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Ökumenische FriedensDekade 2012
»Mutig für Menschenwürde« lautet das Motto der 33. Ökumenischen FriedensDekade, die vom 11. bis 21. November 2012 bundesweit veranstaltet wird.
Der Trägerkreis der Ökumenischen FriedensDekade, in dem Kirchen und christliche Friedensorganisationen zusammengeschlossen sind, möchte dazu ermutigen, sich stärker als bisher für Menschenwürde und Menschenrechte einzusetzen.


· Wie leben Flüchtlinge und ihre Kinder in Deutschland?
· Wie schleicht sich rechtes Gedankengut auch in kirchliche Strukturen ein?
· Wie kann Mobbing Einhalt geboten werden?

Das sind einige der Fragen, denen die FriedensDekade 2012 nachgehen möchte. Und der Blick geht erneut über den eigenen Tellerrand hinaus. So soll auch über Waffenfirmen informiert werden, die den Tod exportieren. Aber auch auf andere Unternehmen will die Friedensdekade 2012 aufmerksam machen, zum Beispiel solche, die soziale Menschenrechte im Ausland verletzen. Und schließlich wird die Thematik des Menschenhandels und der Prostitution zum Thema gemacht, ebenso wie die Verfolgung religiöser Minderheiten.

Mutig und gewaltfrei für politische Veränderungen

Der Einsatz militärischer Mittel wird oftmals mit Menschenrechten begründet, mit Frauenrechten, wie in Afghanistan, oder allgemein mit dem Schutz der Zivilbevölkerung, wie im Fall Libyen.
»Ein Leben in Würde kann nicht durch Krieg hergestellt werden«, betont hingegen Jan Gildemeister, Geschäftsführer der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) und einer der Koordinatoren der FriedensDekade. »Wir kennen viele Beispiele, in denen deutlich wird, dass Menschen sich wie in Nordafrika mutig und gewaltfrei für politische Veränderungen einsetzen und militärischer Gewalt widersetzen. Von solchen Friedensstiftern wollen wir während der FriedensDekade berichten.«

Achtung der menschlichen Würde

Marina Kiroudi, orthodoxe Referentin der Arbeitsgemein-schaft Christlicher Kirchen (ACK) und Koordinatorin der FriedensDekade, verweist auf die theologische Dimension des Mottos. »Wir stellen die Ebenbildlichkeit des Menschen mit Gott, wie es im Schöpfungsbericht beschrieben wird, bewusst in den Vordergrund. Dem christlichen Verständnis nach zeigt sich in jedem Menschen Gottes Abbild, das ihm eine unantastbare Würde verleiht. Sich für deren Achtung einzusetzen, erfordert in verschiedenen Kontexten besonderen Mut.«

So wurde neben der alttestamentarischen Stelle in Genesis 1,27 eine Stelle aus dem Markusevangelium (Mk 7,24-30) als Bezugssteile für Meditationen, Gebete und Gottesdienste im Rahmen der Ökumenischen FriedensDekade 2012 ausgewählt.

Paul Russmann

Nähere Informationen unter: www.friedensdekade.de

Quelle: Ohne Rüstung leben – informationen 141, 3/2012


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Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:35