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Mattenkapitel der Franziskanerinnen von Reute
Vom 05. bis 09. September 2012 trafen sich über 200 Schwestern unserer Gemeinschaft zum "Matten-kapitel" in Reute.
Unter dem Leitwort "Zu Großem sind wir berufen" kamen deutsche, indonesische und brasilianische Schwestern zu Gebet, Austausch und Begegnung zusammen. Die einzelnen Tage, unter den Stichworten HÖREN - KONSEQUENZEN - ERBARMEN, boten viel Zeit miteinander über persönliche, aktuelle und gemeinschaftliche Themen ins Gespräch zu kommen.


Denn Jesus sagt: "Wo zwei oder drei in meinem Namen beisammen sind, da bin ich mitten unter ihnen."
Generaloberin Sr. Paulin Link führte dies in ihrer Begrüßung an alle Schwester so fort: "Und jetzt sind wir nicht 2 oder 3, sondern 50, 80, 130, 170 und mehr - und ER ist in unserer Mitte! Das ist sein Geschenk, seine Gabe, die wir umsonst, gratis bekommen; das macht unser Treffen zu einem Heilsereignis; das gibt unseren Begegnungen eine Wertschätzung; das macht uns frei für das Wehen und Wirken des Geistes. "Zu Großem sind wir berufen", so sagt die heilige Klare zu ihren Schwestern. Lasst uns aus der Kraft dieser Berufung diese Tage miteinander und füreinander leben!"

Nach der Begrüßung durch Sr. Paulin und einem Anspiel der Novizinnen, die sämtliche Matten, die sie hatten finden können, mit ins Plenum brachten und die Frage stellten „Was ist eigentlich ein Mattenkapitel und was macht man dort?“ gingen wir Schwestern betend in einer Prozession zum Grab der seligen Guten Beth von Reute und baten um ihre Fürsprache für die kommenden Tage.


Prozession zum Grab der Guten Beth

Am Nachmittag des ersten Tages führte Br. Niklaus Kuster OFMCap die anwesenden Schwestern in die Geschichte und Tradition der Mattenkapitel ein. Anhand von Quellen-schriften, Filmsequenzen und Bildern machte er auf lebendige Art deutlich, welche franziskanische Geschichte sich mit einem Mattenkapitel verbindet.


Austausch über den Impuls von Sr. Paulin zum „Leben in Gemeinschaft“

Der darauffolgende Tag stand unter dem Stichwort „Hören“. So war nach einem einführenden Impuls von Sr. Paulin zum Thema „Leben in Gemeinschaft“ Zeit miteinander zu hören und sich anschließend auszutauschen. Mittags wurde das Gehörte im Plenum mit allen geteilt, gesammelt und somit wurde der große Schatz an gemeinschaftlichem Leben spürbar. Der abendliche Film vom Mattenkapitel anno 1992 brachte, vor allem bei den älteren Schwestern, viele Erinnerungen zutage.

















Gruppenbild der "Matten"-Kapitularinnen

Der dritte Tag schließlich, unter dem Thema „Konse-quenzen“, bot für alle Schwestern die Möglichkeit in 3 Workshops zu den Themen „Auftrag und Sendung“ – „Unser Lebensstil“ – „Unsere 3 Gelübde heute“ das, was sie interessiert zu vertiefen und mit Mitschwestern zu diskutieren. Der Nachmittag brachte im Plenum eine Fülle an Eindrücken, Botschaften und Erfahrungen, aus der sicher noch in den kommenden Monaten geschöpft und über die weiterhin miteinander gesprochen werden wird.

Am Samstag schließlich führte Sr. Pernela Schirmer OSF (Dillingen), die bereits die vorherigen Tage miterlebt hatte, die versammelte Schwesternschaft in das Thema „Erbarmen haben“ ein. Mit dem wertvollen und ansprechenden Impulsreferat „Mit solchen habe immer Erbarmen“ (BMin 11) vertiefte sie bereits Genanntes und eröffnete neue Blickwinkel auf franziskanischer Grundlage.

Ein „Fest der Gemeinschaft“, mit Beiträgen aus verschiedensten Konventen, sowie auch aus Brasilien und Indonesien, rundete den Samstag in wunderbarer Weise ab.


Begegnungen mit Bischof Dr. Gebhard Fürst (vorne: Sr. Erminolda langjährige Missionarin in Indonesien)

Am Sonntag, dem letzten Tag des Reuter Mattenkapitels, feierten Schwestern, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sowie Mitglieder des Freundeskreises, gemeinsam mit Diözesan-bischof Gebhard Fürst einen festlichen Gottesdienst. Vor dem abschließenden, gemeinsamen Mittagessen, brachten einige Schwestern, stellvertretend Botschaften des zurückliegenden Mattenkapitels vor Bischof und Schwesterngemeinschaft ein. In Erinnerung an die franziskanische Geschwisterlichkeit und Verbundenheit erhielt Bischof Fürst ein Regenbogen-Tau.


Bischof Gebhard Fürst

Mit dem franziskanischen Gruß „Pace e bene – Friede und Heil“ beendete Sr. Paulin Link schließlich das Mattenkapitel 2012 in Reute. Impulse, Gespräche und aufgekommene Themen werden auf jeden Fall darüber hinaus weitergehen!

Sr. M. Elisa Kreutzer


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Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:35