine Intensivierung der Arbeit in den verschiedenen Kontinenten ging.



Personelle Veränderungen

Desgleichen wurden die personellen Veränderungen erläutert, die sich im Zentrum in Würzburg bereits vollzogen haben und auch im Vorstand noch vollziehen werden.
Anton Rotzetter wird nach vielen Jahren engagierter Arbeit sein Präsidentenamt mit Jahresende abgeben. Zu seinem Nachfolger wurde Hadrian W. Koch gewählt, der bis zur Zusammenlegung der deutschen Franziskanerprovinzen Provinzialminister der Thuringia war. Im CCFMC Zentrum in Würzburg ist Andreas Müller ausgeschieden, ohne dass wir jedoch auf seine inspirierende und engagierte Mitarbeit verzichten müssten. Virtuelle online Büros machen das möglich. Ihm und seiner Arbeit als Gründer und langjähriger Leiter der Missionszentrale der Franziskaner in Bonn wird eine ansehnliche und dankbare Schar zu seinem 80. Geburtstag am 25. Mai gratulieren können.
Die Geschäftsführung des CCFMC Kurses und die Leitung des Zentrums liegt in den bewährten Händen von Patricia Hoffmann. Noch in diesem Jahr wird Sr. Judith Dinkel, die frühere Generaloberin der Franziskanerinnen von Vierzehnheiligen, vollzeitlich in die Arbeit des Zentrums einsteigen. Mit großer Freude erwarten wir in Kürze aus Indien Br. Jacob Chamakalayil OFMCap, der im Zentrum eine wichtige Aufgabe übernehmen wird.

Internationaler Beirat

Zur wissenschaftlichen Begleitung des Kurses wurde der vom Internationalen Board 2009 in Frascati angeregte ‚Internationale Beirat’ personell zusammengestellt. Gleichzeitig wurde der zwischenzeitlich schon in Deutschland errichtete ‚Nationale Beirat’ in seiner personellen Zusammensetzung genehmigt. Diese neuen Beratungsgremien sollen die inhaltliche und konkrete Arbeit im Zentrum und in den einzelnen Kontinenten und Regionen begleiten und erleichtern.

Berichte aus den Kontinenten

Nach der Vorstellung des Geschäftsberichtes und der finanziellen Situation durch Patricia Hoffmann folgten die Berichte aus den einzelnen Kontinenten: Jeanne Luyun SFIC (Philippinen) für Asien, Lydia Fecheta FCJM (Rumänien) für Osteuropa, Guido Zegarra OFM (Peru) für Lateinamerika und François Lare (Togo) für West Afrika. James Puglisi TOR (Rom) nahm für IFC/TOR und Helmut Rakowski OFMCap (Rom) für den Ersten Orden an dem Treffen teil.

In weiten Teilen der Welt findet der in jetzt mehr als 15 Sprachen übersetzte Kurs eine gute Aufnahme, wird doch in ihm das breite Spektrum franziskanisch-klarianischer Spiritualität unter ihren ‚missionarischen’ Aspekten für die Kirche des Konzils und die Welt des 21. Jahrhunderts in ihren Grundzügen zur Darstellung gebracht. Dass dies verstanden wird, zeigen die Berichte aus den einzelnen Kontinenten. Die Koordinatoren gehen ihrerseits kreativ und aktualisierend mit diesem ‚Angebot’ um, und beziehen die Dokumente der jeweiligen Bischofssynoden in ihre Arbeit mit ein. Es sei nicht verschwiegen, dass neben der begeisterten und kreativen Arbeit in Lateinamerika und Afrika, in Asien und Europa, auch gutes Engagement gelegentlich wieder abbricht. Meist geschieht dies, wenn Koordinatoren andere Aufgaben übertragen bekommen, oder wenn ihre Oberen dem Kurs – aus welchen Gründen auch immer – skeptisch gegenüber stehen. Angesichts der großen Zahl gerade von Schwestern und sich franziskanisch orientierender Laien ist das Bemühen um gute Koordinatoren und Animatoren unerlässlich. Für die Brüder und Schwestern der Franziskanischen Familie ist der dialogisch angelegte und auch auf praktische Projekte zielende Kurs eine Chance, sowohl die Erstausbildung als auch die ständige Weiterbildung mit ihm zu gestalten.

Lehrbrief zur Hermeneutik

Aus Anlass der 50. Wiederkehr des Konzilsbeginns und des 30jährigen Bestehens des CCFMC Kurses ist ein Lehrbrief zur Hermeneutik des Kurses geplant. Darin soll deutlich gemacht werden, dass sich dieser vom Ersten Orden OFM angeregte, und schon bald interfranziskanisch entwickelte Kurs, Folge und Frucht des Zweiten Vatikanischen Konzils und dessen Kirchenverständnisses ist. Gerade dessen auch innerkirchlich in die Diskussion geratene Interpretation macht eine solche ‚Lese- und damit auch Verstehenshilfe’ notwendig. Eine solche ‚Profilierung’ ist nicht als Dogmatisierung einer Lesart zu verstehen, sondern als Dialog mit anderen Auffassungen. Es geht um einen fairen Wettstreit der Gedanken und Argumente, was denn der franziskanische Beitrag für die Kirche und die Welt des 21. Jahrhunderts sein soll. Wir stehen heute vor ganz neuen Fragen und Problemen, denen wir uns stellen müssen. Darüber wollen wir auch unser Gespräch mit den Verantwortlichen der Römischen Kurien suchen. Methodisch und didaktisch erfährt der Kurs heute überall seine Anpassung an die gegebenen Voraussetzungen. Hier ist den Koordinatoren noch mehr Hilfe zu geben, gleichzeitig sollten die bereits erprobten Elemente gegenseitig ausgetauscht werden.

Für das Klarajubiläum in 2012 wurden eine ganze Reihe regionaler Vorhaben vorgestellt und besprochen. Hier wird das CCFMC Zentrum in Würzburg mit der Neugestaltung de Homepage eine wichtige Vermittleraufgabe haben. Bereits jetzt ist die Homepage in 5 Sprachen zu lesen. Vieles, was als Ergänzung zu einzelnen Lehrbriefen gesehen werden kann, soll dort als ‚Material’ ins Netz gestellt werden. Dabei ist auch an Ergänzungen einzelner Lehrbriefe durch Texte aus den Schriften de hl. Klara gedacht. Eine Ergänzung von Lehrbrief 10 zum Thema Kontemplation ist schon in Planung. Dabei soll der missionarische Kontext von Kontemplation deutlicher werden. Arbeiten hierzu liegen vor.

Besuch von Kloster Ebernach

Am vorletzten Tag des Treffens haben sich die Teilnehmer und Teilnehmerinnen einen Ausflug in den nahegelegenen Rheingau gegönnt und das durch den Film ‚Der Name der Rose’ weltberühmte Kloster Eberbach besucht. Eine Fahrt mit dem Sessellift brachte uns zur ‚Germania’ bei Rüdesheim am Rhein, von wo aus ein herrlicher Ausblick auf das Rheintal möglich ist.

Es war ein gutes und konstruktives Treffen, das hoffentlich viele Früchte in den einzelnen Kontinenten bringt. Die engagiert anwesenden Schwestern und Brüder sind eine Garantie dafür.

Quelle: CCFMC-News April 2011


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