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Herzlichen Glück-wunsch zum Hundertsten!
Wir schreiben das Jahr 1912: Im Nordatlantik läuft das Kreuzfahrtschiff RMS Titanic auf einen Eisberg und sinkt. In China wird die Republik ausgerufen. In Europa berät Kaiser Wilhelm II. über einen Krieg gegen Russland und Frankreich und der Deutsche Reichstag beschließt den Ausbau der Marine.


In diese turbulente Zeit, zwei Jahre vor dem ersten Weltkrieg, wird der fränkische Bauernsohn Johann Vetter geboren. Er wird später in den Franziskanerorden eintreten und als Pater Askanius lange Jahre segensvoll in der Pastoral und im Schuldienst wirken.

Am 12. April 2012 feierte er in Füssen am Fuß der Alpen seinen 100. Geburtstag!

Aus der Vita von Pater Askanius:

Er wurde am 12. April 1912 in Fitzendorf bei Hofheim/ Mainfranken (Diözese Würzburg) als siebtes Kind der Landwirte Franz Vetter und Margarethe Fuchs geboren.

Am 7. März 1925 trat er als Zögling in das Franziskaner-seminar Antonianum Bamberg St. Jakob ein, wo er bereits als Schüler der Oberstufe (ab April 1930) das Ordenskleid tragen durfte (Terziarkleriker) und im März 1933 dort mit dem Abitur abschloss.

Nach dem ersten Probejahr kam er im Mai 1934 zum Studium nach München St. Anna, wo er 1937 in die Hände von Provinzial Bertrand Bühler seine feierliche Profess ablegte. Im September des selben Jahres wurde in München St. Gabriel durch Kardinal Faulhaber zum Diakon und ein Jahr später zum Priester geweiht.

1940 wurde er als junger Seelsorger nach Berching versetzt. Im Januar 1941 wurde er während des Zweiten Weltkriegs zum Wehrdienst eingezogen, bis er im Oktober 1945 aus der Kriegsgefangenschaft zurückkehrte.

Anschließend wurde er im Kloster Altstadt in Hammelburg als Seelsorger eingesetzt und kam im August 1946 nach Nürnberg St. Ludwig als Kaplan. Im April 1950 kam er wieder nach Hammelburg, wo er als Katechet an der Schule unterrichtete und sich um die Franziskanische Gemeinschaft kümmerte. Zum Schuljahresbeginn 1956 wurde er in Freystadt zum Magister der Seminaristen ernannt.

Ab August 1958 zog er nach Miltenberg um, wo er als Hausvikar und Religionslehrer wertvolle Dienste tat. Im August 1961 wurde Askanius zum Präses von Grafrath ernannt, wo er als Seelsorger, Hauschronist, Missions-prokurator des Hauses und als Direktor des Dritten Ordens eingesetzt wurde.

Ab September 1979 wurde er zur Betreuung der Pfarreien Unteregg und Köngetried eingesetzt. 1987 zog er in das Pfarrhaus nach Warmisried um, wo ihn die Diözese bis 1993 zum Pfarradministrator ernannte. Nach seinem 80. Geburtstag genehmigte ihm die Diözese, weiterhin im Pfarrhaus zu wohnen und als Seelsorger in der Pfarreiengemeinschaft Dirlewang tätig zu sein.

Aufgrund seines hohen Alters wurde er im August 2004 von der Diözese entpflichtet und kehrte zufrieden in den Kreis der Brüder ins benachbarte Franziskanerkloster Füssen zurück. Dort lebt er seither als Senior und beteiligt sich noch rege am Gemeinschaftsleben und feiert täglich die Messe mit. Gesundheitlich stabil und geistig klar erfreut er sich an seinem Lebensabend. Herzlichen Glückwunsch dem ältesten deutschen Franziskaner zum 100. Geburtstag!

Quelle: www.franziskaner.de


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Datenschutzerklärung   Letzte Aktualisierung: 15.03.2017 18:35