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Die Braut von Assisi
Assisi, Anfang des 13. Jahrhunderts. Er speist mit den Armen und gibt den Tieren eine eigene Stimme:
Franz von Assisi. In der Äbtissin Klara findet er seine treueste Anhängerin und Weggefährtin. Doch was beide wirklich verbindet, darf niemand erfahren, und so wird ihr Geheimnis hinter den Mauern San Damianos streng gehütet. Bis an diesem heiligen Ort in Umbrien dreißig Jahre später eine Nonne auf unerklärliche Weise stirbt...


Er erinnert unwillkürlich an „Der Name der Rose“:
Der historische Kriminalroman „Die Braut von Assisi“ von Brigitte Riebe. Mit Br. Leo aus Ulm wird im Jahr 1253 ein gleichermaßen feinfühliger wie verstandesmäßig scharfsinniger Visitator nach Assisi geschickt, um im Auftrag des amtierenden Generalministers Johannes von Parma eine Einschätzung über die Schwesterngemeinschaft von San Damiano vorzunehmen. Er selbst war als 16-jähriger Ritterssohn Leonhart von Falkenstein bei den Franziskanern eingetreten gemäß dem Motto „Der Älteste für die Burg, der Zweite für die Kirche“ (298), doch trägt er bis heute das Ideal des hl. Franziskus im Herzen.

Dieses Ideal findet er in Assisi bei seinen Brüdern nur selten vor. Insbesondere der Guardian von San Francesco, Bruder Matteo, scheint ganz andere Pläne zu verfolgen. Fälschlicherweise, aber hier ganz passend „Abt“ genannt, treibt er zwei Projekte voran: zum Einen den Bau von San Francesco – die Oberkirche ist bereits errichtet, es fehlen nur noch die Frescen, zum Anderen das Verfassen einer Biografie über Franziskus. Ihn sieht er als Heiligen, den es keineswegs durch seine eigenen Ideale wie das der Armut zu verehren gilt, sondern durch einen Prachtbau. Entschieden wendet er sich gegen den Lebensstil der Schwestern von San Damiano, die sein Projekt bedrohen, insbesondere durch das Festhalten von Clara am franziskanischen Ursprungsideal. „Um die Reinheit geht es, einzig und allein sie zählt. Die Sonne Assisis muss heller strahlen als jenes Gestirn, das jeden Tag am Himmel scheint, und kein Weib dieser Welt darf sich davorschieben. Dafür werde ich im Gedanken an Bruder Elias kämpfen bis zum letzten Atemzug... Was er mit Stein und Mörtel erschaffen hat, will ich mit Feder und Pergament versuchen. Man hat mich ausersehen, eine neue Vita Francescos zu verfassen. Dafür lebe und sterbe ich“ (117).

Br. Leo trifft in San Damiano genau dann ein, da auf mysteriöse Weise eine Schwester ums Leben gekommen ist....

Wer sich den Roman selbst erlesen möchte, sollte sich an dieser Stelle das Buch besorgen...
wer dem Handlungsverlauf weiter folgen und die Rezension zu Ende lesen will, der klicke auf das

Download: Rezension „Die Braut von Assisi“

Br. Stefan Federbusch


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Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:35