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Auf der Schwelle
Wir stehen auf der Schwelle. Wir stehen am Übergang des alten Jahres in das neue Jahr 2013.
Übergänge sind gleichermaßen mit Unsicherheit wie Hoffnung verbunden. Was kommt auf uns zu?
Wie wird es werden? Auf was muss, soll und kann ich mich einstellen? Welche Krisen gehen weiter?
Auf welche Probleme gibt es Lösungen?


Die Lesung aus dem Buch Numeri hält am Morgen des Neujahrstags ein Segenswort bereit: „Der HERR segne und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig. Der HERR wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Heil.“ Gott trägt Mose auf, die Israeliten zu segnen. Ein solcher Segen ist Zusage und Verheißung, Trost und Ermutigung für das kommende Jahr. Ihr alle seid Gesegnete, wir alle sind Gesegnete. Geht voll Vertrauen im Segen Gottes.

„Vertraut den neuen Wegen, auf die der Herr uns weist; weil Leben heißt sich regen, weil Leben wandern heißt. Vertraut den neuen Wegen und wandert in die Zeit. Gott will, dass ihr ein Segen für seine Erde seid. Der uns in frühen Zeiten das Leben eingehaucht, der wird uns dahin leiten, wo er uns will und braucht. Vertraut den neuen Wegen, auf die uns Gott gesandt. Er selbst kommt uns entgegen, die Zukunft ist sein Land. Wer aufbricht, der kann hoffen. In Zeit und Ewigkeit. Die Tore stehen offen. Das Land ist hell und weit“,

textete Klaus-Peter Hertzsch 1989.

In allen Um- und Aufbrüchen geht Gott mit. Gott sagt Abraham zu „Abraham, Du sollst und wirst ein Segen sein“. Hier können wir unseren eigenen Vornamen einsetzen. Ich bin von Gott gesegnet und darf für andere zum Segen werden. Jede/r von uns kann segnen im Sinne des „bene-dicere“ = gutes Sagen im Namen Gottes. Eltern zeichnen ihren Kindern ein Kreuz auf die Stirn und stellen sie unter den Schutz Gottes. Segnen Sie doch einmal am Neujahrstag bewusst einander als Freunde, Ehepartner, Familienmit-glieder und Menschen, die einander wichtig sind. Legen Sie die Hand auf den Kopf oder die Schulter des anderen. Sagen sie ihm zu: „Schön, dass du da bist! Wie wundervoll, dass es dich gibt! Danke für alle Unterstützung und Wegbegleitung! Sei gesegnet und behütet! Gottes Nähe begleite dich in diesem neuen Jahr!“

So verbinden sich Himmel und Erde. Wir wissen, dass damit nicht automatisch alles gut wird. Neben aller „Leichtigkeit des Seins“ gibt es die Sorge, die Plage, das Sich-Abmühen. Segen ist keine Magie, sondern das Vertrauen, mit Gottes Hilfe auch das Schwere bewältigen zu können. „Nimm´s nicht so schwer!“, das ist dann keine billige Vertröstung, sondern Ermutigung, die anstehenden Herausforderungen zu meistern. Leben ist immer vor-läufig, denn: „Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir“ (Hebr 13,14), so die Jahreslosung für 2013. Die von Gott verheißene Zukunft erleuchtet unsere Gegenwart.

Wir stehen auf der Schwelle zum Jahr 2013. Mit Dieter Trautwein beten und singen wir: „Komm, HERR, segne uns, dass wir uns nicht trennen, sondern überall uns zu dir bekennen. Nie sind wir allein, stets sind wir die Deinen, Lachen oder Weinen wird gesegnet sein!“

Gottes reichen Segen und die Erfahrung seiner begleitenden Nähe im Jahr 2013 wünscht Ihnen
Br. Stefan Federbusch

Veröffentlicht im Hanauer Anzeiger -
Sonntagsgedanken vom 29.12.2012


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